Archiv: Rund ums Urheiligtum
P. Heinrich Walter.Die Delegierten der Provinzversammlung der Pallottiner haben im Oktober 2010 „die Weichen für eine Übereinkunft mit der Schönstatt-Bewegung am Ort Schönstatt gestellt". Konkrete Schritte der Durchführung dieser Weichenstellung sind zwischen dem Provinzial der Pallottiner P. Hans-Peter Becker und dem Provinzial der Schönstatt-Patres in Deutschland P. Theo Breitinger im Gespräch. Das Urheiligtum soll zusammen mit dem Pilgerplatz und der Sakristei im Alten Haus (St. Marien) der Schönstattbewegung ab 1. Januar 2012 zur Nutzung überlassen werden. Diese Vereinbarung ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einer baldigen und vollständigen Klärung der Verhältnisse um das Urheiligtum und im Tal von Schönstatt.
mkf. Noch wenige Tage bis Weihnachten. Schönstatt liegt unter einer dicken Schneedecke, ein Hauch von Heiligabend über Tal und Bergen, und „die Gottesmutter ruft uns zusammen im Urheiligtum zusammen". Bis zum 18. Dezember waren mit gut 2000 „Sternenmails" etwa 30.000 Namen angekommen, Namen von Menschen, die in der Heiligen Nacht ins Urheiligtum an die Krippe in diesem neuen Bethlehem gebracht werden. Tag um Tag sind sie angekommen, seit Anfang Advent, und kommen weiter an - aus bisher 20 Ländern, darunter Libanon (dort sind drei Bilder der Pilgernden Gottesmutter unterwegs), aus England, Australien, von den Philippinen, aus der Schweiz, Frankreich, Spanien, Portugal, Deutschland, USA, Italien, Kroatien, aus El Salvador, Indien, Kanada, Guatemala und natürlich aus fast allen anderen Ländern Amerikas.
mkf. Bis die „Zehn Minuten an der Krippe" beginnen, ist es in Schönstatt - das immer noch unter einer dicken Schneedecke liegt - adventlich-vorweihnachtlich ruhig geworden. Vor allem zu Beginn der Adventszeit hat es eine Reihe adventlicher Veranstaltungen gegeben, die durchgehend gut besucht waren.
Sr. Natalie Stewart. Als die 42 Mädchen von allen Richtungen der Diözese Trier anreisen um gemeinsam in der Sonnenau den Advent zu beginnen, liegt der erste Schnee über Schönstatt - und nicht nur die jungen Leute aus Lateinamerika, die hier zur Schönstattzeit hier weilen, freuen sich darüber.
Marianne Mertke, Waltraud Hess. „Versetzen wir uns morgen in einem stillen Stündlein in das Heiligtum unseres Bundes (ich zeigte Dir doch das Bild des Schönstätter Kapellchens)!" Vor genau 90 Jahren schreibt eine junge Frau in Augsburg diese Aufforderung an ihre Kusine. Die junge Frau heißt Gertraud von Bullion. Es ist der Vortag des 8. Dezember 1920 - Geburtsstunde des Apostolischen Bundes für die Frauen, „der Augenblick, wo Gott gerufen", wie Pater Kentenich später im Blick auf dieses unscheinbare und doch bedeutsame Ereignis sagte. An diesem Festtag der Gottesmutter weihen sich Gertraud von Bullion und ihre Kusine Marie Christmann als erste Frauen der Dreimal Wunderbaren Mutter von Schönstatt. Keine von beiden ist an diesem Tag in Schönstatt - aber mit ihrem Herzen sind sie bei der MTA im Urheiligtum.
