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22. September 2026 | Schoenstatt | 

Die Zukunft des Schönstatt-Zentrums Maria Rast ist gesichert


Von links nach rechts: Schwester M. Erika Kölzer (Provinzökonomin), Herr Sacha Reichelt (Bürgermeister der Stadt Euskirchen), Christoph Böhnke (Hotelmanager Kloster Steinfeld), Schwester Marisa Spickers (Provinzoberin), Wolfgang Scheidtweiler (Geschäftsführer Kloster Steinfeld), Schwester M. Antonia Segebarth (Hausleiterin Maria Rast), Pater Lambertus Schildt SDS (Geschäftsführer Kloster Steinfeld) (Foto: Schwester Julia-Maria Waschneck)

Von links nach rechts: Schwester M. Erika Kölzer (Provinzökonomin), Herr Sacha Reichelt (Bürgermeister der Stadt Euskirchen), Christoph Böhnke (Hotelmanager Kloster Steinfeld), Schwester Marisa Spickers (Provinzoberin), Wolfgang Scheidtweiler (Geschäftsführer Kloster Steinfeld), Schwester M. Antonia Segebarth (Hausleiterin Maria Rast), Pater Lambertus Schildt SDS (Geschäftsführer Kloster Steinfeld) (Foto: Schwester Julia-Maria Waschneck)

Das Haus Maria Rast in Euskirchen-Kreuzweingarten erhält eine langfristige Zukunftsperspektive: Die Schönstätter Marienschwestern bekommen zum 1. Januar 2027 starke Partner an die Seite. Das Kloster Steinfeld und die Familie Scheidtweiler. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten suchten die Schönstätter Marienschwestern nach einer Zukunftslösung für ihr Anwesen in Maria Rast. Verbindungen zur Familie Scheidtweiler und dem Kloster Steinfeld werden jetzt konkret und schaffen eine neue und zukunftssichernde Perspektive.

Der traditionsreiche Standort Maria Rast bleibt erhalten und wird vom Kloster Steinfeld und der Familie Scheidtweiler als neuer Bestandteil der Eifel-Klosterfamilie weitergeführt. Grundlage der Übernahme ist ein Erbbaurechtsvertrag, der die langfristige Nutzung und Entwicklung des Areals sichert. Dabei steht nicht allein die Immobilie im Mittelpunkt. Vielmehr soll ein über Jahrzehnte gewachsener Ort der Begegnung, Gastfreundschaft und Spiritualität erhalten und zugleich behutsam weiterentwickelt werden.

„Maria Rast ist ein besonderer Ort mit einer großen Geschichte. Unser Ziel ist es, das Bestehende zu bewahren und gleichzeitig eine Perspektive für die Zukunft zu schaffen. Maria Rast soll ein Ort bleiben, an dem Menschen ankommen, Gemeinschaft erfahren und neue Kraft für Leib und Seele schöpfen können“, erklärt Wolfgang Scheidtweiler.

Kontinuität für Gäste, Mitarbeiter und Schwestern

Ein wichtiger Bestandteil der Vereinbarung ist die Sicherung des laufenden Betriebs. Das bestehende Gästehaus wird weitergeführt, und die Übernahme der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist gesichert. Damit bleiben nicht nur Arbeitsplätze erhalten, sondern auch Erfahrung und Kompetenz, die den Standort über viele Jahre geprägt haben.
Auch die Verbindung zu den Schönstätter Marienschwestern bleibt bestehen. Ein Teil der Schwestern, die heute in Maria Rast leben, wird weiterhin am Standort bleiben und die zukünftige Entwicklung des Hauses begleiten und unterstützen.

„Wir freuen uns und sind dankbar, dass wir als Schwestern weiterhin in Maria Rast präsent bleiben und unsere religiöse Arbeit wie bisher fortsetzen können für die vielen Menschen, die das Heiligtum der Dreimal Wunderbaren Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt besuchen und unsere Angebote wahrnehmen“, berichtet Schwester Marisa Spickers, Provinzoberin der Schönstätter Marienschwestern. Damit soll das geistliche und spirituelle Profil von Maria Rast auch künftig sichtbar bleiben.

Ein Ort mit besonderer Geschichte

Haus Maria Rast befindet sich in Kreuzweingarten vor den Toren Euskirchens. Das historische Herrenhaus wurde 1899 für die Familie von Mallinckrodt errichtet und steht heute unter Denkmalschutz. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte das Anwesen an die Schönstätter Marienschwestern, die dort eine Bildungsstätte entwickelten.

Auch die Verbindung zur Schönstatt-Bewegung ist außergewöhnlich: Am 2. Juli 1950 wurde in Maria Rast das erste Schönstatt-Heiligtum auf europäischem Boden außerhalb des ursprünglichen Schönstatt-Ortes in Vallendar eingeweiht. Im Jahr 2025 wurde das 75-jährige Bestehen dieses Heiligtums gefeiert. Diese Geschichte macht Maria Rast zu einem Ort, an dem sich Baukultur, Gastfreundschaft und Spiritualität auf besondere Weise verbinden.
Bewahren und weiterentwickeln: Mit der Übernahme eröffnet sich zugleich die Möglichkeit, vorhandene Gebäude und Flächen langfristig weiterzuentwickeln.

Für Kloster Steinfeld und die Familie Scheidtweiler steht dabei fest:
Die Geschichte des Ortes soll nicht beendet, sondern fortgeschrieben werden. Mit Maria Rast erweitert die Familie Scheidtweiler ihr Engagement für bedeutende historische und geistlich geprägte Orte in der Eifel.
Zum Verbund gehören künftig insgesamt vier Standorte:

  • Kloster Steinfeld bei Kall als zentraler Standort,
  • Kloster Mariawald auf dem Kermeter bei Heimbach,
  • das ehemalige Benediktinerinnenkloster in Steinfeld, heute Standort der Trappistinnen von Maria Frieden,
  • sowie künftig Haus Maria Rast mit der Schönstatt-Kapelle und den Schönstätter Marienschwestern in Euskirchen-Kreuzweingarten.

Dabei soll jeder Standort seine eigene Identität und Geschichte bewahren. Gleichzeitig entstehen Möglichkeiten für Austausch und Zusammenarbeit innerhalb der Eifel-Klosterfamilie.

„Wir sehen die vier Standorte nicht als gleichartige Häuser, sondern als eigenständige Orte mit jeweils ganz eigener Geschichte und Ausstrahlung. Was sie verbindet, ist der Gedanke, diese besonderen Orte zu erhalten, mit Leben zu füllen und für kommende Generationen zugänglich zu machen“, so Wolfgang Scheidtweiler.

Ein gemeinsamer Blick nach vorne

Die Fortführung von Haus Maria Rast zum 1. Januar 2027 ist damit mehr als ein Wechsel der Trägerschaft. Sie steht für den Versuch, Tradition und Zukunft miteinander zu verbinden: Der bestehende Betrieb bleibt erhalten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten eine Perspektive, die Schwestern bleiben dem Ort verbunden – und gleichzeitig entsteht Raum für neue Ideen. Aus einem traditionsreichen Haus vor den Toren Euskirchens soll so ein weiterer lebendiger Baustein der Eifel-Klosterfamilie werden.

„Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit den Menschen, die Maria Rast heute tragen und prägen, diesen Weg zu gehen. Ein solcher Ort lebt nicht allein von seinen Gebäuden, sondern vor allem von den Menschen, die ihn mit Leben erfüllen“, sagt Wolfgang Scheidtweiler.


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