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Schönstatt-Diözesanpriester und Priesterliga begehen 50. Weihetag des Moriah-Heiligtums
Rund 100 Personen waren gekommen, um das 50. Jubiläum des Heiligtums auf Berg Moriah zu feiern. Die feierliche Lichterprozession zum Heiligtum hat der Musikverein aus Simmern mitgestaltet (Foto: Schönstatt-Priesterliga)
Mch/Peter Lauer. Vor genau 50 Jahren wurde das Heiligtum auf Berg Moriah in Simmern eingeweiht. Am Montag, 12. Oktober, haben Angehörige der Schönstatt-Priesterliga und der Schönstatt-Diözesanpriester den Weihetag ihres Familienheiligtums begangen. Eine Lichtprozession zum Heiligtum hat diesen festlichen Tag beschlossen.
Dr. Rudolf Weinert aus Mainz hat stellvertretend für die Schönstatt-Priesterliga zum Jubiläum gratuliert (Foto: Peter Lauer)
Rund 100 Menschen waren am Montag, 12. Oktober, zum Haus Moriah und zum Heiligtum gekommen. Unter den Feiernden: Dr. Peter Wolf. Der ehemalige Generalrektor des Schönstatt-Instituts der Diözesanpriester, hat über den ersten Generalrektor, Hermann Gebert, eine Biografie verfasst, die er feierlich übergeben konnte. Gratulant war neben vielen anderen auch der Mainzer Domkapitular Dr. Franz Rudolf Weinert.
In einer Festmesse brachten die Schönstatt-Priesterliga und die Schönstatt-Diözesanpriester ihren Dank zum Ausdruck. Der aktuelle Generalrektor, Marcelo Cervi, konnte viele Impulse setzen und stand der Festmesse am Morgen vor. Nicht mitfeiern, aber sich aus Lateinamerika zuschalten konnten sich viele dem Haus und dem Heiligtum verbundenen Priester aus Lateinamerika und Burundi.
In der abschließenden Lichterprozession wurde die enge Gemeinschaft besonders spürbar – war doch das Heiligtum das erste Gebäude auf Berg Moriah, das gebaut und 1976 eingeweiht wurde.
Die Geschichte des Hauses Moriah und des Heiligtums
Das Haus Moriah und das zugehörige Heiligtum sind Treffpunkt, Kern und Herz der Schönstatt-Priesterliga und des Instituts der Schönstätter Diözesanpriester. Das Institut der Schönstatt-Diözesanpriester wurde von Pater Kentenich kurz nach seiner Rückkehr aus dem Dachauer KZ am 18. Oktober 1945 gegründet. Haus Moriah wurde 1980 eingeweiht. Der Felsenbrunnen ist ein Symbol für Gottes Präsenz in der Schönstatt-Geschichte; die vier Meilensteine der Schönstatt-Geschichte (18. Oktober 1914, 20. Januar 1942, 31. Mai 1949 und 22. Dezember 1965) sind darin dargestellt. Das Wasser läuft den Brunnen herunter und läuft in die 12 Rinnen. Dies symbolisiert die Welt: Das priesterliche Selbstgeben sollte alle Enden der Welt erreichen. Der Fels ist auch der Grundstein des Hauses.
Das Heiligtum auf Berg Moriah war das erste Gebäude, das gebaut und eingeweiht wurde. Es ist das Familienheiligtum der Schönstatt-Priesterliga und des Instituts der Schönstatt-Diözesanpriester (Foto: Peter Lauer)
Der Dachau-Altar als Kostbarkeit im Haus Moriah
Eine besondere Kostbarkeit ist der Altar aus dem Priesterblock 26 im KZ Dachau. Der Altar und der Tabernakel wurden von den Häftlingen selbst gebaut. Viele Priester trafen sich um diesen Altar, wann immer sie Erlaubnis hatten, den Gottesdienst zu feiern. Ein Jahr, nachdem Pater Kentenich in Dachau eingeliefert wurde, durfte er dort am 19. März 1943 die heilige Messe feiern. Der seliggesprochene Karl Leisner wurde dort am 17. Dezember 1944 zum Priester geweiht.
Das Moriah-Heiligtum
Das Heiligtum war das erste Gebäude, das auf diesem Berg im Jahr 1976 gebaut wurde. Der Grundstein besteht aus zwei Teilen: Ein Stein aus Rom, aus der Nähe vom Petrusgrab und von Papst Paul VI. gesegnet, und der andere ist ein Stein aus dem Urheiligtum.
