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Zum neuen Jahresmotto: Bündnisfeier im Schönstatt-Zentrum auf dem Marienberg
Bei der Bündnisfeier im Schönstatt-Heiligtum auf dem Marienberg im Erzbistum Bamberg nahm Diözesanpräses Martin Emge Bezug auf den Schwerpunkt des neuen Jahresmottos „Mensch, nicht ohne dich“. Auf die Altarbore zeigend, reflektierte er das Online-Hearing und das Entstehen des neuen Jahresmottos (Foto: Siebenkäs)
Johannes Karl. „Mensch, nicht ohne dich“ lautet das neue Jahresmotto für die Schönstatt-Bewegung Deutschland. Verkündet wurde es am Bündnistag, 18. Oktober 2026, in Schönstatt. Im Schönstatt-Zentrum auf dem Marienberg im Erzbistum Bamberg haben Schönstätterinnen und Schönstätter Bündnistag gefeiert und sich per Livestream zugeschaltet. Johannes Karl hat die Bündnisfeier auf dem Marienberg zusammengefasst:
Fällt der Bündnistag auf einen Sonntag, ändert sich der Ablauf der Bündnisfeier, wie sie sonst an den Werktagen auf den Marienberg stattfindet. Am Nachmittag starteten wir mit dem Rosenkranzgebet, der Anbetung und der Bündnisfeier, die sich orientierte an dem Bündnisbrief, den Regina Hagmann aus München so gut vorbereitet hat, mit dem Titel „beherzt“. Der starke Impulstext fing mit dem Satz an: „Ein brennendes Herz…“
Ein Satz, der auch ausgezeichnet zu diesem besonderen Bündnistag passte. Schon vor Beginn wurde vor dem Heiligtum gerätselt und fleißig getuschelt, wie wohl das neue Jahresmotto lauten würde. Danach brannte allen das Herz vor lauter Neugierde und Spannung.
Die Erneuerung des Liebesbündnisses war ebenso Teil des Bündnistages auf dem Marienberg wie die eucharistische Anbetung. Diözesanpräses Martin Emge stand ihr vor (Foto: Siebenkäs)
Endlich war es so weit, dass unser Diözesanpräses nach der Erneuerung des Liebesbündnisses mit der Gottesmutter uns geistig nach Schönstatt entführte. Dort verkündete Pater Felix Geyer um 15 Uhr das neue, mit großer Spannung erwartete Jahresmotto. Martin Emge erklärte voller Freude und Begeisterung, wie es entstanden sei: Beim großen Online-Hearing am 17. September wurden Ideen und Gedanken zur Suche nach dem neuen Jahresmotto, gesammelt. Dabei kamen auch viele Sorgen, Nöte und Ängste der Menschen zum Ausdruck. Seitdem wurde dann intensiv um das neue Leitwort gerungen.
Viele der eingebrachten Gedanken hatten eines gemeinsam: die Sorge darüber, wie zerrissen Menschen sind. Zerrissen durch unterschiedliche gesellschaftliche Strömungen, aber auch die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz werfen Fragen und Zukunftsängste auf. Schon heute werden Roboter im Krieg eingesetzt. Menschen fragen sich, ob sie eines Tages von Robotern gepflegt werden oder durch künstliche Intelligenz ihren Arbeitsplatz verlieren und damit vielleicht sogar überflüssig werden. Vor diesem Hintergrund, so Martin Emge, müsse der Mensch wieder stärker in den Mittelpunkt rücken.
Dabei schlug er eine Brücke zur Grundlage der Schönstatt-Spiritualität, die auf der Altarborte in vielen Heiligtümern und auch im Heiligtum der Verbundenheit aufgestickt ist: „Nichts ohne dich – nichts ohne uns.“ Dieser Gedanke sei auch in der neuen Jahreslosung enthalten. Er verwies auf den ersten Teil des Grundsatzes der Schönstatt-Bewegung: „Nichts ohne dich“ – und stellte die neue Formulierung der Jahresmottos in den Mittelpunkt:
„Mensch, nicht ohne dich“
In diesen wenigen Worten steckt eine große Kraft. Denn sie sagen mir: Ich bin als Mensch gefragt. Auf mich kommt es an. Mein Beitrag zählt. Ich bin nicht zu gering, nicht bedeutungslos und schon gar nicht überflüssig. Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen verunsichert sind, ist das eine ermutigende Botschaft.
„Nichts ohne dich, nichts ohne uns“: Aus diesem Teil der Schönstatt-Spiritualität entfaltete sich im September und Oktober das neue Jahresmotto der Schönstatt-Bewegung (Foto: Siebenkäs)
Nach dem Verbrennen der Krugpost meinte eine Schönstätterin: „Eine schöne Jahresparole, die kann ich mir leicht merken. So schön einfach formuliert und doch steckt sehr viel drin!“ Ein Herr fügte hinzu: „Das klingt nach Mitmachen – ich freue mich, wenn wir uns mit diesem Thema beschäftigen, es vertiefen und wie es sich auf meinen Alltag übertragen lässt!“
Ja, gehen wir beherzt mit dem neuen Jahresmotto in die Zukunft – mit Maria, unserer Dreimal Wunderbaren Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt!