Sandra Lezcano. Ich habe fünf und einen halben Monat im Press Office (Pressestelle) geholfen, und habe die vielen Bitten mitbekommen, die per E-Mail in diesem Büro eintreffen. Hier ist wichtig zu sagen, dass es sehr (ausgesprochen sehr) spezielle Bitten gibt, die in Schönstatt ankommen…
Sandra Leticia Lezcano. Nur zwei Tage nach dem Geburtstag Pater Kentenichs und einen Monat seit der Eröffnung des Trienniums, und schon wurde in Schönstatt wieder Bündnistag gefeiert.
mkf. Bei eisigen Temperaturen und winterlicher Ruhe in Schönstatt befassten sich am Montag, 29. November, beim „Runden Tisch" Hausleitungen aus fast allen Häusern mit Gästebetrieb mit dem kommenden „heißen August" 2011 und vor allem mit der brennenden Frage: Wie wird das 2014, wenn mehr Menschen als je zuvor nach Schönstatt kommen? Und die Antwort: die Herbergssuche 2014 kann beginnen, aber kein Grund für betrübte Gesichter: die Türen aller (Wirts-)Häuser stehen offen!
Agathe Hug. An Weihnachten sind es zwei Jahre - schon zwei Jahre, oder auch erst zwei Jahre - seit schoenstatt-tv als private Initiative, komplett privat finanziert und ohne Gelder vom „offiziellen Schönstatt" geboren wurde. Vieles ist in diesen zwei Jahren passiert. Erst war nur der Wunsch, das zu haben, was Fatima zum Beispiel schon lange hat: Die Möglichkeit, per Webcam immer und zu jeder Zeit einen Besuch am zentralen Gnadenort machen zu können. Viele Schönstätter auf der weiten Welt können nicht oder nicht mehr zum Urheiligtum kommen. Sie alle sollen die Möglichkeit haben, wann immer sie wollen bei der Gottesmutter „vorbei zu schauen".
mkf. "
Du, Bethlehem im Land Juda, bist keineswegs die geringste unter den Fürstenstädten Judas (Mt 2,6)"... Es ist im Jahr 1941, mitten im Zweiten Weltkrieg, als Pater Josef Kentenich diese Schriftstelle, so vertraut aus der Weihnachtsliturgie, zitiert, und dann weiter sagt: „Was von Bethlehem gilt, das wendet unser Herz ganz unwillkürklich an auf unser kleines Heiligtum: Du, kleines Heiligtum dort unten im Tal, bist keineswegs eines der geringsten Plätze im Reiche Gottes, von denen der Geist Gottes ausstrahlen möchte, um die Welt im Heiligen Geist zu erneuern... Schönstatt, du kleines heiliges Land, magst weit und breit unbekannt sein, magst klein, magst geringfügig sein, und trotzdem, wie stark ist Gottes Heilsabsicht mit diesem kleinen Plätzchen verknüpft... Wie viele Menschen tragen heute den Namen der Dreimal Wunderbaren Mutter auf den Lippen! Und wie viele Menschen kreisen und gruppieren sich heute um unser Heiligtum!" Unser Heiligtum, das neue Bethlehem, wo Christus neu geboren wird für unsere Zeit. Unser neues Bethlehem seit fast 100 Jahren, das Bethlehem werden soll für noch viele Tausende...
mkf. "Eine Art Zentrum der weitverzweigten, vielgliedrigen Schönstattfamilie, ein Ort des Wirkens in die Weite in Verbundenheit mit dem Gnadenort Urheiligtum, ein Ort, von dem aus Pater Kentenich und seine Mitarbeiter entscheidende spirituelle, pädagogische und apostolische Impulse gaben für die deutsche Kirche und Gesellschaft - damals. Das war das Bundesheim, das am 15. August 2003 seinen 75. Geburtstag feierte." So der Aufmacher des vor sieben Jahren auf dieser Seite erschienen Artikels über das Haus, „das vielen in Schönstatt am Herzen, manchmal aber auch auf dem Magen liegt angesichts der offenen Frage, wozu es einmal gebraucht werden kann - und wie das gehen soll." Im Rahmen einer heiligen Messe im Oratorium des Bundesheimes erfolgte am 23. November ein Stabwechsel, wie Dr. Luis Jensen, Chile, es ausdrückte: Fernando Arrau, Chile, übergab mit der Unterzeichnung des Kommodat-Vertrages dem neuen Schönstatt-Bundesheim International e.V. das Haus zu Nutzen und Gebrauch.
