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26. Oktober 2026 | Deutschland | 

Schönstatt ist Familie: Regional-Konferenz weckt neue Aufbruchsstimmung


Rund 50 Ehepaare waren es, die zur dritten Regionalkonferenz ins Schönstatt-Zentrum nach Dietershausen gekommen sind. Ehepaare der Diözesen Fulda, Würzburg und Erfurt beim Austausch (Foto: Kröper)

Rund 50 Ehepaare waren es, die zur dritten Regionalkonferenz ins Schönstatt-Zentrum nach Dietershausen gekommen sind. Ehepaare der Diözesen Fulda, Würzburg und Erfurt beim Austausch (Foto: Kröper)

Mch. Junge Familien, neue Ideen und der Wunsch, gemeinsam im Glauben zu wachsen: Bei der dritten und zugleich größten Regional-Konferenz am 17. Oktober in Dietershausen wurde deutlich, wie viel Leben in der Schönstatt-Familienbewegung steckt. Aus sieben Diözesen waren rund 50 Erwachsene mit mehr als 30 Kindern gekommen und entwickelten Perspektiven für die Zukunft – und machten deutlich, was Familien für Schönstatt unverzichtbar macht.

Passend zum Wetter studierten die Kinder mit dem Betreuerteam einen Regenschirm-Tanz ein. (Foto: Kröper)

Passend zum Wetter studierten die Kinder mit dem Betreuerteam einen Regenschirm-Tanz ein. (Foto: Kröper)

Die Freude war groß, sich in einer so großen bunten Gruppe zu treffen. Der schöne Raum des Schönstatt-Zentrums in Dietershausen war brechend voll. Spannend war zu hören, wie die jeweiligen Wege in Schönstatt hineinführten. Beim einen war es der Weg über die Schönstatt-Ehevorbereitung, bei anderen gab und gibt es viele prägende Momente im Heiligtum und bei wieder anderen liegt das Kernerlebnis weiter zurück in den Vorbereitungs-Erlebnissen bei Schönstatt-Großveranstaltungen.

Mit dem Impuls stellte P. Ludwig Güthlein die Wichtigkeit der gelebten Ehespiritualität in Schönstatt, Kirche und Welt heraus (Foto: Kröper)

Mit dem Impuls stellte Pater Ludwig Güthlein die Wichtigkeit der gelebten Ehespiritualität in Schönstatt, Kirche und Welt heraus (Foto: Kröper)

Was lebt in den Diözesen

Anschließend legten die Familien dar, was in ihren Diözesen gut läuft, was nicht, welche Angebote Freude machen und was sie beschäftigt. Auch die Zentrale berichtete von dem, was neu entwickelt wurde, aufgrund strategischer Überlegungen und aktueller Strömungen. Familien sollen nicht nur Arbeiten übernehmen, sondern Gott in ihrem alltäglichen Leben erfahrbar machen. Nach einer Pause, die immer wichtig für Gespräche und Austausch ist, hielt Pater Ludwig Güthlein einen Impuls: Darin betonte er, dass es nicht vor allem darauf ankommt, Aufgaben und Arbeiten auf die Familien zu verteilen. Vielmehr kommt es darauf an, dass die Familie die Ehespiritualität erlebbar macht und immer deutlicher wird: „Schönstatt – das ist Familie. Wir möchten in Schönstatt Ehepaare ermutigen und befähigen, sich einzubringen, denn es ist relevant, dass Familien durch ihre alltägliche Art zu leben, Gott erlebbar machen. Sie haben einen ernst zu nehmenden Beitrag!“

Blüten, Früchte und Wurzeln im Familienbewegungs-Baum

Mittags sammelten sich nach einer kurzen Einführung durch Manuela und Peter Miller die Ehepaare in Gruppen von einer oder mehreren Diözesen, um zu sammeln, wo sie weiterwachsen möchten, wo Neues entstehen kann und wo sie tiefer graben möchten. Zusätzlich die Frage, wo sich die Familien Unterstützung wünschen. So entstand ein reich tragender Baum mit Früchten, als Symbol dafür, was Freude macht und weiterwachsen soll. Auch zahlreiche Blüten als Symbol für Ideen, die neu entstehen, gab es an dem Baum zu entdecken. Daneben auch das Bild der Wurzel, die ein Bild für Elemente darstellt, wo Tiefenwachstum und Wünsche an die Zentrale formuliert wurden. Früchte kamen zum Vorschein, wie FamilienurlaubPlus auf Langeoog, EheStartUp als neues Pionier-Format in Dietershausen, oder Wachstumsrunden, die weitere Inspirationen und Gemeinschaft das Jahr über ermöglichen.

