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25. September 2026 | Schoenstatt | 

Nach langer Zeit: Das Café Kentenich öffnet seine Pforten


Pater Felix Geyer ISch ließ es sich nicht nehmen, am Dienstag, 15. September, die Räume des wiedereröffneten Café Kentenich zu segnen (Foto: Schwester Francine-Marie Cooper)

Pater Felix Geyer ISch ließ es sich nicht nehmen, am Dienstag, 15. September, die Räume des wiedereröffneten Café Kentenich zu segnen (Foto: Schwester Francine-Marie Cooper)

Mch. Das Café Kentenich steht wie kein anderes für den Gründer Schönstatts, Pater Josef Kentenich. An seinem Todestag, dem 15. September, hat es im Missionshaus auf Berg Schönstatt neu eröffnet. Der Zeitpunkt war bewusst gewählt: Genau acht Jahre zuvor, am 15. September 2018, war das Café im Bundesheim erstmals eröffnet worden. Damals war es ein Geschenk der Jungen Frauen an Pater Josef Kentenich zu seinem 50. Todestag. Im Café Kentenich möchte das Team um Andrea Wehner Begegnung mit Pater Josef Kentenich ermöglichen.

Weil es im Bundesheim nicht dauerhaft bleiben konnte, wurde nach einem neuen Ort für das Café gesucht. Jahre vergingen – doch die Idee blieb lebendig. Nun hat das Café Kentenich im Missionshaus einen neuen Platz gefunden.

Die Liebe zum Detail ist an jeder Ecke im Café Kentenich spürbar. Freundlichkeit und Wertschätzung treffen dort auf gutes Essen und den schönstättischen Geist (Foto: Schwester Francine-Marie Cooper)

Die Liebe zum Detail ist an jeder Ecke im Café Kentenich spürbar. Freundlichkeit und Wertschätzung treffen dort auf gutes Essen und den schönstättischen Geist (Foto: Schwester Francine-Marie Cooper)

Ein Café mit einer besonderen Geschichte

Die Wiedereröffnung fand im Rahmen der ersten Kentenich-Tage statt. Nach der Heiligen Messe zum Todestag Pater Kentenichs am 15. September waren die Teilnehmer zu einem festlich vorbereiteten Frühstück eingeladen. Bewegungsleiter Pater Felix Geyer ISch segnete die neuen Räumlichkeiten und erinnerte dabei an die ursprüngliche Sendung des Missionshauses: Von hier aus wurden junge Frauen in die ganze Welt ausgesandt. Sie gingen dorthin, wo sie gebraucht wurden, und brachten ihre Fähigkeiten, ihre Kraft und ihren Glauben ein.

Heute sieht diese Sendung laut Pater Felix anders aus. Die Menschen müssen nicht unbedingt weit weggehen. Manchmal beginnt Mission ganz in der Nähe – bei einem Gespräch, einer Tasse Kaffee und einem offenen Ohr. Das Café Kentenich möchte genau ein solcher Ort sein: ein Ort, an dem Menschen dem Schönstatt-Gründer begegnen und echte Menschlichkeit erleben können.

Nachdem das Café Kentenich aus dem Bundesheim ausziehen musste, hat es im Missionshaus auf Berg Schönstatt eine neue Heimat gefunden (Foto: Schwester Francine-Marie Cooper)

Nachdem das Café Kentenich aus dem Bundesheim ausziehen musste, hat es im Missionshaus auf Berg Schönstatt eine neue Heimat gefunden (Foto: Schwester Francine-Marie Cooper)

„Früher war das Missionshaus der Ort, von dem aus junge Frauen in alle Welt ausgesandt wurden. Sie gingen dorthin, wo sie gebraucht wurden, wo ihr Einsatz, ihre Kraft, ihre Hingabe und ihr persönliches Ideal gefragt waren. Im Auftrag der Gemeinschaft und getragen von ihrem Glauben stellten sie ihre Fähigkeiten in den Dienst dessen, was vor Ort konkret notwendig war“, stellt der Bewegungsleiter heraus.

