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Stürme der Zeit wahrnehmen – Schönstattkonferenz sucht nach Eckpunkten der Orientierung
Im Sturm glauben: das Bild "Sturm auf dem See" von Rembrandt eröffnete den zweiten Konferenztag (Foto: Rembrandt Harmensz. van Rijn)
Cbre/Hbre. Bei der Schönstattkonferenz auf Berg Schönstatt wurde der Blick zu Beginn des zweiten Konferenztages auf die Herausforderungen der Gegenwart gerichtet. Unter der Leitfrage, welche „Stürme der Zeit“ Menschen heute bewegen und wie ihnen Stand gehalten werden kann, kamen im mit 240 Personen inzwischen voll besetzten Filmsaal des Pater-Kentenich-Hauses verschiedene Stimmen zu Wort, von geistlichen Deutungen bis zu persönlichen Erfahrungen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Bewegung.
Pater Jakob Busch gestaltet die Gebetszeiten der Konferenz (Foto: Brehm)
Die Stürme der Zeit wahrnehmen
Ein anregender Morgenimpuls von Pater Jakob Busch über das Bild „Jesus schläft im Sturm“ des niederländischen Malers Rembrandt führt in die Thematik des Vormittags ein: die Stürme der Zeit wahrnehmen. „Stürme kommen immer ungefragt“, so das Moderatorenehepaar Verena und Stefan Groß. Sie rütteln an Sichtweisen und stellen längst sicher Geglaubtes wieder auf den Kopf. Die Teilnehmer der Konferenz werden aufgefordert, sich in Murmelrunden über die Stürme der heutigen Zeit auszutauschen. Mithilfe einer Mentimeter-Umfrage werden die Themen, die viele bewegen, schnell sichtbar: „Kriege“, „Verunsicherung“, „Überforderung“, „Vereinsamung“, „Zukunftsangst“, „Genderideologie“ und ein „Sturm in der Kirche“.
Drei Statements konkretisieren anschließend unterschiedliche Haltungen, die helfen können, in solchen Stürmen Stand zu halten.
Im Sturm des Krieges -- kurzer Blick in die Geburtsstunde Schönstatts
Im ersten Statement zeigt Pater Hans-Martin Samietz Isch anhand von Gedanken des Filmemachers Alexander Kluge und eines historischen Textes des jungen Schönstatt-Sodalen Albert Langner, wie Menschen gerade in Krisenzeiten durch geteilte Erfahrungen und Worte Verbindung finden können:
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Das Persönliche Ideal – Orientierung und Kraftquelle
Hildegard und Helmut Kirschner aus Freising berichten in ihrem Statement, wie das Persönliche Ideal helfen kann, in unsicheren Zeiten Orientierung, Selbstannahme und neue Zuversicht zu gewinnen.
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„Unique – jetzt echt?“ – Nacht des Heiligtums 2026 stellt die Frage nach dem „Echt-Sein“
Unterstrützt von weiteren Mitgliedern des Teams berichtet Sophia Ramer vom Kernteamtreffen der „Nacht des Heiligtums“, bei dem aus der Auseinandersetzung mit den „Stürmen der Zeit“ das Thema der Jugendveranstaltung 2026 entstand: „Unique – jetzt echt?“.
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Themen die bewegen (Foto: Mentimeter)
Haltungen suchen, die in Stürmen tragen
Im Anschluss an diese inspirierenden und sehr unterschiedlichen Statements wurde das Publikum erneut eingeladen, in Murmelrunden miteinander ins Gespräch zu kommen. Leitfrage war, welche Haltungen helfen können, auf die Stürme der Zeit zu antworten und was Menschen in solchen Situationen inspiriert und trägt.
Dabei entstand eine breite Sammlung von Gedanken und Erfahrungen aus dem Kreis der Teilnehmer. Viele kurze Stichworte wurden zusammengetragen, die als Ausdruck der Vielfalt an Zugängen, aus denen Menschen Kraft schöpfen ohne weitere Kommentierung stehen bleiben durften. Genannt wurden unter anderem „Atempausen“, „alles vor Gott bringen“, „teilen und mitteilen“, „Mitstreiter suchen“, „meine kleine Welt positiv prägen“, „Orientierung aus tiefen Quellen suchen“, „Humor“, „Hoffnung“, „Glaubenszeugnisse von anderen“, „Natur“, „authentisch sein“, „das Bewusstsein haben, Gott braucht mich“, „Harmonie im eigenen Umfeld schaffen“, „der Sehnsucht nach Ruhe nachgehen“, „beten“.