Sr. M. Margarite. Die MCCW- Europa-Konferenz ist das jährliche Treffen der an US-Militär-Einrichtungen in ganz Europa stationierten Frauen, die zum Militär-Rat katholischer Frauen gehören. In diesem Jahr fand die Konferenz in der Bildungsstätte Marienland auf Berg Schönstatt statt. Insgesamt 94 Teilnehmerinnen aus insgesamt 19 Gemeinden in Belgien, England, Deutschland, Holland und Italien waren dabei.
Sr. Damiana Czogala. Nach dem Treffen zur Feier von vierzig Jahren Heiligtum in Berlin stand fest: Es wird Zeit für die Frauen, die schon längere Zeit mit der Pilgernden Gottesmutter arbeiten und sich auch schon auf das Liebesbündnis vorbereitet haben, dieses nun zu schließen. Nur wo? Und wann? Es wäre schön, es in Schönstatt, im Urheiligtum zu tun - doch das ist weit und teuer.
mkf. Auf der Provinzversammlung der Pallottiner im Provinzialat in Friedberg stellten die Delegierten die Weichen für eine Übereinkunft mit der Schönstatt-Bewegung am Ort Schönstatt.
Sandra Lezcano. Am 18. Oktober um neun Uhr versammelten sich weltweit Kinder aller Nationen zur Initiative: "Eine Million Kinder beten den Rosenkranz". An jedem 18. Oktober um 9.00 Uhr Ortszeit, so die Idee, beten Kinder wo sie gerade sind miteinander um Frieden und Einheit in den Familien, im eigenen Herzen und in jedem Land der Erde. Die Initiative ist ausgegangen von einem Schönstatt-Bildstock in Caracas, Venezuela, und ist mittlerweile weltweit verbreitet.
mkf. 12. Oktober 2010: Fest der Muttergottes von Pilar; auf dem amerikanischen Kontinent ist Feiertag, denn es ist der Tag der Entdeckung Amerikas gefeiert, der Jahrestag jenes 12. Oktober 1492, an dem Rodrigo de Triana nach über zwei Monaten Fahrt unter dem Kommando von Kolumbus jenes Land sah, das später Amerika genannt werden sollte; es ist auch der Jahrestag des Todes von P. Esteban Uriburu, den Pater Kentenich einmal den Kolumbus Schönstatts nannte; ein sonniger Herbsttag in Schönstatt, geprägt von den Vorbereitungen auf Oktoberwoche und internationale Eröffnung des Trienniums. Ein Tag, an dem - wenn auch in aller Stille - ein bedeutender Schritt für Schönstatt geschehen ist: ein neuer Bundesheim-e.V. ist geboren!
Sandra Lezcano. In etwas kleinerem, aber sehr familienhaften Kreis fand am 7. September im großen Saal von Haus Schönfels ein Konzert mit Pater Federico Piedrabuena aus Argentinien statt, verbunden mit einem Gastauftritt von Manuel López Naón, ebenfalls aus Argentinien und Student der Schönstatt-Patres. Pater Federico Piedrabuena stammt aus Paraná und arbeitet derzeit mit der SMJ in Córdoba. Erst während der Vorbereitung auf die Priesterweihe habe er mit dem Liedermachen und Singen angefangen, erzählt er und die Evangelisierung durch Lieder als Sendung entdeckt. "Mit einem Lied vermittelst du in zwei Minuten mehr als in einer Predigt von zwanzig Minuten," sagt er. "Denn mit einem Lied bewegst du das Herz."
Sandra Lezcano. In Schönstatt weht schon der Wind von 2014… Zu den Vorbereitungen auf den Beginn des Trienniums am 18. Oktober gehört auch ein Motivationsvideo von wenigen Minuten, das in den letzten Tagen fertig gestellt wurde und zu dem sehr viele aus der Schönstattfamilie beigetragen haben.
