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Symposium im polnischen Koszalin: "Der neue Mensch"
Mit dem heiligen Papst Johannes Paul II. und Schönstatt-Gründer Pater Josef Kentenich beschäftigen sich verschiedene Referenten am Samstag, 7. November, im polnischen Koszalin. Thema ist der ganzheitliche Mensch und dessen Herausforderungen aus christlicher Sicht (Foto: Matthias Chrobok/Canva)
Mch. Wie kann der Mensch angesichts der Herausforderungen unserer Zeit zu einem „neuen Menschen“ werden? Dieser Frage widmet sich ein Symposium am Samstag, 7. November 2026, im polnischen Koszalin. Hintergrund dieser Veranstaltung war eine Fachtagung im März in Schönstatt. Inspiriert von diesem Treffen, hatte Prof. Dr. habil. Janusz Bujak von der Universität Stettin die Idee für ein wissenschaftliches Symposium zum Menschenbild des heiligen Johannes Pauls II. und Pater Josef Kentenichs.
Mit dem Symposium versuchen die Veranstalter und Referenten, theologische, anthropologische und gesellschaftliche Perspektiven zu beleuchten, und möchten die Gedanken dieser beiden Persönlichkeiten miteinander ins Gespräch bringen. Dabei geht es um die Würde und Berufung des Menschen, seine Freiheit und Verantwortung sowie um die Frage, wie christlicher Glaube heute zu einer ganzheitlichen Sicht auf den Menschen beitragen kann.
Der Mensch in Freiheit und Verantwortung
Der Tag beginnt um 9 Uhr mit der Heiligen Messe mit Krzysztof Zadarko, Bischof von Koszalin-Ko?obrzeg. Nach der Messe startet das Symposium mit der ersten von insgesamt vier Sessions. Ab 10 Uhr beschäftigen sich zwei Referenten mit dem Menschenbild bei Johannes Paul II. und Josef Kentenich.
Prof. Dr. Michal Polak spricht über „Verwurzelung, Freiheit und Verantwortung als Dimensionen des Menschseins in der Lehre von Johannes Paul II.“ Anschließend widmet sich Schwester Dr. M. Nurit Stosiek der Frage: „Wie wird der Mensch wieder zum echten Menschen, zum wahren Christen?“ Die Marienschwester nimmt dabei Pater Kentenichs Anthropologie vor dem Hintergrund der Angriffe auf das christliche Menschenbild in den Blick.
Eine neue, befreiende Perspektive
In der zweiten Session sprechen zunächst Dr. Maria Pelz und Prof. Dr. Stefan Pelz über Schritte zu einer ganzheitlichen Liebesfähigkeit der Person im Denken Karol Wojtylas/Johannes Pauls II. Er gilt als Begründer der „Theologie des Leibes“. Darin geht es um Gott, Liebe, Sexualität und den Sinn des Lebens. Der Papst sah besonders im Leib eine göttliche Offenbarung und ein Instrument, um wieder neu die ursprüngliche Berufung des Menschseins zu entdecken. Im Anschluss daran widmet sich Schwester M. Patricia Stewart der Frage, wie die Wurzel des Menschseins saniert werden kann: „Natürlich-übernatürlich lieben lernen“ – ein zentraler Gedanke aus dem Denken Pater Josef Kentenichs.
Maria als Vorbild des neuen Menschen
Nach der Mittagspause richtet sich der Blick auf Maria als Vorbild des neuen Menschen. In der dritten Session am Nachmittag geht es um die Bedeutung der Gottesmutter sowohl bei Johannes Paul II. als auch bei Josef Kentenich.
Prof. Dr. Janusz Bujak fragt, ob die Orientierung an Maria für Frauen heute noch zeitgemäß sei. Im Mittelpunkt steht dabei die Antwort Johannes Pauls II. im Licht seines Apostolischen Schreibens „Mulieris dignitatem“. Dr. habil. Alicja Kostka spricht danach über die Immaculata als „eine Sehnsucht, die Horizonte der Zukunft eröffnet“.
Damit verbindet das Symposium die personalistische Sicht auf den Menschen mit einer christlichen Perspektive auf Berufung, Beziehung und die Bedeutung Mariens für das menschliche Leben.
Wie kann der Mensch heute Mensch bleiben?
In der vierten Session steht schließlich das „prophetische Potenzial der Botschaft“ im Mittelpunkt. Prof. Dr. Marian Machinek beschäftigt sich mit der Würde der menschlichen Person und dem Gedanken „Jeder Mensch und der ganze Mensch“ bei Johannes Paul II. Unter dem Titel „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“, einem Satz Pater Josef Kentenichs, spricht Prof. Dr. Joachim Söder über die Frage nach der Rettung des Humanen angesichts der Herausforderungen des Posthumanismus.
Eine Podiumsdiskussion bietet schließlich Gelegenheit, die verschiedenen Perspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen. Den Abschluss des inhaltlichen Programms bildet um 16.45 Uhr Pater Eduardo Aguirre ISch, Postulator des Seligsprechungsprozesses von Pater Josef Kentenich.
Informationen und Anmeldung
Das Symposium findet am Samstag, 7. November 2026, in Koszalin (Polen) statt. Das Symposium findet zweisprachig (Deutsch/Polnisch) im Priesterseminar Koszalin statt und ist offen für alle Interessierten. Hauptveranstalter ist das Höhere Priesterseminar der Diözese Koszalin-Kolobrzeg („Wy?sze Seminarium Duchowne w Koszalinie“) in enger Kooperation mit der polnischen Schönstatt-Bewegung („Ruch Szensztacki“). Mehrere polnische Universitäten unterstützen die Veranstaltung. Auf deutscher Seite ist das Josef-Kentenich-Institut mit seinem Präsidenten, Prof. Dr. Joachim Söder, Aachen, beteiligt.
Die organisatorische Betreuung vor Ort, die spirituelle Begleitung und die Koordination der Anmeldungen liegen in den Händen der Schönstätter Marienschwestern auf dem Góra Che?mska („Szensztacki Instytut Sióstr Maryi“).
Um Anmeldung wird gebeten bei Schwester M. Lidia Czerwonka per E-Mail an sr.lidia@s-ms.org.
Das Plakat zum Symposium mit allen Referenten und Vorträgen (Foto: Schwester M. Lidia Czerwonka)
