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1. Oktober 2026 | Deutschland | 

Mit dem Erzengel Michael: Kapellchenfest in Heilbad-Heiligenstadt


Bei schönem Herbstwetter haben sich rund 350 Personen versammelt, um das Kapellchenfest in Heilbad-Heiligenstadt mitten im Eichsfeld zu begehen. Im Mittelpunkt standen das Heiligtum selbst und das vorgezogene Erzengelfest (Foto: Eberhard Jakob)

Bei schönem Herbstwetter haben sich rund 350 Personen versammelt, um das Kapellchenfest in Heilbad-Heiligenstadt mitten im Eichsfeld zu begehen. Im Mittelpunkt standen das Heiligtum selbst und das vorgezogene Erzengelfest (Foto: Eberhard Jakob)

Mch. Aus dem ganzen Eichsfeld und darüber hinaus kamen über 350 Wallfahrinnen und Wallfahrer zum Kapellchenfest nach Heilbad-Heiligenstadt. Im Schönstatt-Zentrum „Kleines Paradies“ feierten sie am Sonntag, 27. September, den Schutzpatron Deutschlands, den Erzengel Michael.

Wegen der großen Feierlichkeiten des Jubiläums zum 100?jährigen Bestehen der Marienschwestern in Schönstatt war der Festgottesdienst um eine Woche vorgezogen worden. Rund 350 Wallfahrerinnen und Wallfahrer sind aus dem Eichsfeld und darüber hinaus zusammengekommen.

Der Erzengel Michael, hier auf dem Gemälde von Christina Hasenleder dargestellt, ist der Patron Deutschlands und der Anführer der himmlischen Heerscharen (Foto: Eberhard Jakob)

Der Erzengel Michael, hier auf dem Gemälde von Christina Hasenleder dargestellt, ist der Patron Deutschlands und der Anführer der himmlischen Heerscharen (Foto: Eberhard Jakob)

Im Mittelpunkt der Predigt, die Prof. Dr. em. Hermann-Josef Röhrig hielt, stand ein Bild, das die Heiligenstädter Künstlerin Christina Hasenleder gemalt hat, und das mit seiner reichen Symbolik das aufgreift, was in jedem Kapellchen seit 1914 zu sehen ist: der Erzengel Michael. Er ist der Beschützer der Kirche, Patron Deutschlands und derjenige, der die Menschen in Europa zusammenbringen und zusammenhalten kann. Davon zeugen die uralten Michaelsheiligtümer quer durch Europa und an den geografischen Enden in allen Himmelsrichtungen. Der Erzengel Michael wird auch angefleht im Kampf gegen das Böse, das sich oft unter Masken verbirgt, immer dort am Werk ist, wo dem Menschen die personale Würde  abgesprochen wird, oder Strukturen durchsetzt mit Hass und Lüge, Denunziation und Verrat.

„Nein“: das erste Wort der gefallenen Engel

Das macht auch nicht vor den Türen der Kirche Halt, weil das Heilige nach dem Zeugnis der Schrift auch ganz offensichtlich das Satanische und Dämonische anzieht. Mehrmals in der Geschichte der Kirche hat sich dieser Erzengel Michael als eine Wirklichkeit von Erfahrung gemeldet. Seine Botschaft benötigt Dolmetscher und zugleich aufnahmebereite Ohren und Herzen. Daran erinnerte das moderne Lied „Quis ut Deus“ am Abschluss der Messe. Die Melodie wurde von einigen Besuchern noch in der anschließenden Zeit beim Mittagessen und bei der Begegnung gesummt. „Nein“ war das erste Wort der gefallenen Engel, Nein zu Gott. Michael ist ein Ja. „Quis ut Deus“ – Wer ist wie Gott? Gott ist das Ja zu uns Menschen, welches er in seinem Sohn Jesus Christus verwirklicht hat (vgl. 2 Kor 1,20).

Der anschließende Mittagsimbiss, dieses Mal ganz gemütlich draußen bei schönstem Sommerwetter, lud viele zum Bleiben ein. Als Zwischenveranstaltung konnte der Film „Von innen her“ über die Gemeinschaft der Marienschwestern angeschaut werden. Eine kleine Vernissage von der Künstlerin Frau Christina Hasenleder, lud ein zum Schauen, Verweilen und ins Gespräch kommen.

Prof. Dr. em Hermann-Josef Röhrig stand der Festmesse am Kapellchenfest vor. Gestaltet wurde sie von einer kleinen Musikgruppe. Zum Klang von Orgel, Harfe, Klarinette und Horn waren Litaneien, Lieder zur Muttergottes und den Engeln zu hören (Foto: Eberhard Jakob)

Prof. Dr. em Hermann-Josef Röhrig stand der Festmesse am Kapellchenfest vor. Gestaltet wurde sie von einer kleinen Musikgruppe. Zum Klang von Orgel, Harfe, Klarinette und Horn waren Litaneien, Lieder zur Muttergottes und den Engeln zu hören (Foto: Eberhard Jakob)

Um 14 Uhr begann vom Haus her ein kurzer Pilgerweg zum Heiligtum „Einheit in Freiheit“, das als Dank für die geschenkte Deutsche Einheit am 3. Oktober 1992 eingeweiht wurde. Hier wurde das Liebesbündnis mit Maria erneuert.

Weitere Informationen zum Schönstatt-Zentrum „Kleines Paradies“ im Eichsfeld gibt es unter www.kleines-paradies-hig.de.


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