Sandra Lezcano. Es war ein besonders schöner Bündnistag am Urheiligtum, dieser 18. September. Er begann morgens mit der heiligen Messe auf dem Weg nach 2014, gefeiert im Bündnis mit Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) und mitgestaltet von Patres und Diakonen aus Afrika. Familien aus ganz Deutschland und darüber hinaus kamen bald danach am Heiligtum der Familien zusammen zur Feier des Heiligtumsfestes und von 25 Jahren Haus der Familie. Einige Jugendliche zeigten ihre Schauspielkünste bei den Probeaufnahmen für ein Video, das zum 18. Oktober für alle Länder zur Eröffnung des Trienniums auf 2014 hin angeboten wird. Und kurz vor Mittag strömten die Freiburger Pilger herbei…
mkf. Locker, schwungvoll, besinnlich, improvisiert: nach längerer Zeit gab es wieder einmal ein Esperamor-Konzert in Schönstatt, diesmal im Haus der Familie, eine Art Auftaktveranstaltung zum Fest am 18. September. Erlös für das Haus der Familie. Keine Bühne, alles ein wenig spontan und familienhaft, viel Raum zum Mitmachen für Kinder und Erwachsene, viel Gelächter und manche besinnliche Minute: ein Abend, der nach einer vollen Arbeitswoche einfach passt und etwas beschwingter und leichter heimgehen lässt.
mkf. Ein Pater, der ein Haus sprechen hört. Kinder, die ein Kapellchen ganz für sich allein haben. Wertpapiere, die in jeder Krise kräftige Gewinne garantieren. Priester, die darum beten, dass Räuber ins Heiligtum kommen. Eine junge spanische Familie aus Köln, die nach eineinhalb Stunden im Stau aus dem Auto steigt und strahlt, weil sie endlich in Schönstatt ist. Ein Heiligtum auf Rädern hoch oben auf dem Berg. Kirschlikör special edition. Fahne und neues Schild an der Auffahrt. Ehepaare, die um sechs Uhr früh vor dem PC hocken, um ihr Hausheiligtum im Wind flattern zu sehen. Das alles gibt es und nur rund um Haus und Heiligtum der Familien und wenn dort ein besonderes Fest gefeiert wird...
mkf. Um sieben Uhr morgens, in der Todesstunde Pater Kentenich, an dem Ort, wo er seine letzte heilige Messe gefeiert, dort, wo er seine letzte Ruhe- (oder besser Wirkungs-)stätte gefunden hat, wo an diesem Tag ein Teppich aus weißen Nelken und Lilien liegt: Jahr um Jahr kommen sie alle in der Morgenfrühe hier zusammen, aus allen Gemeinschaften, ob sie nun am Ort leben oder auch nur wenige Tage dort verbringen. Die heilige Messe in der Morgenfrühe des 15. September hat etwas von Osternacht und Weihnachten, von Nähe und Zauber und Gnaden. Vaterströmung , mit Händen zu greifen. Pater Kentenich, unser Vater und Prophet, dein Charisma ist unsere Kraft...
Sr. M. Nurit Stosiek. Am 8. September 2010 hat das 6. Generalkapitel der Schönstätter Marienschwestern im Mutterhaus auf Berg Schönstatt begonnen. Das Kapitel tritt als gesetzgebende Versammlung des Institutes alle 12 Jahre zusammen. Die 57 Kapitularinnen kommen aus allen Kontinenten und vertreten Mitglieder in über 30 Ländern.
