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Wie das Liebesbündnis meinen Alltag trägt
Pater Felix Geyer dankt den Zeugnisgebern mit einem "Schatzkistchen" für ihre persönlichen Beiträge (Foto: Cooper)
Hbre/Cbre. Nach dem „Aufschlag“ des Bewegungsleiters bei der Schönstattkonferenz 2025 wurde in vier Statements deutlich, dass und wie das Liebesbündnis nutzt, wenn es den Alltag prägt.
Tobias Büdel, Dietershausen (Foto: Cooper)
Schönstattpater Hans-Werner Unkel (Foto: Cooper)
Tobias Büdel aus Künzell, mit seiner Familie nahe des dortigen Schönstattzentrums wohnend, nannte drei Beispiele, die ihm zeigten, wie das Liebesbündnis trage: Angesichts der wirren Weltlage freue er sich über die erlebte Beheimatung in Schönstatt. Bei einem „verhinderten“ Hauskauf hätten sie die Bedeutung des Vorsehungsglaubens konkret schätzen gelernt. Und das Engagement in der Familienarbeit in Fulda, wo im Moment viele Leute „Bock hätten“ etwas zu organisieren und anzubieten, sei ansteckend.
In seinem langen Leben habe ihn das Liebesbündnis getragen und ihm vieles gelehrt, so Pater Hans-Werner Unkel: Er sprach vom Nest haben, von Wurzeln, daraus aber fliegen lernen und vom beweglich sein. Das sei ihm vor allem bei seiner interkulturellen Arbeit in Indien zugute gekommen: ein Denken zu erobern, das nicht urteilt, nicht verurteilt, sondern schätzen und stehen lassen kann, der Vielfalt im eigenen Herzen einen Platz anbieten. Eine Weitung des eigenen Denkens käme dann, wenn man Neues zuließe vom Gott der Überraschungen. Die daraus oft entstehende Angst habe er im Gespräch mit Maria „Was meinst du dazu?“ bewältigen können. Das Liebesbündnis helfe auch, in die Gegenwart und Zukunft zu schauen mit der Einstellung: Ich bin weiterhin ein suchender Mensch, noch lange nicht fertig, aber interessiert nicht an den wunden Punkten des anderen, sondern an seinem Reichtum.
Hildegard und Helmut Kirschner (Foto: Cooper)
Claudia Zerbian, Oberkirch (Foto: Brehm)
Ehepaar Hildegard und Helmut Kirschner aus Freising berichten bewegend aus der Krankheitsgeschichte von Helmut. „Das Liebesbündnis hilft uns, ein erfülltes Leben zu führen und mit schwierigen Situationen umgehen zu können“, sind sie überzeugt. Zwei Mal am Rand des Todes gestanden und gespürt: „Lieber Gott, jetzt willst du unser ganzes Ja! Alles liegt in deiner Hand!“ Sich dahinein kämpfen zu müssen in dieses „Nicht mein, unser Wille, sondern der deine geschehe!“ hätten sie nur geschafft durchs Gebet, das sich getragen fühlen von vielen Freunden und Weggefährten und der Erfahrung: Gott erspart uns nicht die Kämpfe, aber er lässt uns nicht allein! Den Vertrauenssprung wagen und in Gottes Armen aufgefangen zu werden, da hätte Liebesbündnis getragen!
Der Krug, der in den Schönstatt-Kapellen stehe und in den sie alles, was ihr schwer falle und als Fragen habe hineinwerfen könne, habe schon immer in ihrem Leben einen wichtigen Platz eingenommen, so Claudia Zerbian aus Oberkirch. Ihr Beitrag als Hausleitung im Schönstattzentrum in schwierigen Zeiten macht deutlich, wie lange Probleme manchmal schwelen, und trotz viel Gebet sich vermeintlich nichts tut „und man ins Zweifeln kommt“. Plötzlich wie aus dem Nichts sei dann eine sehr gute Lösung aufgetaucht, die vieles in Bewegung gebracht habe. Sie schließe daraus: mit Hartnäckigkeit zur Gottesmutter gehen und vertrauen, dass sich eine Lösung finden wird, die sich für alle als gut herausstellt. Für sie sei das eine eingängige Erfahrung gewesen mit dem Liebebündnis unterwegs zu sein.
Am Abend trafen sich die Konferenzteilnehmenden zur Feier der Bündniserneuerung am Urheiligtum im Tal Schönstatt (Foto: Cooper)
Berichte zur Schönstattkonferenz 2025
- Schönstattkonferenz vereint Vielfalt im Lebensvorgang Liebesbündnis
- Fünf „Glaubenssätze“ zum Lebensvorgang Liebesbündnis
- Wie das Liebesbündnis meinen Alltag trägt - Zeugnisse
- Herausforderungen der Generationen gestalten
- Zeitenstimmen – ein Deutungsangebot - Podium
- Geistpflege als Anker im Transformationsprozess - Abschlussvortrag
