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11. Februar 2015 | International | 

Daniel Lozano ist neuer Rektor des internationalen Schönstatt-Zentrums Belmonte


Daniel Lozano  (Foto: Ali Sol)

Daniel Lozano  (Foto: Ali Sol)

Hbre. Am 2. Februar wurde Daniel Lozano, Argentinier mit italienischen Wurzeln, als neuer Rektor des internationalen Schönstatt-Zentrums Belmonte in Rom eingeführt. Ende November 2014 hatte Erzbischof Eduardo Eliseo Martín der Erzdiözese Rosario Lozano für diese Aufgabe freigestellt. Er ist Mitglied des Schönstatt-Institutes Diözesanpriester und gehört derzeit zur Generalleitung seiner Gemeinschaft. Rom ist für Lozano kein unbekanntes Pflaster. Er hat an der päpstlichen Fakultät für Theologie das Lizentiat in Spiritualität erworben. Später war er in seiner Heimatdiözese als Professor und Studentenseelsorger an verschiedenen Universitäten eingesetzt und hat sich gleichzeitig in der lokalen Schönstattfamilie engagiert. Lorenzo ist Nachfolger von Pfarrer Stefan Müller, Deutschland, der diese Aufgabe aus gesundheitlichen Gründen im September 2014 aufgeben musste. Der nachfolgende Bericht von www.schoenstatt.org vermittelt Eindrücke der Feier der Amtseinführung.

Wie schön ist es, der Kirche von Rom einen Dienst zu tun

Der reparierte Krug aus der Erzdiözese Rosario (Foto: Ali Sol)

Der reparierte Krug aus der Erzdiözese Rosario (Foto: Ali Sol)

ROMA-BELMONTE, www.schoenstatt.org, mda. Beinahe hätte der Krug aus Rosario dann doch nicht im Heiligtum gestanden. Denn der Krug aus Rosario, der Diözese, aus der der neue Rektor des internationalen Schönstattzentrums Belmonte in Rom kommt, ist der, der beim Zusammenbruch eines Zeltes bei den Jubiläumsfeiern im Oktober 2014 am meisten beschädigt wurde. Notdürftig geflickt, stand er am Morgen des 2. Februar im Schrank. "Bild der beim Hinausgehen auf die Straße verunglückten Kirche", sagt jemand. Wie die Ur-Peregrina. Wie das Bild der Gottesmutter für das Heiligtum hier in Belmonte. Die im Hinausgehen verunglückte Kirche, das im Einsatz für die Menschen verunglückte Schönstatt, hat es hier einen Platz? Ja, sagt Rektor Daniel Lozano. Ja. Das schöne Symbol der Trauben auf dem Krug ist unbeschädigt. Im Heiligtum in Rosario steht eine Kopie dieses Kruges, den die Schönstätter von dort damals zur Einweihung des Heiligtums in Belmonte geschenkt haben, jenes Heiligtums, dessen Rektor einer von ihnen in ein paar Stunden werden wird. Vorsichtig trägt Monsignore Dr. Peter Wolf, der zur Amtseinführung des neuen Rektors nach Rom gekommen ist, den Krug aus Rosario zum Heiligtum und stellt ihn auf den Altar. Jetzt ist alles bereit für die Feier an diesem 2. Februar 2015, auf den Tag 49 Jahre nach dem Pater Kentenich hier auf diesem Gelände von seinem Traum eines Schönstatt im Herzen und Dienst der Kirche gesprochen hat.

Der neue Rektor von Belmonte bei der Prozession zum Gottesdienst (Foto: Ali Sol)

Der neue Rektor von Belmonte bei der Prozession zum Gottesdienst (Foto: Ali Sol)

Statio beim Bildstock, bei dem schon Pater Kentenich gebetet hatte  (Foto: Ali Sol)

Statio beim Bildstock, bei dem schon Pater Kentenich gebetet hatte  (Foto: Ali Sol)

Für den Traum Pater Kentenichs von einem lebendigen Schönstatt mitten im Herzen der Kirche und in ihrem Dienst

