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19. August 2026 | Deutschland | 

Marienschwestern feiern ihr 100. Jubiläum im Schönstatt-Zentrum in Borken


Mit vielen Menschen haben die Schönstätter Marienschwestern ihr 100. Jubiläum im Schönstatt-Zentrum in Borken gefeiert. Am Hochfest Mariä Himmelfahrt drückten ihnen unter anderem auch Vertreter von Kreis und Stadt Borken ihre Wertschätzung und ihren Dank aus. (Fotos: Schwester M. Theresann Zielaskowski)

Mit vielen Menschen haben die Schönstätter Marienschwestern ihr 100. Jubiläum im Schönstatt-Zentrum in Borken gefeiert. Am Hochfest Mariä Himmelfahrt drückten ihnen unter anderem auch Vertreter von Kreis und Stadt Borken ihre Wertschätzung und ihren Dank aus. (Fotos: Schwester M. Theresann Zielaskowski)

Schwester Gertrud Foemer. Mehr als 500 Gläubige haben am 15. August mit den Marienschwestern in der Schönstatt-Au in Borken das 100. Jubiläum gefeiert. Die Gäste erlebten ein buntes und vielseitiges Programm. Unter anderem zeigte der Jubiläumsfilm die Geschichte und Entwicklung der Gemeinschaft. Viele nutzten die Gelegenheit zu einem Blick hinter die Kulissen:

Den Festplatz rund um das Heiligtum in Borken haben Mitarbeiter und viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer einladend hergerichtet. Ein kleines Empfangskomitee begrüßte die Gäste, die nicht nur aus den umliegenden Ortschaften, sondern auch aus Wilhelmshaven, Münster, vom Niederrhein und aus dem Sauerland angereist waren. Damit brachten sie ihre große Verbundenheit mit den Marienschwestern zum Ausdruck. „Danke, dass ich hier Familie und Heimat gefunden habe“, äußerte eine Teilnehmerin.

Viele helfende Hände haben dazu beigetragen, dass sich die Besucherinnen und Besucher rund um das Heiligtum in der Schönstatt-Au in Borken wohl und willkommen gefühlt haben (Foto: Schwester M. Tatjana Seeboth)

Viele helfende Hände haben im Vorfeld dazu beigetragen, dass sich die Besucherinnen und Besucher rund um das Heiligtum in der Schönstatt-Au in Borken wohl und willkommen gefühlt haben.

Vielfältiges Programm: Musik, Heilige Messe, Führung durch das Haus

Bei einer Hausführung konnten die Besucher Räume sehen, die ihnen normalerweise verschlossen bleiben. Für die Familien gab es eine Aktionswiese und Jubiläumskreationen. Mit Herz und Hand durften die Besucherinnen und Besucher erfahren, dass das Heiligtum eine Heimat für alle ist. Zu klangvollen Begegnungsmomenten lud Schwester M. Angela Ginzler in die Kirche ein. Die meditative Gitarrenmusik bot einen Ruhepunkt im Trubel des Festes.

Ein Mosaik zum 100.

Den Höhepunkt des Tages leitete die Feststunde in der dicht gefüllten Aula ein. Eine besondere Freude war, dass der Generaldirektor der Schönstätter Marienschwestern, Dr. Bernd Biberger, an diesem Fest teilnehmen konnte. Das Programm zeigte das Wirken der Schönstätter Marienschwestern – gestern, heute und morgen. Dabei richtete sich der Blick nicht nur auf die weltweite, sondern auch auf die fast 75-jährige Geschichte der Gemeinschaft in Borken.

Als Zeitzeugin nahm die 98-jährige Schwester M. Hermtraut Valentin im Gespräch mit der Moderatorin, Schwester M. Hanna-Lucia Hechinger, die Zuhörer mit in die Anfänge der Marienschwestern in der Kreisstadt. Dort bauten die Marienschwestern unter anderem 1953 eine Realschule auf. Schwester Evamaria Ludwig und Schwester Julia-Maria Waschneck berichteten von ihren Tätigkeitsgebieten, dem Einsatz in der Schönstattbewegung und der Sorge für die wirtschaftlichen Belange der Gemeinschaft.

Propst und Vertreter von Stadt und Kreis dankten den Marienschwestern

In den anschließenden Grußworten brachten die Vertreter von Kreis und Stadt ihre Wertschätzung der Gemeinschaft gegenüber zum Ausdruck. Der stellvertretende Landrat Michael Boland erinnerte daran, dass die Schönstatt-Au 2016 als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden konnte.

