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Geistpflege als Anker im Transformationsprozess
Mit einer Bündelung durch Pater Felix Geyer kam die Schönstattkonferenz am Sonntag Vormittag zu ihrem Ende (Foto: Cooper)
Hbre/Cbre. In einem nachdenklichen Abschlussvortrag unterstrich Pater Felix Geyer u.a., dass diese erste Schönstattkonferenz nicht alle anstehenden Themen und Fragen in notwendiger Breite habe bearbeiten können. Auch der Blick auf die weltpolitische Lage, auf Gesundheitskrisen und die politischen Krisen habe gefehlt. Es sei jedoch Zeit gewesen, sich auszurichten auf den gemeinsamen Ursprung, das Liebesbündnis. „Da waren wir sehr nahe beieinander und schon gemeinsam unterwegs.“
Beim Treffen von Verantwortlichen in der Vorwoche in Schönstatt habe einer der Leiter davon gesprochen, dass er vor Corona das „Bild eines Jahrzehntes der Krisen“ vor Augen gehabt habe. „Seit Corona, kam jedes Jahr eine neue Krise hinzu“, so Pater Geyer. „Was wenn wir noch weitere Jahre mit weiteren Krisen, die ins Land ziehen, zu tun haben?“ „Ziehen wir uns dann innerlich ängstlich zurück?“
In seinem Abschlussstatement wies Geyer mehrfach auf den Kernvorgang des Liebesbündnisses hin, der auf einer Visitenkarte in fünf "Glaubenssätzen" gefasst ist (Foto: Cooper)
Im Rahmen einer Abschlussrunde konnten Kinder, die während der Konferenz die Kinderbetreuung in Anspruch nahmen ihr BilderrätselQuiz vorstellen (Foto: Cooper)
Zum Abschluss der Konferenz wurde der Sonntagsgottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche gefeiert (Foto: Cooper)
Schönstatt sei, wenn man seine Gründungsgeschichte im Ersten Weltkrieg oder die wesentliche Entwicklungszeit der Bewegung im Zweiten Weltkrieg betrachte, für eine solche Lage geboren worden. Es gehe darum, in Zeiten einer äußeren Aufrüstung zu einer inneren Rüstung zu kommen, und zwar „jeden Tag neu“, betonte der Schönstattpater.
Es gelte, das Liebesbündnis so konkret und radikal zu leben, dass es nicht nur für andere Menschen einen geistlichen Nutzen bringe, sondern auch in der großen Kirchen-, Vertrauens- und Missbrauchskrise als Antwort erfahrbar werde.
Wenn es der Schönstatt-Bewegung gelänge, das Liebensbündnis so in ganz konkreten Lebensvorgängen auszufalten und zu leben, „dann könnte es sein, dass wir in den radikalen Transformationsprozessen selber Teil der Transformation werden“, so Geyer. „Wir reagieren dann nicht auf Transformationsprozesse, sondern wir sind Transformation. Wir sind weltverändernd, weltgestaltend, wie es die Nacht des Heiligtums in ihrem neuen Motto sagt.“ Dazu sei jeder Schönstätter in seinem Alltag gesandt.
Er richte an alle Mitglieder der Bewegung den Wunsch, das Liebesbündnis im Alltag zu leben. „Wenn es im Alltag nicht wirksam ist, dann ist es unnötig.“ Allerdings sei es wichtig, sich über dieses Leben im Liebesbündnis auszutauschen. „Wir müssen voneinander hören, es muss ein Austausch geben, um das Charisma des anderen entdecken und an es glauben zu können.“ Daher schlug Geyer vor, bei den Bündnisfeiern am 18. im Monat den Austausch über das Leben im Liebesbündnis zu kultivieren. „Erzählen von dem, wo ich mein Persönliches Ideal als wirksam erlebt habe, wo ich gewachsen bin, wo ich am Charisma eines anderen etwas erkannt habe und dass der Gott des Lebens wirklich lebendig ist.“
Als Anker im Transformationsprozess gehe es also um die Geistpflege, so Pater Geyer abschließend.
Berichte zur Schönstattkonferenz 2025
- Schönstattkonferenz vereint Vielfalt im Lebensvorgang Liebesbündnis
- Fünf „Glaubenssätze“ zum Lebensvorgang Liebesbündnis
- Wie das Liebesbündnis meinen Alltag trägt - Zeugnisse
- Herausforderungen der Generationen gestalten
- Zeitenstimmen – ein Deutungsangebot - Podium
- Geistpflege als Anker im Transformationsprozess - Abschlussvortrag