Rektor Daniel Lozano erzählt von der Begegnung mit seinem Bischof bei der Frage, ob dieser ihn für den Dienst als Rektor von Belmonte freistellen würde. "Wie schön ist es, der Kirche von Rom einen Dienst zu tun", sei dessen spontane Antwort gewesen. Wenige Wochen später erfolgte das Ja zu diesem Dienst. Und so will der neue Rektor sein Wirken auf Belmonte auch verstehen – als einen Dienst an der Kirche von Rom, als einen Dienst an der römischen und italienischen Schönstattfamilie und an der Schönstattfamilie der ganzen Welt, die immer öfter und immer lieber zu unser aller Heiligtum pilgert, so wie am 20. Januar die Ehepaare aus Argentinien, Chile, Paraguay und Deutschland, die zum Kongress des Päpstlichen Rates für die Familien in Rom waren, oder wie kommende Woche eine Frau aus der Schönstatt-Bewegung der USA, die ihre ganze Pilgergruppe mitbringen will.

"Das ist unser aller Heiligtum", sagt er. Als erstes möchte er mehrsprachige Schilder aufstellen lassen, damit sich Menschen aller Länder hier verstanden und aufgenommen wissen, und natürlich soll es hier auch immer, wie im Oktober so gut erlebt, mehrsprachige Broschüren, Souvenirs von Belmonte, Literatur in mehreren Sprachen und vieles mehr geben.

Was ihn besonders bewegt? Die vielen Antworten auf seinen Brief an die Besucher von Belmonte im vergangenen Oktober. So viel Gebet, so viel Freude auf das Mitarbeiten, so viel Bereitschaft, sich mit ihm einzusetzen für Belmonte, für den Traum von Pater Kentenich.

Rektor Daniel möchte sich zur Verfügung stellen für den Traum Pater Kentenichs von einem lebendigen Schönstatt mitten im Herzen der Kirche. Und was ist sein Traum, sein kühnster Traum? Er lacht. "Mein Traum? Dass Papst Franziskus nach Belmonte kommt und wir es ihm dann schenken!"

Von unten hinauf

Die schlichte Feier beginnt gegen vier Uhr nachmittags am Bildstock im unteren Bereich des Geländes. Nach und nach füllt sich der kleine Platz vor dem Bildstock: Pater Giovanni Riba, der neue Leiter der Schönstatt-Bewegung in Italien, hat die Schönstattfamilie Roms eingeladen, und viele, die es an diesem Werktag möglich machen können, sind gekommen. P. Giovanni Riba und ein Mitbruder aus Nigeria, die Marienschwestern, die in der italienischen Schönstatt-Bewegung wirken, Schw. Lubia, Schw. Thomasine und Schw. Elisabet vom Cor Ecclesiae-Heiligtum in der Stadt, P. Valentino, der im April letzten Jahres hier das Liebesbündnis geschlossen hat, die Angestellten von Belmonte, Pfr. Georg Egle und Pfr. Frantisek Jirasek, Leute aus der Nachbarschaft und sogar eine "Delegierte" vom ersten Filialheiligtum der Welt in Uruguay, die beruflich gerade in Rom ist: sie alle sind gekommen.

Ein beeindruckender Blick geht von diesem kleinen Bildstock am tiefsten Punkt des Geländes über die Baustelle hinauf zum fast fertigen Tagungshaus, darüber das Heiligtum ... Von unten hinauf geht der Weg. Immer wieder. Im Herabsteigen Jesu, indem er ganz nach unten gegangen ist, sind wir erlöst. Nur von dort geht es hinauf. Es passt, dieser Krug aus Rosario, zusammengesetzt aus Scherben.

Gottesdienst im DOMUS PATER KENTENICH mit Übergabe der Ernennungsurkunde (Foto: Ali Sol)

Gottesdienst im DOMUS PATER KENTENICH mit Übergabe der Ernennungsurkunde (Foto: Ali Sol)

Gebet zum Abschluss im MATRI ECCLESIAE Heiligtum  (Foto: Ali Sol)

Gebet zum Abschluss im MATRI ECCLESIAE Heiligtum  (Foto: Ali Sol)

Verbunden mit dem Hirtendienst von Papst Franziskus

Nach der Segnung der Kerzen und einem Abschnitt aus dem Vortrag Pater Kentenichs vom 2. Februar 1966 geht es, mit schwungvollen italienischen Liedern gegen Kälte und Regen ansingend, in Prozession zum Domus Pater Kentenich, wo die Amtseinführung im Rahmen einer heiligen Messe stattfindet, die von einer Gruppe der römischen Schönstattfamilie sehr schön musikalisch gestaltet wird. Priester aus fünf Nationen und drei Kontinenten stehen am Altar – aus Argentinien, Nigeria, Deutschland, Tschechien und Italien. International ...