Wachstumschanchen der Diözesen veranschaulicht an einem Familienbewegungs-Baum (Foto: Kröper)

Wachstumschanchen der Diözesen veranschaulicht an einem Familienbewegungs-Baum (Foto: Kröper)

Blüten, die Hoffnung machen, sind das generationsübergreifende Angebot „Wir im Liebesbündnis“ oder die Versetzung eines Diözesanpriesters zum Schönstatt-Zentrum. Von vielen wurde der Wunsch nach geistigem Auftanken der Ehepaare geäußert. Angebote, bei denen sie als Verantwortliche teilnehmen und Nahrung finden können, ohne selbst durch Organisation und Vorbereitung abgelenkt und eingebunden zu sein.

Im anschließenden Austausch kamen noch die Themen Homepage, SchönstattApp und Social Media auf: „Es braucht einen Schönstatt-Influencer.“ Wie kann mehr Vernetzung und Info-Ergänzung funktionieren?

Der nächste Schritt: Angebote zum Liebesbündnis

Nun waren nochmal die Diözesen unter sich, um miteinander zu überlegen, welchen nächsten Schritt sie tun möchten. Was ist realistisch und was nehmen die Teilnehmer der Konferenz für ihre weitere Arbeit mit? Es soll ein Vertiefungsangebot ins Liebesbündnis entstehen, die nachwachsende Generation an die Hand genommen werden, Bestandsaufnahme von Angeboten vor Ort bis zum Dranbleiben an bisher Entstandenem.

Zur dritten Regional-Konferenz der Schönstatt-Familienbewegung trafen sich in Fulda rund 50 Erwachsene, um einander kennenzulernen, gemeinsam weiterzudenken und einander zu inspirieren (Foto: Kröper)

Zur dritten Regional-Konferenz der Schönstatt-Familienbewegung trafen sich in Fulda rund 50 Erwachsene, um einander kennenzulernen, gemeinsam weiterzudenken und einander zu inspirieren (Foto: Kröper)

Dank und schwungvolle Musik mit Familienband

Mit einem feierlichen Abschlussgottesdienst mit mitreißender Musik endete das Konferenz-Treffen und alle waren sich einig, dass dieses Format Laune macht und anspornt. „Es war toll und gibt Hoffnung, die große Zahl auch an jungen Familien zu erleben.“ „Der andere schöne Raum und die unterschiedlichen Generationen waren erfrischend.“ So ein paar Reaktionen nach diesem gefüllten Tag. Es entstand Raum für Gespräche, die Neues eröffnen und entstehen lassen.

Fazit der Zentrale: mehr Teilnehmer als bei der Jahreskonferenz 

In diesem Jahr fand bei der Familienbewegung keine traditionelle Jahreskonferenz in Schönstatt statt, sondern drei Regional-Konferenzen. Die ersten südlichen Diözesen – Rottenburg-Stuttgart und Freiburg – trafen sich mit den Leitungsteams bereits im Frühjahr 2026. Die zweite der bayrischen Diözesen fand Anfang August in München statt. Und nun die dritte der Diözesen aus Mitte, Ost und Norddeutschland in Dietershausen.

Insgesamt nahmen rund 100 Erwachsene daran teil – neben den Amtsträgern einige Familien, die sich in der Familienbewegung engagieren. Weit mehr, als jemals in Schönstatt an der Jahreskonferenz teilgenommen hatten. Auch die jüngere Generation ließ sich durch die regionalen Treffen deutlich besser ansprechen. Die örtlichen Gegebenheiten konnten bei diesen Veranstaltungen besser berücksichtigt werden und vor allem das Kennenlernen und die Vernetzung von Verantwortungsträgern waren gut gelungen. Nicht zuletzt konnte die Zentrale die Paare besser auf- und deren Bedürfnisse wahrnehmen. Wie die nächsten Schritte aussehen, ist noch nicht entschieden, doch ist der Versuch der Regional-Konferenzen sehr erfreulich geglückt.

Jedes Ehepaar stellt sich mit einem Symbol aus der eigenen Schönstatt-Biografie vor (Foto: Kröper)

Jedes Ehepaar stellt sich mit einem Symbol aus der eigenen Schönstatt-Biografie vor (Foto: Kröper)


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