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16. Oktober 2026 | Deutschland | 

Im Wilden Westen mit der SMJ Münster


Vom 9. bis 11. Oktober haben sich 22 Jungs im Haus Mariengrund in Münster getroffen. Gemeinsam wurde zum Thema „Wilder Westen“ gebastelt, gepokert und die Geschichte Nordamerikas im 19. Jahrhundert betrachtet (Foto: Mergler)

Vom 9. bis 11. Oktober haben sich 22 Jungs im Haus Mariengrund in Münster getroffen. Gemeinsam wurde zum Thema „Wilder Westen“ gebastelt, gepokert und die Geschichte Nordamerikas im 19. Jahrhundert betrachtet (Foto: Mergler)

Ansgar Imwalle. Die Einladung zum Abenteuer im Wilden Westen vom 9. bis 11. Oktober 2026 im Haus Mariengrund in Münster nahmen 22 junge Männer an. Entgegen der Vorhersage konnten die jungen Cowboys bei überwiegend freundlichem Wetter mit ihren Leitern den Treck in den Wilden Westen nehmen, um neuen Lebensraum zu erkunden und gemeinsam die Abenteuer der Prärie zu bestehen.

Gleich am ersten Abend bekam die Gruppe Besuch von zwei erfahrenen Siedlern, welche die Jungs einluden, mit ihnen in den Wilden Westen aufzubrechen. Damit dies gelingen konnte, hatten sie für jeden Teilnehmer den passenden Hut samt Tuch dabei.

Do-it-yourself-Ausrüstung lässt die Jungs kreativ werden

Bereits am nächsten Morgen hieß es dann, sich auf die Mitfahrt im großen Treck praktisch vorzubereiten. Um unliebsame Feinde abschrecken zu können, mussten zunächst Luftdruckpistolen gebaut werden. Rohre schneiden, Griffe sägen, Korken anpassen und den Gummibolzen einfügen waren die Arbeitsschritte der jungen Büchsenmacher. Man hatte auch schon davon gehört, dass Gold im Westen Nordamerikas gefunden worden sei. Auch da galt es, sich vorzubereiten und Holzrahmen herzustellen, die mit Siebnetzen bespannt wurden. So wollten die Jungs in der Lage sein, bei Bedarf Gold sieben zu können.

Casino-Atmosphäre kam bei den Jungs auf, als sie im Saloon ihre gefundenen Goldtaler bei Roulette oder Poker einsetzen konnten. Auch hier war die Gemeinschaft sehr stark (Foto: Imwalle)

Casino-Atmosphäre kam bei den Jungs auf, als sie im Saloon ihre gefundenen Goldtaler bei Roulette oder Poker einsetzen konnten. Auch hier war die Gemeinschaft sehr stark (Foto: Imwalle)

Die Bewährung als Siedler und ein Abend im Saloon

Am Samstagnachmittag mussten sich die jungen Cowboys verschiedenen Aufgaben stellen: Es galt, wilde Tiere (Luftballons) mit gezielten Würfen zu vertreiben, mit Schnelligkeit die Pistole gegen Feinde ziehen zu können, Hufeisen an eine Stange zu werfen, sodass sie hängen bleiben, oder im Bullriding möglichst lange auf einem Bison sitzen zu bleiben. Und immer wieder wurden Geschicklichkeit, Kraft und Zusammenhalt bei „wilden“ Spielen geprüft. Für ihre Erfolge wurden die Cowboys mit Goldtalern belohnt.

Am Abend ging es dann in den Saloon. Bei Casino-Atmosphäre mit Klaviermusik und Dämmerlicht konnten die jungen Siedler ihre erworbenen Goldtaler bei Roulette oder Kartenspiel einsetzen und mit etwas Glück ihre Goldstücke vermehren. Bei einem Überfall wurde sogar ein Croupier entführt und musste von den Barbesuchern freigekämpft werden.

Den Alltag sieben und Goldstücke finden

Der Sonntagvormittag bot den neuen Siedlern die Gelegenheit, ihre Erfahrungen im Wilden Westen zu bedenken und zu besprechen. Gemeinsam blickte man auf die Wirklichkeit Nordamerikas im 19. Jahrhundert, die geprägt war von Entbehrung und Opfer, von Unrecht und Rechtlosigkeit, von Hoffnung auf eine neue Heimat und Zukunft in Frieden. Riesige Büffelherden und fruchtbares Land, Wüste und hohe Gebirge, Indianer, denen ihr Land geraubt wurde, waren die Realität der Siedler. Der Bau der Eisenbahnen und die Errichtung der Telegrafenmasten sowie viele technische Erfindungen trieben die Entwicklung immer weiter. Goldfunde brachten viele Menschen in einen Goldrausch, der nur wenigen Glück, den meisten Elend und Enttäuschung brachte.

Neben Spiel und Spaß wurde es beim SMJ-Wochenende auch tief: Nicht die vielen Enttäuschungen und Kleinheiten bringen uns voran, sondern das Dankbarsein und die Wertschätzung der kleinen Dinge machen uns groß und schenken Zufriedenheit. Dankbarkeit einzuüben, auch in den Herausforderungen des Lebens, war angesagt (Foto: Mergler)

Neben Spiel und Spaß wurde es beim SMJ-Wochenende auch tief: Nicht die vielen Enttäuschungen und Kleinheiten bringen uns voran, sondern das Dankbarsein und die Wertschätzung der kleinen Dinge machen uns groß und schenken Zufriedenheit. Dankbarkeit einzuüben, auch in den Herausforderungen des Lebens, war angesagt (Foto: Mergler)

Von Pater Josef Kentenich gibt es den Spruch: „Wir müssen Goldgräber sein!“ Damit meinte er nicht die Reise in den Wilden Westen mit Schaufel und Goldsieb, sondern die tägliche Suche nach den Glücksmomenten und schönen Dingen in unserem Leben. Die Jungs waren aufgefordert, in ihrem Alltag die Goldnuggets der besonderen Momente zu finden: die Bioarbeit, die gut gelungen ist, die Einladung eines Freundes zum Geburtstag, das Frühstück mit Mama und Papa, das Essen, das mittags auf dem Tisch steht, und vieles mehr. Nichts ist selbstverständlich, was uns nicht dankbar sein lassen könnte.

In der Abschlussandacht im Heiligtum hieß es dann, die Einladung des Königs zur Hochzeitsfeier seines Sohnes (Mt 22) ernst zu nehmen und jeden Tag Goldgräber zu sein, um die kleinen guten Dinge im Alltag zu sehen. Dazu lädt das selbst gebaute Goldsieb ein. Mit einem gemeinsamen Schuss vor dem Heiligtum aus den selbst gebauten Pistolen ging das Treffen zu Ende.

Zum nächsten Treffen lädt die SMJ Jungs ab neun Jahren im Frühjahr 2027 ins Haus Mariengrund ein. Weitere Informationen und Anmeldung per E-Mail unter smj-muenster@gmx.de.


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