mkf. „Für die Zukunft Schönstatts sehe ich schwarz", meint einer der Gottesdienstbesucher an diesem sonnigen Herbstsonntag, 4. September, in Schönstatt. Das Strahlen in seinem Gesicht scheint seine Worte Lügen zu strafen, bis er hinweist auf die vielen jungen schwarzen Gesichter im Altarraum und den ersten Reihen der Schönstätter Pilgerkirche: junge Priester und Priesterkandidaten der Gemeinschaft der Schönstattpatres aus Nigeria, Burundi und dem Kongo; junge Marienschwestern aus Kenia; der Chor der „Daughters of Divine Love" aus Nigeria, und der Choeur des Tropiques aus Kamerun, eine ansehnliche Zahl Jugendlicher und junger Familien mit kleinen Kindern... Da ist eine junge, lebendige Kirche, Zukunft der Kirche.
mkf. Es war schon dunkel geworden, als die Heiligtumspilger dieses 18. August - 48 Bündnistage vor dem 18. Oktober 2014 - von der Bündniserneuerung und dem Verbrennen der Zettel mit den Beiträgen zum Gnadenkapital nach Hause gingen. Wie an jedem Bündnistag verbanden sich viele von denen, die das Glück hatten, diesen Tag am Urheiligtum sein zu können, mit allen, die irgendwo in den Heiligtümern und Hausheiligtümern der Welt ihr Liebesbündnis erneuerten.
mkf. Wenn in Schönstatt sechs, sieben, acht Busse auf dem Standstreifen oberhalb des Pilgerheims stehen, dann weiß man: es ist wieder eine Diözesanwallfahrt da. So auch am 22. August - während sich die Jugendlichen im Zelt auf dem Parkplatz der Marienau auf den Abschlussgottesdienst der „Nacht des Heiligtums" einstimmten, begann in der Pilgerkirche der Wallfahrtsgottesdienst mit dem Speyrer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, der die Pfälzer Pilger zum Gnadenort nach Schönstatt begleitet hatte.
mkf. Die Nacht war lang (oder kurz, je nachdem), und doch waren sie alle wieder da, als am Sonntagvormittag mit dem Aussendungsgottesdienst die diesjährige Nacht des Heiligtums endete. Hauptzelebrant war Norbert Becker, vor ein paar Jahren selbst Leiter des Kernteams der Nacht des Heiligtums.
mkf. Warum nennen sie es eigentlich Nacht des Heiligtums? Es ist doch heller Tag... So ein verwunderter Zaungast aus einer anderen Generation im hinteren Bereich des Zeltes. Was er erlebt, ist der Rahmen - wichtig, großartig, richtig gut - um den Kernvorgang Nacht des Heiligtums, um diesen einen Moment in der Mitte der Nacht, Mitternacht: Wenn im Schein von Feuer, Fackeln und Lichtern Hunderte still das Urheiligtum umstehen und mit Maria den Heiland in der Monstranz anbeten, wenn sie alle die „Briefe dieser Nacht" ins Heiligtum tragen, wenn Weltjugendtags- und Schönstattgnadenströme sich treffen und sie beten: „Gottesmutter, wir bringen dir in unseren Briefen das Nichts ohne uns für das Bündnis mit dir. Das Nichts ohne dich willst du in dieser Nacht neu schenken." Das ist Nacht des Heiligtums. Wenn das Urheiligtum leuchtet wie in keiner anderen Nacht.
Tobia Wiedemer, Sandra Lezcano. Jedes Thema das beste überhaupt, jeder Workshopleiter voll und ganz begeistert davon: die Vorstellung der Workshops am Samstagmorgen machte Lust auf das Programm des Nachmittags bei der Nacht des Heiligtum 2010. Und dann stand ja noch das längste Büffet Schönstatts an...
mkf. Er war schon am Freitagabend während der Eröffnung der Nacht des Heiligtums gekommen und hatte sich zusammen mit seiner Frau unter die Jugendlichen gemischt: Torsten Hartung, ehemaliger Chef einer Autoschieberbande, verurteilter Mörder, ehemaliger Häftling, von Gott persönlich berührt und zum Glauben geführt... Beim „Glaubensfest" in Dietershausen hatte er letztes Jahr seine Geschichte erzählt, jetzt war er nach Schönstatt gekommen, um bei der Nacht des Heiligtums vor Hunderten von Jugendlichen davon zu erzählen, dass kein Leben zu kaputt und verpfuscht sein kann, dass Gott daraus nicht Großes, nicht Berufung , nicht Glück machen kann.
