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Mit der Einzigartigkeit auch andere beschenken: Die "Nacht des Heiligtums" 2026 ist zu Ende
Mit einem Open-Air-Gottesdienst fand die Ndh 2026 ihren Abschluss in Schönstatt. Das ganze Wochenende gab es Impulse, Workshops, Gebetszeiten, Nachtkultur und die große Liebesbündnisnacht beim Urheiligtum (Foto: Matthias Chrobok)
Mch. Nach der Nachtkultur, die bis früh in den Sonntagmorgen ging, waren die Reihen beim Abschlussgottesdienst in der Pilgerarena gut gefüllt. Mit den Worten der Predigt von Pfarrer Bernhard Schmid und einem kurzen Impuls von Bewegungsleiter Pater Felix Geyer ISch wurden die Jugendlichen zurück in ihren Alltag gesandt.
Bis um kurz nach 3 Uhr morgens dauerte die Nachtkultur, die man bei guten Windverhältnissen sogar auf dem Berg Schönstatt hören konnte. Das reichhaltige Angebot in den verschiedenen Zelten wurde genutzt und gut miteinander gefeiert. Das bedeutete aber gleichzeitig auch: Wer gut feiern kann, kann auch frühmorgens aufstehen und den Gottesdienst besuchen. Und so war es: Während des Morgenprogramms trudelten die Jugendlichen ein und bis zum Beginn der heiligen Messe waren die Reihen gefüllt. Die Sonnenschirme, die noch am Freitagabend wegen des Regens zu Regenschirmen geworden waren, schützten nun die Jungs und Mädchen vor der Sonne.
„Der Apfelbaum kann auch keine Kirschen hervorbringen oder andersherum“, sagte Pfarrer Bernhard Schmid und meinte damit, dass jeder das Echte und Authentische an sich entdecken müsse, um es dann für andere einzusetzen und fruchtbar zu machen (Foto: Matthias Chrobok)
Pater Raphael Troxler aus St. Gallen stand der Messe vor, Pfarrer Bernhard Schmid hielt die Predigt. An die jungen Schönstätterinnen und Schönstätter gewandt, sprach er über die Salbung des jungen David durch Samuel: „David bleibt David und das war und ist Gottes Plan - auch für uns“. David stand als Jüngster im Schatten seiner älteren Brüder, wird aber von Gott auserwählt und zum König gesalbt. „David konnte Schafe hüten, aber das reichte Gott“, sagte Schmid und ging noch einen Schritt weiter. Vor dem Zweikampf gegen den Riesen Goliath wurde David die Rüstung Sauls angelegt – aber die war zu groß, sie passte nicht.
Pfarrer Bernhard Schmid: „Seid mutig und zieht eure falsche Rüstung aus“
„Würden wir nicht auch manchmal in Rüstungen stecken, die zu groß sind?“, fragt Pfarrer Schmid die Jugendlichen. Das gesamte Wochenende ging es darum, was es heißt, echt und authentisch zu sein, sich nicht verstellen zu müssen, sondern seine Einzigartigkeit zu leben. „Du bist nicht du nur für dich, sondern auch für andere“, sagte er und machte am Beispiel der NdH deutlich, wie schön und wichtig es ist, seine Talente und Charismen für etwas Großes einzusetzen.
Mit Ruben und Pauline holte er zwei Teilnehmer auf die Bühne vor den Altar. Ruben hält sein Lachen für echt, das er mit vielen auf der NdH geteilt hat. „Egal, ob ich sie bereits kannte oder kennengelernt habe: Ich habe mit allen einfach gelacht und mich gefreut“, summierte er seine Erfahrungen in diesem Jahr. Ähnlich sagte es Pauline, wenn sie von ihrer Lebensfreude sprach, die sie hier spürte und mit vielen Gleichaltrigen teilen konnte.
„Tu das Deine auch für andere“, sprach er den Jugendlichen zu. „Wir hinterlassen Fingerabdrücke wie Spuren von all dem, was wir tun“, und das sei das Einzigartige an uns. Acht Milliarden Menschen gebe es – das klingt auch im Mottolied an –, aber nur einen Menschen mit diesem Fingerabdruck.
"Unique - jetzt echt?!": Drei Tage waren die Jugendlichen dem Echtsein auf der Spur und auf der Suche nach ihrer je eigenen Einzigartigkeit. Pater Felix Geyer ISch beobachtete bei den Jugendlichen Herzensmächtigkeit, Seelenmächtigkeit und Zeugnismächtigkeit. Die Jugendlichen geben dem Glauben ein individuelles Charisma und ein Gesicht (Foto: Matthias Chrobok)
Pater Felix Geyer ISch: „Danke für euer Zeugnis“
Drei Impulse in Form von drei Stichworten gab Bewegungsleiter Pater Felix Geyer ISch den Jugendlichen mit auf den Heimweg. Er schätze und spürte während der vergangenen Tage Folgendes:
- Herzensmächtigkeit: Die starke Gemeinschaft und familiäre Atmosphäre war sehr spürbar in den Gesprächen und im Miteinander.
- Seelenmächtigkeit: Bei der NdH hatten Deeptalk und zu Herzen gehende Momente ebenso Platz wie ausgelassenes Feiern und Party. Diese Mischung mache die NdH seit 20 Jahren aus.
- Zeugnismächtigkeit: In den drei Zeugnissen der jungen Menschen während der Liebesbündnisnacht zeige sich die lebensverändernde Kraft des Bündnisses mit Maria. Dafür seien die Jugendlichen Zeugen.
Sie sehen sich im kommenden Jahr wieder: Neue Bekanntschaften wurden geschlossen, alte Freundschaften aufgefrischt und der Glaube am Urheiligtum gelebt und gefeiert. Das war die NdH 2026 in Schönstatt (Foto: Matthias Chrobok)