Das Missionshaus beherbergt heute das Café Kentenich. Hier gehe es darum, einander zu begegnen, Gastfreundschaft zu erleben und Gemeinschaft ganz konkret erfahrbar zu machen. Menschen kämen zusammen, begegneten sich von Mensch zu Mensch und von Herz zu Herz, sagte Pater Felix.

„Gerade darin liegt eine wichtige Mission für unsere Zeit. In einer Welt, in der Menschlichkeit und zwischenmenschliche Begegnung oft infrage stehen, braucht es Orte, an denen Menschen willkommen sind, sich austauschen und Gemeinschaft erfahren können. Gastfreundschaft, ein gutes Gespräch, eine Tasse Kaffee und die Erfahrung echter Nähe werden so zu etwas sehr Konkretem und Wertvollem. Menschlichkeit zu ermöglichen und Begegnung zu fördern: Dafür steht das Café Kentenich. Es knüpft an die Sendung des Missionshauses an und übersetzt sie in die Herausforderungen und Bedürfnisse der Gegenwart.“

„Das Echte ist wertvoller denn je“

Andrea Wehner steht für einen Kreis junger Frauen, die das Café Kentenich mittragen. Für sie trifft die Wiedereröffnung einen Nerv unserer Zeit: „Im Zeitalter von KI, Social Media usw. ist das Echte, das reale Gegenüber wertvoller denn je. Echte Begegnungen. Echtes Zuhören. Echtes Interesse. Echte Freude am Gegenüber. Menschlichkeit.“ Genau das ist das Besondere am Café Kentenich: Hier geht es nicht um ein möglichst spektakuläres Programm. Es geht um Menschen.

Das Café Kentenich soll ein Ort der Begegnung sein. So sagte es am Eröffnungstag auch Andrea Wehner: „Im Zeitalter von KI, Social Media usw. ist das Echte, das reale Gegenüber wertvoller denn je. Echte Begegnungen. Echtes Zuhören. Echtes Interesse.“ (Foto: Schwester Francine-Marie Cooper)

Das Café Kentenich soll ein Ort der Begegnung sein. So sagte es am Eröffnungstag auch Andrea Wehner: „Im Zeitalter von KI, Social Media usw. ist das Echte, das reale Gegenüber wertvoller denn je. Echte Begegnungen. Echtes Zuhören. Echtes Interesse.“ (Foto: Schwester Francine-Marie Cooper)

Schönstatt-Gründer Pater Josef Kentenich selbst gehört zur Geschichte dieses Ortes. Gastgeber und Beziehungsknüpfer in diesem Café soll – wie von Anfang an – er selbst sein. Er hat das Missionshaus 1966, vor 60 Jahren, eingeweiht. Und in den Räumen, die nun für sein Café zur Verfügung stehen, hat er damals seinen 81. Geburtstag gefeiert. Andrea Wehner sagte: „Dieses Café Kentenich steht mehr denn je – gerade nach den Unruhen der letzten Jahre um seine Person – als ein Denkmal für einen Gründer, dem nichts wichtiger und wertvoller war, als der Mensch, mit dem er gerade Zeit verbrachte.“

Ein Denkmal, in das man hineingehen kann

Das Café Kentenich könne ein „Denkmal für einen Gründer“ sein, dem nichts wichtiger und wertvoller war, als der Mensch, mit dem er gerade Zeit verbrachte. Doch es ist ein ungewöhnliches Denkmal: Man kann hineingehen, dort sitzen, miteinander reden und es selbst mit Leben füllen. Vielleicht ist genau das die schönste Einladung.

Nächste Gelegenheit dazu ist am 18. Oktober von 13.30 bis 15 Uhr während der Pater-Kentenich-Begegnungszeit im Café Kentenich (Berg Schönstatt 2, 56179 Vallendar-Berg Schönstatt).


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