Sandra Lezcano. Freitag, 20. August, 21.00 Uhr. Sie ist eröffnet, die Nacht des Heiligtums 2010, unter dem Motto: "Du aber wähle die Zukunft". Seit dem Nachmittag reisten Jugendliche aus allen Teilen Deutschlands in Schönstatt an, jetzt füllt sich das große Festzelt auf dem Parkplatz von Haus Marienau - eine Premiere bei der Nacht des Heiligtums - mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen und ihrer geballten Vorfreude auf diese drei Tage voller Musik, Gebet, Glauben, Gemeinschaft, Party und Heiligtum ... Vor allem Heiligtum. Denn das gibt's nur hier.
Tobia Wiedemer. Im Sommer 2009 versammelten sich rund 200 amerikanische katholische Jugendliche, die durch das Militär in ganz Europa stationiert sind, in Schönstatt für eine Knferenz der katholischen Jugend in Europa (auch ECYC, European Catholic Youth Conference, genannt). Sie liebten es, an so einem faszinierenden Gnadenort zu sein und gleichzeitig so viel über ihren Glauben zu lernen, dass entschieden wurde, Schönstatt solle auch in Zukunft der Ort für solche Konferenzen sein.
Tobia Wiedemer. Die jährliche Nacht des Heiligtums steht vor der Tür und Hunderte Jugendliche packen ihre Taschen, um nach Schönstatt zu kommen und ein Wochenende voller Erlebnisen vom 20. bis zum 22.8.2010 mit einer unvergesslichen Nacht unter dem Leitspruch: „Du aber wähle die Zukunft" zu erleben.
mkf. Sie haben das Heilige Land besucht, Rom, Assissi und eine ganze Reihe weiterer Gnaden- und Wallfahrtsorte in Europa; am Sonntagabend, 25. Juli, kamen sie dann in Schönstatt an: etwa 50 Pilger aus mehreren Staaten der USA. In den Tagen danach wollten sie an dem Ort verweilen, der für manch einen unter ihnen das eigentliche Ziel der Reise war: in Schönstatt, beim Urheiligtum und an anderen Stätten, die von fast 100 Jahren Liebesbündnis geprägt sind, jenem Liebesbündnis, das Pater Kentenich und eine Handvoll Jugendlicher am 18. Oktober 1914 in diesem Heiligtum geschlossen hat.
mkf. Im Oktober, wenn weltweit die drei Jahre der intensiven Vorbereitung der Schönstattfamilie auf 100 Jahre Schönstatt im Jahr 2014 beginnen, reisen Pfarrer Klaus Alender und Pfr. Andreas Hornung wieder auf die Philippinen - bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr. In guter Zusammenarbeit mit den Schönstätter Marienschwestern, die schon längere Zeit dort sind, entsteht hier ein Neuaufbruch Schönstatts unter Priestern, Priesteramtskandidaten und jungen Männern in der Phase der Berufungsfindung. Sie gehen in den Spuren Pater Kentenichs beim Aufbau der Priesterbewegung ganz am Anfang Schönstatts - in den Spuren von Kleinarbeit, Einzelbesuchen und unendlich viel Vertrauen und Zuversicht.
Jorgelina Jordá. "Frieden, innere Sammlung, Nähe zu Pater Kentenich und durch ihn zu Maria", so berschreibt Mercedes Valeros die Wallfahrt spanischer Schönstätter - vor allem aus der Schönstatt-Bewegung Frauen und Mütter - Anfang Juli nach Schönstatt. Spanien ist Fußballwelt- und Europameister, und Spanier sind auch weltmeisterschaftliche Pilger! In den wenigen Tagen ihres Aufenthaltes in Schönstatt besuchten sich alle wichtigen und historisch bedeutsamen Orte der Schönstattgeschichte.