"Belmonte und besonders das Domus Pater Kentenich soll ein Ort werden, wo das spirituelle Anliegen und das Charisma unseres Gründers sich ganz verbinden mit dem Hirtendienst des Papstes und im Herzen der Kirche fruchtbar werden", sagt Monsignore Dr. Peter Wolf in der Predigt, die von Roberta Cuccaro ins Italienische übersetzt wird. "Der Rektor von Belmonte kann dieses neue Kirchenbild aber nicht allein verwirklichen. Dazu braucht er uns alle, vor allem die Schönstatt­familie Roms und Italiens und der ganzen Welt. Hier auf Belmonte sollen alle Bemühungen der weltweiten Schönstatt-Bewegung um dieses neue Bild der Kirche zusammen­strömen und für die Kirche fruchtbar werden, damit sie immer mehr „Seele der jetzigen und der kommenden Weltkultur“ werden kann, wie es unser Vater gern ausgedrückt hat".

Gemeinsam

Am Schluss der Messe wünscht P. Giovanni Riba seinem Landsmann, den er schon seit beider Zeit in der Schönstattjugend Argentiniens kennt, dass es ihm glücke, die große Vision Pater Kentenichs hier in kleinen, konkretisierbaren Schritten zu künden. Rektor Daniel Lozano bedankt sich für alles Gebet und alle Unterstützung derer, die hier sind und all derer aus so vielen Ländern, die ihm geschrieben haben, die auf schoenstatt.org in ihren Kommentaren Unterstützung versichert haben, die ihm Startkapital in Form von Audienzbüchern und Belmonteliteratur schenken (gut 40 Audienzbücher sind es schon... aber "Geschenkschluss" ist erst am 28. Februar).

"Belmonte ist nicht deutsch, nicht italienisch, nicht argentinisch, sondern unser aller!" sagt er unter dem Beifall der Anwesenden. "Insieme", gemeinsam, so soll es hier weitergehen, und wie Papst Franziskus schließt er: Betet für mich.

Liebesbündnis

Das tun dann auch alle oben im Heiligtum, wo der Krug aus Rosario auf dem Altar steht. Italienisch, dazwischen ein paar spanische und deutsche Töne, gemeinsam, solidarisch, so erneuern alle das Liebesbündnis. Ein kurzer Moment nur, doch der Höhepunkt dieser Feier.

Begegnung und Gespräch nach der Eucharistiefeier (Foto: Ali Sol)

Begegnung und Gespräch nach der Eucharistiefeier (Foto: Ali Sol)

Im Gespräch

Und dann geht es zurück zu einer Erfrischung mit allerlei italienischen Köstlichkeiten und wunderbar warmem Tee. Es gibt ein Gratulationsständchen, Begrüßungen, Wiedersehen, Freude am neuen Audienzbuch, das in den kommenden Tagen auch in Italienisch hier zur Verfügung steht, und viele Gespräche, die für den engeren Kreis der Mitarbeiter mit einem Abendessen in einem benachbarten Restaurant ausklingt.

Und nachdem am guten Schluss bei strömenden Regen auch noch das auf dem Gelände eingesperrte Auto einer Mitarbeiterin von Belmonte befreit ist, ist dieser 2. Februar trotz des schlechten Wetters ein rundum strahlender Tag gewesen... und der Anfang von neuem Leben rund um unser aller Heiligtum.

Wie sagte Pater Kentenich am 2.2.1966?  "Im Kerne freuen wir uns herzlich zunächst einmal, dass wir beieinander sein dürfen, auch echt menschlich, dass wir also nicht den ganzen Tag das Gesicht in düstere Falten ziehen, sondern menschlich froh sind miteinander, ein Herz und eine Seele; auf der anderen Seite aber auch, dass wir tiefer und tiefer in unsere Schönstattwelt hineinwachsen" (P. Kentenich, 2.2.1965)

Quelle: www.schoenstatt.org

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