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7. März 2026 | Schönstattkonferenz | 

Das Persönliche Ideal – Orientierung und Kraftquelle


Hildegard und Helmut Kirschner, Freising (Foto: Brehm)

Hildegard und Helmut Kirschner, Freising (Foto: Brehm)

Cbre/Hbre. Hildegard und Helmut Kirschner aus Freising berichten in ihrem Statement von Impulsen für ihr Leben, die sie von der Tagung zum Thema Persönliches Ideal (PI), die im Februar in Berlin am Campus für Theologie und Spiritualität stattgefundenen hat, mitnehmen konnten.

Als zentrale Erfahrung beschrieben sie, dass durch das PI Selbsterkenntnis, Selbstannahme und Selbstbewusstsein gestärkt werden können. Die Vorstellung, dass Gott bereits vor der eigenen Geburt an jeden Menschen gedacht habe, dass jede und jeder von Gott erträumt und geliebt sei, sei für sie zur Quelle großer Freude und Dankbarkeit geworden. Hildegard Kirschner formulierte: "Auch im Blick auf andere Menschen wird aus dieser Perspektive eine Haltung der Wertschätzung." Wenn auch der andere als geniale Idee Gottes verstanden werde, könne er „groß gesehen“ und ihm zunächst das Beste unterstellt werden. Auf diese Weise könne verhindert werden, dass man in den Strudel von Abwertung gerate. Das könne das Klima positiv prägen an dem Ort, an dem gelebt und gearbeitet werde.

Statement zum Leben aus dem Persönlichen Ideal (Foto: Brehm)

Statement zum Leben aus dem Persönlichen Ideal (Foto: Brehm)

Darüber hinaus werde das Persönliche Ideal als Hilfe erlebt, die eigene Berufung – und im Falle eines Paares auch die gemeinsame Berufung als Paar – klarer zu erkennen. Die Frage, wofür man gemeinsam an einem bestimmten Ort gestellt sei, werde dadurch neu in den Blick genommen. So bringt Helmut Kirschner diese Erfahrung auf den Punkt: „Wir sind eben nicht nur ein Körnchen im Getriebe der Zeit, sondern wichtig, wertvoll, unersetzlich und das gilt auch für mein Gegenüber.“ Diese Sichtweise werde als ein echter „Gamechanger“ im Umgang miteinander erlebt.

Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Orientierungslosigkeit könne das PI als eine Art Leitstern dienen, durch den sowohl große Lebensentscheidungen als auch viele kleine Alltagsentscheidungen getroffen werden, weil sich in ihm gemeinsame Werte bündelten. Zugleich sei bei einem Leben mit PI erfahrbar, dass Gott oft im richtigen Moment zeige, welche Entscheidung zu treffen sei. Dadurch würden Weite und Freiheit geschenkt, aus denen Freude am eigenen Dasein und am gemeinsamen Leben erwachse.

Schließlich habe die Tagung das Persönliche Ideal auch als große Hilfe in Krisenzeiten beschrieben. Mit PI könne Leid widerstandsfähiger getragen werden, weil im Wachsen auf die „glückliche Version meiner selbst“ hin ein Sinn erkannt werde. Als eigentliche Kraftquelle werde es deshalb erfahren, wie Hildegard Kirschner formuliert: „Ich weiß, wer ich bin und wofür es mich gibt. Wenn ich das Wofür kenne, ist es zwar immer noch anstrengend, aber es steht ein Sinn dahinter.


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