Sandra Lezcano. Nach einem Monat in Schönstatt tut es gut, zu erleben, dass sich die Schönstattfamilie am Ort nicht nur zu Tagungen, Festlichkeiten, Messen, Beerdigungen und Sitzungen trifft … Nein, sie trifft sich auch um gemeinsam Musik und Kunst genießen. Und wie jede natürliche Familie auch, brauchen wir von Zeit zu Zeit etwas Entspannung und Freude. Und dafür sorgte Gertraud Wackerbauer am Abend des 24. Juli…
Sandra Lezcano. In einer festlichen heiligen Messe im Urheiligtum mit 48 Mädchen und jungen Frauen aus Polen am sonnigen, heißen Morgen des 5. Juli schlossen 19 Jugendliche ihr Liebesbündnis mit der Dreimal Wunderbaren Mutter, und schenkten drei ihre Blankovollmacht.
Jorgelina Jordá. Die Fußball-WM (Geheimnis einer weltweit verbreiteten, hochansteckenden Bewegung, die vor nichts und niemand Halt macht...) findet auch in Schönstatt statt: im Urheiligtum beten manche nicht nur für ihre persönlichen Anliegen sondern auch in fußballerischen Bitten wie: „Lass Mexiko nicht gegen Argentinien spielen" oder „Wirke das Wunder und lass Chile ins Viertelfinale kommen" und dass Brasilien mit seinem jogo bonito weiterkommt... Alles schon vorbei. Und: Warum ist Italien so früh rausgeflogen?
ARGENTINIEN, Yvón und Luis Campodonico. Unser Liebesbündnis haben wir vor 20 Jahren geschlossen, und seitdem war es unser großer Wunsch, einmal dieses "Land, so warm und traut, das ewige Liebe sich erbaut" kennen zu lernen, und in diesem Jahr wurde es wahr. Die Gottesmutter hat dafür gesorgt, dass wir nicht nur im Urheiligtum Gnaden erhalten haben, sondern auch Familie erleben durften auf dieser "Sonnenau".
mkf.Bündnistag im Juni 2010 - noch genau 50 Bündnistage bis zum großen Gnadentag Schönstatts, dem 18. Oktober 2014. In diesen Tagen um den 18. Juni strömten und strömen Priester aus allen Gegenden der Welt und aus alles Priestergemeinschaften Schönstatts zum Urheiligtum, auch viele Freunde der Schönstatt- Bewegung. In wenigen Tagen beginnt die große internationale Priestertagung, ganz bewusst zwischen dem strahlenden Abschluss des Priesterjahres letzte Woche und dem 100. Priesterweihejubiläum Pater Kentenichs am kommenden 8. Juli.
Jorgelina Jordá. Eine große Zahl von Menschen strömte am Sonntag, 6. Juni, Richtung Berg Schönstatt. Zusammen mit den zahlreichen Blumenteppichen in allen Farben und Formen erwarteten sie die Fronleichnamsprozession. Das alles unter strahlender Sonne, die den Gesichtern und den Blumenteppichen sowie dem ganzen paradiesischen Gelände einen besonderen Glanz gab.
mkf. Er wird in seiner Heimat immer mehr entdeckt: Josef Kentenich, der Gründer der Schönstatt-Bewegung, 1885 in Gymnich geboren - heute Teil von Erftstadt, einer Stadt im Rhein-Erft-Kreis 20km südwestlich von Köln und 25km nordwestlich von Bonn. Zusammen mit seiner Frau besuchte jetzt der Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Werner Stump, den Ort, an dem der „große Sohn unseres Landkreises" so viele Jahr gewirkt hat: Schönstatt.
