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31. August 2026 | Deutschland | 

Kapellchenfest in Berlin-Frohnau und ein dankbarer Rückblick auf 100 Jahre Marienschwestern


55 Jahre Kapellchenfest und 100 Jahre Schönstätter Marienschwestern. Das wurde am 22. August im Schönstatt-Zentrum in Berlin-Frohnau gefeiert. Ausgelassen und voller Dankbarkeit haben die rund 100 anwesenden Besucherinnen und Besucher Begegnung und Austausch erlebt und auf die Geschichte Schönstatts in Berlin zurückgeschaut (Foto: Natascha Neumann)

55 Jahre Kapellchenfest und 100 Jahre Schönstätter Marienschwestern. Das wurde am 22. August im Schönstatt-Zentrum in Berlin-Frohnau gefeiert. Ausgelassen und voller Dankbarkeit haben die rund 100 anwesenden Besucherinnen und Besucher Begegnung und Austausch erlebt und auf die Geschichte Schönstatts in Berlin zurückgeschaut (Foto: Natascha Neumann)

Natascha Neumann. Dankbarkeit, Begegnung und lebendige Schönstatt-Geschichte: Mit diesen Worten lässt sich das 55. Kapellchenfest der Berliner Schönstatt-Familie in Frohnau zusammenfassen. Am 22. August stand der Tag auch ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums: 100 Jahre Schönstätter Marienschwestern. Rund 100 Personen waren gekommen, um gemeinsam zu feiern, zurückzublicken und dankbar auf das Wirken der Schwestern und die Geschichte Schönstatts in Berlin zu schauen.

Viele Jubiläen – eine Geschichte des Segens

Zu Beginn des Festtages wurden noch einige weitere besondere Jubiläen in Erinnerung gerufen, die deutlich machten, wie reich die Schönstatt-Geschichte in Berlin von den Anfängen bis heute ist. Vor fünf Jahren wurde das Goldene Kapellchenjubiläum gefeiert – 50 Jahre Viktoria-Patris-Heiligtum und 75 Jahre Pilgernde Gottesmutter. 2026 begehen die Schönstätter Marienschwestern ihr 100. Jubiläum. Den Berlinerinnen und Berlinern war es eine Freude, dass auch zwei Marienschwestern, Schwester M. Erika Kölzer und Schwester Julia-Maria Waschneck aus Borken beim Festtag dabei waren.

Die Geschichte reichte aber noch weiter zurück: Vor 110 Jahren hielten die ersten Sodalen, Albert Eise, Leo Prellwitz, Wilhelm Waldbröll und Peter Römer in Berlin ihre Gruppenstunden. Damit wurde der Samen Schönstatts in Berlin eingesät – und die Saat ging auf. Bis heute wächst und wirkt die Schönstatt-Bewegung in der Hauptstadt.

110 Jahre Schönstatt-Geschichte in Berlin, 100 Jahre Schönstätter Marienschwestern, 50 Jahre Viktoria-Patris-Heiligtum, 75 Jahre Pilgernde Gottesmutter und 55 Jahre Kapellchenfest: wahrlich genug Gründe, um in Dankbarkeit und Vertrauen in die Zukunft zu feiern und Gott zu loben (Foto: Natascha Neumann)

110 Jahre Schönstatt-Geschichte in Berlin, 100 Jahre Schönstätter Marienschwestern, 50 Jahre Viktoria-Patris-Heiligtum, 75 Jahre Pilgernde Gottesmutter und 55 Jahre Kapellchenfest: wahrlich genug Gründe, um in Dankbarkeit und Vertrauen in die Zukunft zu feiern und Gott zu loben (Foto: Natascha Neumann)

Ein Gottesdienst mit Blick auf Gottes Bund mit den Menschen

Prälat Dr. Stefan Dybowski, der im Erzbistum Berlin für die Ordensgemeinschaften verantwortlich ist, stand der heiligen Messe als Hauptzelebrant vor. Konzelebranten waren Pfarrer Jacek Grzymala, leitender Pfarrer des Pfarreiverbundes St. Franziskus, und ebenfalls aus der Pfarrei zwei Herz-Jesu-Priester, Pater Ryszard Krupa und Pater Dr. Cleber Sanches und Pater Michael Czysch aus Schönstatt, der Pater Klaus Krenz betreut hatte. Dieser war vor wenigen Wochen verstorben.

In seiner Predigt nahm Prälat Dr. Dybowski die Festgemeinde mit in die Bundesgeschichte Gottes mit den Menschen. Er schlug dabei eine Brücke zum Schönstätter Liebesbündnis: Gott geht mit den Menschen einen Bund ein und lädt sie ein, auf seine Liebe zu antworten. Gerade im Liebesbündnis wird diese Beziehung zu Gott und zu Maria im persönlichen Leben konkret und lebendig.

Zeit für Begegnung und Erinnerung

Nach dem Gottesdienst entstanden beim gemeinsamen Mittagsimbiss viele intensive Gespräche und Begegnungen. Alte Bekanntschaften wurden aufgefrischt, neue Kontakte geknüpft und Erinnerungen an gemeinsame Schönstatt-Zeiten ausgetauscht. Anschließend richtete sich der Blick in einer Gedenkzeit auf den erst kürzlich verstorbenen Pater Klaus Krenz. Viele in der Berliner Schönstatt-Familie verbinden persönliche Erinnerungen und dankbare Erfahrungen mit ihm. In Stille und Gebet wurde seines Lebens und seines Wirkens gedacht.

