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Reger Austausch bei der Regional-Konferenz der Schönstatt-Familienbewegung in München
Vertreter und Verantwortliche der Bayerischen Diözesen trafen sich am 1. August 2026 zur Regional-Konferenz im Schönstatt-Zentrum in München. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich über Projekte und Ziele der Gemeinschaften in den einzelnen Diözesen aus. Schwerpunkt war und ist die Beziehungsarbeit und die Vernetzung untereinander (Foto: Miller)
Petra und Manuel Miller, Schwester Anastasia Brand. Am 1. August 2026 fand die zweite Konferenz der Region Bayern statt. Die erste Konferenz tagte bereits im Frühjahr mit den Diözesen Rottenburg-Stuttgart und Freiburg, die dritte mit der Region Mitte-Ost-Nord folgt am 17. Oktober 2026 in Dietershausen. Der Hintergrund: Das Leitungsteam der Schönstatt-Familienbewegung hat für 2026 nicht zu einer traditionellen Jahreskonferenz rund um den 18. Oktober nach Schönstatt, sondern zu drei regionalen Konferenzen mit erweitertem Kreis eingeladen.
Bayern war Vorreiter
Bayern war bereits im vergangenen Jahr die Pioniergruppe, die sich zu solch einer Regional-Konferenz in Kösching traf. Das Resümee war so positiv, dass das Experiment ausgeweitet und ausschließlich regionale Treffen stattfinden sollten. Eine Erweiterung des Personenkreises war ein zusätzlicher Gewinn. So waren auch Familien eingeladen, die aktuell kein Amt oder eine konkrete Verantwortlichkeit in der Familienbewegung haben. Die Freude und Motivation daran, Schönstatt zu bauen, waren derselbe verbindende Nenner der Gruppe.
Ehepaare der Diözese München-Freising im Austausch (Foto: Miller)
Vier Diözesen waren mit bis zu vier Familien vertreten und so kam eine Gruppe von über 30 Personen zusammen. Manche hatten viel eingesetzt, um an diesem Treffen dabei zu sein. Zum Einstieg stellten sich die Paare mit einem Symbol aus deren Schönstatt-Geschichte vor.
Blick auf die Arbeit in den Diözesen: Wachstums-Chancen und -Schwierigkeiten in der Familienarbeit
Dem Bericht aus den Diözesen fügten sich die Punkte an, wo es Wachstums-Chancen gibt und wo Schwierigkeiten Wachstum behindern. SundayTimes und Candle-light-Dinner sind Projekte, die sich inzwischen etabliert haben. Dance & Pray findet in München schon seit Jahren statt, in Kösching absolvierten einige Familien beim zweiten Familientrainer-Kurs dieses Jahr ihre Ausbildung, FamilienurlaubPLUS ist in Memhölz ein ansprechendes und gut nachgefragtes Angebot. Wachstumsrunden mit jungen Ehepaaren und Familien sind am Entstehen. Wachstum ist also deutlich sichtbar und spürbar, was auch die Teilnahme von jungen Ehepaaren bei der Konferenz abbildete.
Immer wieder wurden die zu hohen Kosten von Unterkunft, Verpflegung und Anreise erwähnt, weshalb statt Wochenenden eher Tagesveranstaltungen zustande kommen. Neben den Kosten spüren die Teilnehmer auch, dass deren Zeit und Kraft an Grenzen stößt. Einig waren sich die Konferenz-Teilnehmer, dass die Hauptarbeit der Beziehungspflege gilt.
Zusammentragen der Projekte, Ideen und Herausforderungen der jeweiligen Diözesen (Foto: Wittmann)
Blick auf die Arbeit in der Zentrale: Schönstatt ist in Bewegung
„Jetzt möchten wir erzählen, dass wir als Zentrale auch was tun“, begann Pater Ludwig Güthlein humorvoll die Erzählungen von dem, was in Schönstatt läuft und in Bewegung ist. Da ist das Heiligtum der Familien, das auf dem Berg Nazareth neu erbaut werden will, die Kündigung der Sakristei als wichtigen Schönstattort beim Urheiligtum und manche offenen Fragen.
Schwester Anastasia Brand berichtete von dem fruchtbaren Austausch mit der ungarischen Familienbewegung und deren „Lebensschul-Momenten“. Manuela und Peter Miller stellten strategische Formate vor, wie Ehevorbereitung, EheStartUp und Wachstumsrunden. Mit einem Impuls richtete Pater Ludwig Güthlein den Blick auf die wachsende Bedeutung des Beitrags der Familie für Kirche und Gesellschaft und auch für Schönstatt. Umfragen und Studien zufolge ist Familie nach wie vor der „Top-Wert“. Zugleich wird zunehmend erlebt, dass Schönstatt, bisher vor allem von Hauptamtlichen getragen, sich in ein Schönstatt der Familien verändert.
Die Ehepaare der Diözesen Eichstätt und Regensburg im Austausch. (Foto: Miller)
Die Gruppe ließ sich von einem Text des Schönstatt-Gründers Pater Josef Kentenich inspirieren, der als Gründungsurkunde des Hausheiligtums gilt und in dem er von der „Neugründung Schönstatts in den Häusern“ spricht.
Zur vertiefenden Arbeit hieß es noch einmal: „Ich glaube, dass wir wachsen können!“ und die Diözesen sichteten nach allem bisher gesagten Potenziale und Zukunftslinien für ihren Verantwortungsbereich. Der Wunsch war da, einen nächsten Schritt zu benennen. So wird in der Schönstatt-App die Gruppe „Regional-Konferenz Bayern“ erstellt, auf der Materialien und Informationen ausgetauscht werden können. „Besonders schön war, dass wir einander kennengelernt haben“, war das Resümee einer Familie. „Wir möchten uns mehr in der Familienbewegung einbringen“, lautete der Vorsatz einer jungen Familie.
Bei der heiligen Messe wurde die Ernte des Tages zusammengetragen und Gottes Gegenwart gefeiert. Viele nutzten im Anschluss den Austausch und es wurden weitere Ideen entwickelt. In acht Stunden wurde einiges geschafft und weitergedacht. Manches konnte nur angerissen und nicht zur Zufriedenheit aller beschlossen werden. Doch war das einladende Leitungsteam der Familienbewegung froh und dankbar, dass 30 Personen ihre Kraft und Zeit eingebracht haben und in der Region Bayern mitarbeiten.
Die unterschiedlichen Generationen und Blickwinkel brachten Dynamik in die Gespräche. Ob es im kommenden Jahr wieder eine Regional-Konferenz Bayern, das traditionelle Jahreskonferenz-Treffen in Schönstatt oder ein Online-Treffen der Teilnehmer geben wird, blieb offen.
Mehr Informationen zur Schönstatt-Familienbewegung gibt es hier.
Das Leitungsteam der Familienbewegung Deutschland lud zur Regional-Konferenz ein. (Foto: Wittmann)