mkf. Vom ersten Pfingstfest wird berichtet, dass Menschen ganz erstaunt darüber waren, dass sie einander verstehen konnten, dass Herz zu Herzen fand - trotz unterschiedlicher Sprachen. Diese pfingstliche Erfahrung erlebten Familien aus 18 Ländern Europas während des 3. Europäischen Ehe- und Familienkongresses in Schönstatt. - So beginnt die Deklaration, die bei der Abschlussmesse am Pfingstmontag, 24. Mai, am Heiligtum der Familien verlesen wird.
mkf. Seit Pfingstsonntag weht (zumindest bei Wind, sonst hängt) eine Schönstattfahne auf dem Vallendarer Rathausplatz. Zwei Wochen nach dem Maiempfang, bei dem das Team 2014 dem Orts- und Verbandsgemeindebürgermeister diese Fahne geschenkt hatte, kommt Schönstatt so auch sichtbar nach Vallendar. Am 8. Mai kam Vallendar nach Schönstatt - sprich: wurde durch die Stadt Vallendar eine Straße offiziell „Pater-Josef-Kentenich-Straße" benannt. Vertreter der Stadt und des Landkreises enthüllten das Straßenschild und durchschnitten danach das berühmte rote Band als Zeichen, dass diese Straße nun (wieder) für den Verkehr freigegeben ist.
mkf. Achtzehn Länder, vierzehn Sprachen, Ehepaare von frisch bis über dreißig Jahre verheiratet, von Gründergeneration ihres Landes bis Erben von fast hundert Jahren Geschichte, von gerade vor ein paar Jahren getauft bis katholisches Kernland: das ist der europäische Familienkongress (und das ist Schönstatt in Europa). Am Abend des 20. Mai - genau 65 Jahre nach der Heimkehr Pater Kentenichs aus dem KZ Dachau nach Schönstatt - wurde er eröffnet.
mkf. "Wir können das jetzt auch als Gnadenregen deuten", so Weihbischof Karl-Heinz Diez geistesgegenwärtig am Ende des Pilgergottesdienstes am 2. Mai mit Blick auf den heftigen Hagelschauer, der genau in diesem Augenblick einsetzte. Bereits zum zweiten Mal begleitete der Fuldaer Weihbischof die Wallfahrt aus seinem Bistum zum Urheiligtum in Schönstatt.
mkf. Sie hat etwas Eigenens, diese Nacht auf den ersten Mai hin: Tanz in den Mai, Maibaumaufstellen, Walpurgnisnacht, Maifeuer, traditionelle Krawallnacht der autonomen Szene - und Eröffnung des Marienmonats Mai in den Ländern der nördlichen Hemisphäre. An wohl allen Schönstattzentren Deutschlands wurde an diesem Abend mit Liedern, Gebeten und Prozessionen die Eröffnung des Mai gefeiert; in Schönstatt versammelten sich wie immer Pallottiner, Pfarrgemeinde und Schönstatt-Bewegung zur Maieröffnung.Nach einem Wortgottesdienst in der Kirche der Pallottiner ging es in Prozession zum Urheiligtum, wo die Feier mit dem eucharistischen Segen schloss.
mkf. Die internationale Leitung des Familienbundes hat sich am Donnerstag (15. April) abends mit der Generalobernfamilie des Instituts der Schönstattfamilien - Elisabeth und Bernhard Neiser - sowie mehreren Ehepaaren aus dem Institut und der Familienliga getroffen. Es war eine Familien-Begegnung im wahrsten Sinne des Wortes.
mkf. Gibt es wohl in Schönstatt eine afrikanische Messe? Viele der Befragten schüttelten den Kopf und schüttelten ihn noch mehr, als sie erfuhren, dass es tatsächlich eine gibt, seit November letzten Jahres: P. Reginald aus Nigeria oder andere Priester feiern seitdem jeden zweiten Sonntag um 18.00 Uhr in der Kapelle der Sonnenau mit einer kleinen, lebendigen afrikanischen Gemeinschaft heilige Messe in Englisch. An diesem Sonntag, 11. April, füllte sie die "übliche" Gemeinde zusammen mit 13 Müttern aus Südafrika mit afrikanischer Osterfreude.
