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Aufstieg zum ewigen Tabor: Schwester Maribirga Overhaus verstorben
Im Alter von 81 Jahren ist die Marienschwester Maribirga Overhaus am Samstag, 1. August, verstorben. Fast 40 Jahre lang hat sie die Schönstätter Gebetsgemeinschaft geleitet (Foto: Schönstätter Marienschwestern)
Mch. Am Samstag, 1. August 2026, ist Schwester Maribirga Overhaus im Alter von 81 Jahren verstorben. Sie war für die Schönstätter Gebetsgemeinschaft als Marienschwester und Anbetungsschwester verantwortlich und hat sich für dieses Apostolat fast 40 Jahre lang eingesetzt.
Schwester Maribirga Overhaus kam gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in Nottuln, Kreis Coesfeld, zur Welt. Ihr Vater fiel im Zweiten Weltkrieg. Die Mutter schlug sich nach dem Krieg mit dem kleinen Mädchen und den beiden älteren Brüdern alleine durch und zog nach Münster. Dort lernte Maria - so wollte der Vater das Kind nennen, falls es ein Mädchen sein würde - die Schönstatt-Bewegung kennen. Maria machte eine Ausbildung zur Buchhändlerin und arbeitete in diesem Beruf.
Maria Overhaus wird Marienschwester
1965 meldete sie sich zum Eintritt bei den Schönstätter Marienschwestern - Anbetungsschwestern an. Die Ansprachen von Pater Josef Kentenich auf Berg Schönstatt im Jahr 1966 bewegten sie - besonders die Predigt über das Gebet vom 7. August 1966 war ihr zeitlebens kostbar und blieb Ausdruck ihrer Sehnsucht. Sie sorgte, dass diese als Broschüre herausgegeben und vielen zugänglich gemacht wurde.
Apostolische Anbetungsschwester
Schwester Maribirga arbeitete von 1980 bis 2017 für die Schönstätter Gebetsgemeinschaft, einem Apostolatsprojekt des Schönstattwerks. Dieses entstand 1950 in der Wallfahrtsbewegung zur Unterstützung der Anbetungsschwestern. Ab 1980 widmete sie ihm ihre ganze Liebe und Kraft. Sie war eine engagierte Führerpersönlichkeit, die sich mit Humor und Einfühlung für die Menschen einsetzte und mit ihrem Team alles gab für die jährlichen Treffen in Schönstatt und an den verschiedenen Zentren.
Eine Frau aus der Gebetsgemeinschaft schreibt zu ihrem Heimgang: „Schwester Maribirga beschenkte uns aus ihrer eigenen inneren Fülle heraus nicht nur mit Anregungen und froh machenden Erlebnissen, sondern gerade auch durch die Art, wie sie jedes Mitglied aufnahm. Unkompliziert, vorbehaltlos und mit der ihr eigenen Fröhlichkeit. Jeder Kummer, jede Sorge fand ihr aufmerksames Ohr und Ermutigung und Hoffnung durch die Gewissheit, dass sie durch ihr Gebet Begleitung und Hilfe geben würde. Sie war Seelsorgerin im besten Sinne, der man absolut vertrauen konnte.
Die größte Freude war ihr das Liebesbündnis als Gebetsgemeinschaft 1982 und jeder Bündnisschluss späterer Mitglieder. Wir verdanken Schwester Maribirga viel und erinnern uns ihrer mit tiefer Dankbarkeit. Nun wird sie durch ihre Fürbitte weiterwirken.“
Das „Taborfest" geht auf Schwester Maribirga zurück
In ihrer fast 40-jährigen Tätigkeit für diesen Kreis hat sie immer wieder Neues angestoßen, etwa die Feier des „Taborfestes“ um das Fest „Verklärung des Herrn“, das liturgisch am 6. August gefeiert wird. Die Mitglieder der Gebetsgemeinschaft bereiten sich jährlich auf diesen Tag mit einer Novene vor. Tief berührt uns, dass sie gerade während dieser neun Tage des Aufstiegs zum Berg der Verklärung nun in die Ewigkeit gerufen wurde.
Requiem und Beisetzung von Schwester Maribirga
Das Requiem für sie wird am Mittwoch, 5. August, um 11 Uhr in der Anbetungskirche auf Berg Schönstatt in Vallendar gefeiert. Die Beerdigung auf dem Schwesternfriedhof wird im Anschluss an das Requiem stattfinden.
Am Taborfest, das im Anbetungshaus am 9. August geplant ist, wird für Schwester Maribirga gedankt und Erinnerungen an ihre Person und Sendung geteilt.
Die Kondolenzadresse lautet anbetungsschwestern@s-ms.org.
