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14. Oktober 2026 | Deutschland | 

Gottesdienst, Paarzeit und tiefe Impulse: Familiensonntag mit 11 Ehepaaren auf der Liebfrauenhöhe


Zum Familiensonntag im Schönstatt-Zentrum Rottenburg-Stuttgart auf der Liebfrauenhöhe waren elf Ehepaare samt Kindern gekommen. Zum festlichen Gottesdienst am Sonntagmorgen, 11. Oktober, war die Krönungskirche gut gefüllt (Foto: Jehle)

Zum Familiensonntag im Schönstatt-Zentrum Rottenburg-Stuttgart auf der Liebfrauenhöhe waren elf Ehepaare samt Kindern gekommen. Zum festlichen Gottesdienst am Sonntagmorgen, 11. Oktober, war die Krönungskirche gut gefüllt (Foto: Jehle)

Mirjam Bosch. Am Sonntag, 11. Oktober, sind elf Ehepaare der Einladung des Schönstatt-Zentrums Rottenburg-Stuttgart auf die Liebfrauenhöhe gefolgt. Eine sehr gut gefüllte Krönungskirche, feierliche Musik, ein Gottesdienst, der fröhlich stimmte und gleichzeitig in die Tiefe führte. Ein Nachmittag zum Auftanken, Austauschen und Zeit zu zweit haben: Das war der Familiensonntag auf der Liebfrauenhöhe.

Feierlicher Gottesdienst

Mit einem unvergesslichen Familiengottesdienst begann auch dieses Mal der Familiensonntag am 11. Oktober auf der Liebfrauenhöhe. Durch den Gottesdienst zog sich das Thema, dass Gott alle Menschen zu sich einlädt, egal ob groß oder klein, reich oder arm. Wie passend, dass genau an diesem Tag nicht nur Familien dabei waren, die sich zum Programm des Familiensonntags angemeldet hatten, sondern gleichzeitig der Gemeinschaftstag des Familienbundes der Diözese Rottenburg-Stuttgart stattfand. So wurden auch hier Menschen unterschiedlicher Gruppen zusammengebracht und feierten gemeinsam den Gottesdienst.

In seiner interaktiven Predigt bezog Domkapitular Holger Winterholer die anwesenden Kinder mit ein. Gott lade alle ein. Ausnahmslos und bedingungslos. Dabei bezog er sich auch auf die Zusage aus dem Buch des Propheten Jesaja (Foto: Jehle)

In seiner interaktiven Predigt bezog Domkapitular Holger Winterholer die anwesenden Kinder mit ein. Gott lade alle ein. Ausnahmslos und bedingungslos. Dabei bezog er sich auch auf die Zusage aus dem Buch des Propheten Jesaja (Foto: Jehle)

Zelebrant Domkapitular Holger Winterholer gestaltete seine Predigt interaktiv mit den vielen Kindern, die sich unterhalb des Altars auf der Treppe versammelt hatten. Durch anschauliche Beispiele verdeutlichte er, dass „Gott uns einlädt und auf uns wartet, dass wir immer zu ihm kommen können, ganz egal wie klein oder wertlos wir uns fühlen, ob mit oder ohne ‚Geschenk‘“. Gott möchte die Menschen aufrichten, er wird „jede Träne abwischen“, wie in der ersten Lesung der Prophet Jesaja zuspricht.

Köstliches Mittagessen mit angeregtem Austausch

Seelisch und geistlich gestärkt ging es danach an die leibliche Stärkung beim Mittagessen. An den Tischen kam es zu angeregten Unterhaltungen. Es wurde viel gelacht und es war ein nettes Beisammensein.

Ehezeit und Kinderbetreuung

Nach der Mittagspause trafen sich die elf teilnehmenden Ehepaare zu einem interessanten Vortrag von Schwester Vernita Weiß, während die Kinder in der Kinderbetreuung einen schönen Nachmittag mit Spiel und Spaß verbrachten.
Der Vortrag ging, ausgehend vom Jahresmotto „Dem Wind trauen – im Sturm glauben“, um die Frage, was den Personen als Ehepartnern im Sturm helfen kann.

Zu Beginn reflektierte jedes Paar in einem kurzen Austausch über die Frage: Was bin ich für ein Typ im Sturm? Fällt es mir eher leicht, dem Sturm standzuhalten? Gerate ich schnell ins Wanken oder blühe ich im Sturm erst so richtig auf? Es ging darum, wie die Menschen aus den täglichen Herausforderungen sogar Energie gewinnen und daran im besten Falle wachsen können. „Wie wir das, was in der Zeit los ist, nehmen, darin den Heiligen Geist erkennen und daraus Energie gewinnen können“, so Schwester Vernita, die ebenso ein Zitat von Schwester M. Joanna Buckley, der Generaloberin des Säkularinstituts der Schönstätter Marienschwestern, einbrachte: „Herausforderungen sind der Führungsstil Gottes.“

Hilfestellungen vom heiligen Ignatius von Loyola

Hierzu gab Schwester Vernita den Ehepaaren ein paar Hilfestellungen an die Hand. Ignatius von Loyola mit seiner bekannten Unterscheidung der Geister kann bei Entscheidungen eine Hilfe sein. Man könnte sich fragen: „Welche Antwort schenkt mehr Liebe, Freiheit und inneren Frieden oder führt zu Enge, Angst und Selbstrechtfertigung?“
Sich selbst einmal zu erinnern, wann und wo man das letzte Mal innere Ruhe und Frieden gespürt hat, kann einen Hinweis darauf geben, wo die jeweils innere Tankstelle ist. Oder in den Worten des Apostels Paulus gesprochen: „Prüft alles und das Gute behaltet.“

Nach dem Input folgte eine Zeit, in der jedes Ehepaar für sich ins Gespräch über das Gehörte kommen konnte. Etwas, das im gefüllten Alltag oft hinten herunterfällt. In der anschließenden Austauschrunde gab es Gelegenheit, Gedanken oder offene Fragen mit den anderen Paaren zu teilen.

Neben einer Paarzeit, in der die Kinder betreut wurden, gab es für die elf anwesenden Ehepaare auch viele Impulse für das Leben im Alltag. Schwester Vernita Weiß sprach beispielsweise auch über die Lehren des heiligen Ignatius von Loyola (Foto: Jehle)

Neben einer Paarzeit, in der die Kinder betreut wurden, gab es für die elf anwesenden Ehepaare auch viele Impulse für das Leben im Alltag. Schwester Vernita Weiß sprach beispielsweise auch über die Lehren des heiligen Ignatius von Loyola (Foto: Jehle)

Kaffee, Kuchen und gemeinsamer Ausklang

Beim gemeinsamen Kaffee und Kuchen trafen sich Eltern und Kinder wieder. Es war schön zu sehen, wie zufrieden und glücklich die Kinder aus der Kinderbetreuung kamen und sich unter den Erwachsenen noch gute Gespräche ergaben. „Es ist ein großer Schatz, dass wir die Liebfrauenhöhe so um die Ecke haben“, sagte eine junge Familie, die ganz in der Nähe wohnt und für die die Familiensonntage bereits fester Bestandteil ihrer Jahresplanung geworden sind.

Die nächsten Familiensonntage finden aufgrund des Familienfestivals in Schönstatt 2027 am 7. März und 24. Oktober 2027 statt.


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