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Ein Fest des Glaubens und der Dankbarkeit im Schönstatt-Zentrum Koblenz-Metternich
Der Feiertag Mariä Himmelfahrt stand im Schönstatt-Zentrum in Koblenz-Metternich unter dem Zeichen des 100. Jubiläums der Schönstätter Marienschwestern. Rund 150 Besucherinnen und Besucher haben es sich nicht nehmen lassen, zu kommen (Foto: Schwester Theres-Marie Mayer)
Schwester Theres-Marie Mayer. Rund 150 Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen zählte das Schönstatt-Zentrum in Koblenz-Metternich am Fest Mariä Himmelfahrt. Neben dem traditionellen Festtag stand ein besonderer Anlass im Mittelpunkt – das 100. Jubiläum der Schönstätter Marienschwestern.
Ein Ort mit bewegter Geschichte
Von 1946 bis Ende 2015 war Metternich das Zentrum der westdeutschen Provinz der Gemeinschaft, der zeitweise rund 500 Schwestern angehörten. Viele verbinden mit diesem Ort auch das Seminar für Gemeindepastoral, an dem über mehrere Jahrzehnte Gemeindereferentinnen für ganz Deutschland und darüber hinaus ausgebildet wurden. Heute strahlt Metternich hauptsächlich durch das Grab von Schwester M. Emilie Engel, für die als erste Marienschwester der Seligsprechungsprozess läuft.
Festlicher Gottesdienst und Zeichen der Hoffnung
Den Gottesdienst gestalteten Mitglieder des Schönstatt-Chors „Stimmvoll“ unter der Leitung von Schwester M. Tabea Platzer. Schwester Veronika Riechel lud die Gottesdienstteilnehmer ein, den Blick von der Erde zum Himmel zu richten. Sie wies darauf hin, dass ein Stück Himmel im Heiligtum erfahrbar sei. In drei Punkten verband sie das Festtagsgeheimnis um Mariä Himmelfahrt und das Jubiläum der Schönstätter Marienschwestern miteinander.
Pfarrer Oskar Bühler feierte am Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel die Festmesse in Koblenz-Metternich. In seiner Predigt verband er die Himmelfahrt der Muttergottes mit der je eigenen Berufung (Foto: Schwester Theres-Marie Mayer)
In seiner Predigt zeigte Pfarrer Oskar Bühler auf, wie in Maria das gottgewollte Bild des Menschen mit seiner Größe und seinen Grenzen aufleuchte. Passend zum Motto des Jubiläumsjahres „Maria – Licht unserer Hoffnung“ wurden vier Lichter zum Marienbild getragen. Sie verdeutlichten die Bitte, dass durch die Gemeinschaft und jeden einzelnen Christen Lichter der Hoffnung in der Welt aufstrahlen mögen.
Die 20-jährige Faustyna aus Polen ist eine der 20 Kandidatinnen, die sich auf die Aufnahme als Marienschwester vorbereiten. Sie gab am Abend in Koblenz-Metternich Zeugnis darüber, „wer ich sein möchte“ (Foto: Schwester Theres-Marie Mayer)
Begegnungen, Lebenszeugnisse und Ausblick
Im Anschluss an den Gottesdienst nahmen viele Gäste die Einladung an, den schönen Sommerabend mit gemeinsamem Abendessen und guten Gesprächen ausklingen zu lassen.
Einige Marienschwestern teilten persönliche Einblicke in ihren Berufungsweg und was es ihnen bedeutet, Marienschwester zu sein: Menschen zu begleiten, damit sie ihren Weg finden. Besonders eindrucksvoll war das Zeugnis der 20-jährigen Faustyna aus Polen. Sie gehört seit März zu den zwölf Kandidatinnen, die sich derzeit in Schönstatt auf die Aufnahme in das Institut vorbereiten. Nach dem Abitur stand für sie nicht die Frage im Vordergrund: „Was möchte ich tun?“, sondern: „Wer möchte ich sein?“ Das authentische Vorbild der Marienschwestern in ihrer Heimat führte sie schließlich zu ihrem Entschluss.
Zum Abschied erhielten alle Mitfeiernden einen gesegneten Kräuterstrauß – zusammen mit der herzlichen Einladung, am 3. Oktober das große Jubiläumsfest in Schönstatt mitzufeiern.
Weitere Informationen zum Schönstatt-Zentrum in Koblenz-Metternicht gibt es unter www.schoenstatt-zentren.net/haus/schoenstattzentrum-koblenz-metternich