Eckhard Rensing (Stadt Borken) wies mit einem Augenzwinkern auf den Doppel-Geburtstag hin, denn die Stadt Borken feiert in diesem Jahr das 800. Jubiläum der Stadtgründung. Propst Andreas Hagemann betonte als Vertreter der Schönstatt-Bewegung im Bistum Münster den vielfältigen Einsatz der Marienschwestern an den verschiedenen Schönstattzentren des Bistums.

Vertreter von Stadt und Kreis blickten mit Dankbarkeit auf das Wirken der Schönstätter Marienschwestern zurück. Gemeinsam mit dem Münsteraner Weihbischof Wilfried Theising waren sie in der Schönstatt-Au, um mit den Marienschwestern zu feiern (Foto: Schwester M. Tatjana Seeboth)

Vertreter von Stadt und Kreis blickten mit Dankbarkeit auf das Wirken der Schönstätter Marienschwestern zurück. Gemeinsam mit dem Münsteraner Weihbischof Wilfried Theising waren sie in der Schönstatt-Au, um mit den Marienschwestern zu feiern.

Zum Abschluss der Feststunde kamen die Schwestern des Provinzhauses auf die Bühne und fassten ihren Dank in einem eigens für diesen Anlass komponierten Lied zusammen. Ein Orchester begleitete die Sängerinnen. „Ganz da zu sein für die Menschen, lasst uns jetzt und immer neu voller Zukunftshoffnung starten, hinein ins Jahrhundert zwei!“ Die Freude sprang über, sodass das Publikum begeistert in die schwungvolle Melodie einstimmte.

Weihbischof Wilfried Theising feiert die heilige Messe in einer übervollen Kirche

Der Himmel öffnete gerade in dem Augenblick seine Schleusen für den seit Wochen erbetenen Regen, als das Fest mit dem Pontifikalamt im Freien seinen Höhepunkt finden sollte. So wurde die heilige Messe kurzerhand zum Hochfest der Gottesmutter in der Verkündigungskirche gefeiert. Die Plätze in der Kirche reichten nicht aus, sodass noch Stühle in der Vorhalle aufgestellt werden mussten. In einer übervollen Kirche Gottesdienst zu feiern, war für viele ein besonderes Erlebnis.

Weihbischof Wilfried Theising, der Regionalbischof des Oldenburger Landes, stand der heiligen Messe als Hauptzelebrant vor. In seiner Predigt wies er auf die Schönstätter Marienschwestern als das erste Säkularinstitut Deutschlands hin. Er betonte, Pater Josef Kentenich sei es ein Anliegen gewesen, eine Gemeinschaft zu gründen, die mitten in der Welt lebe. Mit Blick auf die alten Schwestern, die ein junges Herz bewahrt haben, wünschte er, dass sich junge Menschen von ihrem Beispiel entzünden und für ein religiöses Leben begeistern lassen, um sich für das Reich Gottes zu verzehren.

Der Münsteraner Weihbischof Wilfried Theising überreicht den Marienschwestern eine Jubiläumskerze. Im festlichen Pontifikalamt in der Verkündigungskirche blickte er dankbar auf die Marienschwestern Schönstatts als erstem Säkularinstitut.

Der Münsteraner Weihbischof Wilfried Theising überreicht den Marienschwestern eine Jubiläumskerze. Im festlichen Pontifikalamt in der Verkündigungskirche blickte er dankbar auf die Marienschwestern Schönstatts als erstem Säkularinstitut.

Musikalisch gestaltet wurde die heilige Messe von einem Projektchor, bestehend aus Marienschwestern und Mitgliedern verschiedener Borkener Chöre. Mit großem Engagement und echter Freude hatten die rund 60 Sängerinnen und Sänger seit Februar für diesen Jubiläumstag geprobt.

Jetzt – in die neuen 100!

Am Ende des Gottesdienstes ergriff die Provinzoberin, Schwester Marisa Spickers, das Wort und kündete den Schluss- und Startpunkt an. Mit einem Trommelwirbel wurden drei große, goldene Luftballons in Form der Zahl Hundert in die Kirche getragen: Nun geht es in die nächsten hundert Jahre – weltweit und in Borken.


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