2026 begehen die Schönstätter Marienschwestern ihr 100. Jubiläum. Der neue Schwesternfilm ließ die 100-jährige Geschichte der Gemeinschaft lebendig werden und zeigte, wie die Schwestern seit ihrer Gründung Menschen begleiten, Glauben vermitteln und Schönstatt an vielen Orten lebendig halten. Beim anschließenden Quiz über die Gemeinschaft der Schönstätter Marienschwestern konnten die Frauen und Männer ihr Wissen auf die Probe stellen. Mit viel Freude und mancher überraschenden Erkenntnis wurde über die Geschichte der Schwesternfamilie gestaunt.

Was als kleiner Same vor 110 Jahren in Berlin-Frohnau begonnen hat, trägt nun Früchte im Engagement vieler Menschen, die aus dem Liebesbündnis mit der Gottesmutter ihre Kraft und ihren Glauben schöpfen (Foto: Natascha Neumann)

Was als kleiner Same vor 110 Jahren in Berlin-Frohnau begonnen hat, trägt nun Früchte im Engagement vieler Menschen, die aus dem Liebesbündnis mit der Gottesmutter ihre Kraft und ihren Glauben schöpfen (Foto: Natascha Neumann)

Unterwegs zu den Wurzeln Schönstatts in Berlin-Frohnau

Ein weiterer Höhepunkt war die anschließende Dankandacht, die am Bildstöckchen begann. Von dort zogen alle in einer Prozession mit Dankesrosen und der Jubiläumskerze der Schwestern zum Kapellchen. Zum Schluss erneuerten alle gemeinsam das Liebesbündnis – ein bewegender Moment, der die Verbindung mit Maria und die Verbundenheit innerhalb der Schönstatt-Familie neu erfahrbar machte.

Ein wunderbarer Moment war das Singen des Jubiläumsliedes durch die Marienschwestern. Musikalisch wurden die Gebetszeiten von Marcel Pape am Keyboard und mit Geige sehr professionell begleitet. Seine Musik gab den Gebetszeiten eine besondere Atmosphäre und trug dazu bei, dass dieser Nachmittag zu einer festlichen Feier wurde.
Zum Schluss der Andacht waren alle zu einem bunten Tüchertanz eingeladen. Ein fröhlicher und beschwingter Moment, der noch einmal die Freude über das gemeinsame Fest zum Ausdruck brachte.

„Es war ein wunderschöner Tag“

Dass dieser besondere Tag die Menschen erreicht hatte, zeigten die vielen positiven Rückmeldungen. Eine Teilnehmerin sagte: „Ich habe mich sehr wohlgefühlt.“ Eine andere fasste ihre Eindrücke so zusammen: „Es war ein wunderschöner Tag und ich nehme viel mit.“ Solche Rückmeldungen sind ein schönes Zeichen dafür, dass das Kapellchenfest in Berlin-Frohnau nicht nur ein Blick zurück war, sondern vor allem ein Fest der Gemeinschaft, des Glaubens und der Hoffnung.

Ein besonderes Geschenk der Begegnung

„Eine ganz persönliche Freude durfte ich selbst erleben. Unter den Gästen entdeckte ich eine langjährige, liebe Weggefährtin aus Köln, mit der ich einige Jahre im Führungsteam der Schönstatt-Frauenbewegung mitgewirkt hatte“, berichtet die Autorin dieses Textes. Das Wiedersehen nach längerer Zeit sei für beide eine große Freude gewesen. Erinnerungen an gemeinsame Wegstrecken wurden ausgetauscht und so manche Geschichte aus vergangenen Jahren wurde lebendig. Ein frohes Wiedersehen – und ein echtes Geschenk dieses Festtages.

Dankbar für 100 Jahre und voller Zuversicht für die Zukunft

Das 55. Kapellchenfest war mehr als eine Jubiläumsfeier. Es war ein Tag, an dem deutlich wurde, wie Geschichte und Gegenwart, Erinnerung und Aufbruch, persönlicher Glaube und Gemeinschaft miteinander verbunden sind.
Dankbar schauen die Menschen auf 100 Jahre Wirken der Schönstätter Marienschwestern, auf 110 Jahre Schönstatt-Geschichte in Berlin und auf all die Menschen, die in diesen Jahrzehnten ihren Beitrag geleistet haben. Was vor 110 Jahren in Berlin mit den ersten Sodalen begann, ist zu einer lebendigen Saat geworden.

Und so dürfen die Menschen auch heute darauf vertrauen: Gott lässt wachsen, was im Vertrauen auf ihn und im Liebesbündnis mit Maria gesät wird. Dankbar blicken die Berlinerinnen und Berliner zurück – und voller Hoffnung nach vorn.

Mehr Informationen zum Schönstatt-Zentrum in Berlin gibt es unter www.schoenstatt-berlin.com.


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