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Zum Jubiläum: Die Lichtsäule als Geschenk der Marienschwestern an die Gottesmutter
Sie steht direkt vor dem Bild der MTA in der Anbetungskirche: die Lichtsäule, entworfen und umgesetzt von der Künstlerin Maria Jesus Fernandez Ortiz (Foto: Chrobok)
Mch. Die Lichtsäule vor dem Bild der Dreimal Wunderbaren Mutter in der Anbetungskirche ist ein Geschenk der Schönstätter Marienschwestern an die Gottesmutter. Die Lichtsäule ist Denkmal und Dank für die 100-jährige Geschichte, die Gott mit den Marienschwestern geschrieben hat und noch schreibt.
Wer die Lichtsäule gestaltet hat und wie sie gestaltet ist
Die Künstlerin Maria Jesus Fernandez Ortiz hat die Lichtsäule entworfen und 2026 umgesetzt. Der Leuchter, der vor dem MTA-Bild in der Anbetungskirche auf Berg Schönstatt steht, besteht aus einer hellen Bronze-Legierung. „Der ganze Leuchter wirkt nicht so sehr durch einzelne Symbole, sondern gibt als Ganzes Zeugnis von unserer Erfahrung und unserer Zuversicht: Maria ist das Licht unserer Hoffnung“, heißt es von den Marienschwestern.
„Fiat“ und „Maria“ sind auf dem Sockel, der wie die Säule selbst aus einer Bronze-Legierung besteht, zu lesen. Diese Worte erinnern die Marienschwestern an ihre Berufung und ihr Charisma (Foto: Chrobok)
Auf dem quadratförmigen Sockel ist ein Kreis eingelassen. Die Idee dahinter: Die Formen symbolisieren einerseits die Natur mit den vier Himmelsrichtungen und das Göttliche, das, als Kreis gedacht, keinen Anfang und kein Ende hat und in die Natur eintritt. Verschiedene Steine gestalten die Kreisvertiefung zusätzlich, darunter:
- Marmor aus dem Steinbruch, aus dem die Steine für das Pflaster im Palast des Herodes gefertigt sind und auf dem Jesus Christus seinen Leidensweg begann,
- Basalt aus dem Fundament des Urheiligtums,
- Tuffstein von der Gründerkapelle und
- Schieferstein aus dem Boden der Anbetungskirche.
Im Sockel sind die Worte „Fiat Maria“ zu lesen. Sie erinnern an das „Fiat“, das „Ja“ Mariens zum Willen Gottes und seinem Heilsplan für die Menschen. Daraus erwachsen Berufung und Sendung. Pater Josef Kentenich sagte dazu: „Der Sinn unseres Marienseins oder unseres Schönstattseins ist einfach: Maria werden. Das ist dieser große Werdeprozess, das ist die Marienwerdung unseres Lebens.“
Blumen sind am unteren Teil der Lichtsäule zu sehen. Sie stehen stellvertretend für Schönstatt als Garten (Foto: Chrobok)
Blumen als Symbol für Schönstatt als Garten Gottes
Lilien, Rosen und Veilchen zieren den unteren Teil der Lichtsäule. Maria wird in der Tradition oft mit einem Garten gleichgesetzt – auch in vielen Kirchenliedern. Die Blumen erinnern auch an das Leitbild Schönstatts: Die Schönstatt-Bewegung solle laut Pater Josef Kentenich ein Garten Gottes, ein Mariengarten sein. Ein Raum, in dem freie Menschen wachsen und sich entfalten, die wie Maria in der Kraft des Heiligen Geistes Christus in die Welt tragen und sie im Geist des Evangeliums erneuern.
Die Himmelsleitern auf der Lichtsäule stehen für den dynamischen Weg, den Gott mit jedem Menschen und mit der Schönstatt-Bewegung geht. Mit den Marienschwestern seit 100 Jahren und weiter in die Zukunft (Foto: Chrobok)
Himmelsleitern verleihen der Lichtsäule Dynamik
Beim genauen Blick auf die Lichtsäule fallen Himmelsleitern auf. Sie sind Zeichen für den Weg, den Gott jeden Menschen und jede Gemeinschaft führt. Blaue Emaille-Stücke verleihen diesem Teil der Säule eine „marianische Dynamik“. Gottes Wege sind immer Wege ins Licht, so undurchsichtig und dramatisch sie auch sein mögen.
Sterne krönen die Lichtsäule
Im oberen Teil der Lichtsäule sind Sterne erkennbar – sie stellen den Sternenkranz der Muttergottes dar. Maria ist das große Zeichen am Himmel und – so heißt es in der Offenbarung des Johannes – die Frau, die Christus, den Sieger über Tod und Teufel, zu den Menschen bringt (vgl. Offb 12,1).
Im Lichtglas aus fein geschliffenem Alabaster brennt das Licht, das aus dem Urheiligtum geholt, zum Gründergrab in der Anbetungskirche getragen und zur Lichtsäule gebracht wurde. Das immerwährende Brennen des Lichtes ist Zeichen für den Heiligen Geist und das von ihm geschenkte Charisma Pater Josef Kentenichs. „Wie Maria Licht der Hoffnung sein für viele“ – das ist Anspruch, Gabe und Aufgabe der Schönstatt-Bewegung. Heute, morgen und die nächsten 100 Jahre.
Lichtsäule, Feuersäule, Gottesmutter
Die Lichtsäule in der Anbetungskirche auf Berg Schönstatt erinnert an die Wolken- und Feuersäule, die die Israeliten auf ihrem Weg durch die Wüste leitet. Im Buch Exodus heißt es deshalb: „Der Herr zog vor ihnen her, bei Tag in einer Wolkensäule, um ihnen den Weg zu zeigen, bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten. So konnten sie Tag und Nacht unterwegs sein. Die Wolkensäule wich bei Tag nicht von der Spitze des Volkes und die Feuersäule nicht bei Nacht.“ (Ex 13,21–22).
Die Wolken- und Feuersäule ist das Zeichen: Gott ist da; er geht voran und weist den Weg durch die Wüste der Zeit – seinem Volk Israel, der Kirche heute, Schönstatt, allen Gläubigen. In Schönstatt wird erfahren: „Gottesmutter, du bist da. Du bist mit uns auf dem Weg durch die Höhen und Tiefen des Lebens. Unsere Mutter, Königin und Siegerin.“
Die Lichtsäule ist wie ein Leuchtturm im Meer des Lebens. Die Lichtsäule kann auch erinnern an die vielen Säulen auf Bergesgipfeln oder auf Plätzen inmitten einer Stadt, auf denen eine Statue der Gottesmutter steht.
