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Marienschwestern feiern ihr Jubiläum im Schönstatt-Zentrum Kösching/Kasing
Mit über 200 Menschen haben die Marienschwestern im Schönstatt-Zentrum Kösching/Kasing ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Der Besuch war Teil der Jubiläumsaktion „100 Orte für 100 Jahre“ (Foto: Schwester M. Annjetta Hirscher)
Schwester M. Sigline Hilser. Im Rahmen der Jubiläumsaktion „100 Orte für 100 Jahre“ haben mehr als 200 Menschen am Sonntag, 12. Juli 2026, im Schönstattland in Kösching/Kasing nördlich von Ingolstadt mit den Marienschwestern gefeiert. Dabei standen Dankbarkeit für die Führung Gottes in der Geschichte der Schönstatt-Bewegung, auch vom Schönstattland aus, im Mittelpunkt.
Das Säkularinstitut der Marienschwestern breitete sich rasch aus, sodass es nötig war, die Gebiete und Länder in kleinere Einheiten, sogenannte Provinzen, aufzuteilen. Für Bayern wurde Ende 1979 bei Kasing ein geeigneter Ort für den Provinzsitz gefunden. 2016 wurde dieser zwar im Zuge der Provinz-Zusammenlegung auf die Liebfrauenhöhe im Bistum Rottenburg-Stuttgart (Baden-Württemberg) verlegt, doch das Schwesternhaus in Kasing und die dazugehörigen externen Stationen sind als Standort geblieben.
So sehen Marienschwestern aus, die dankbar sind für ihre Berufung und für das Geschenk des Glaubens und des Lebens. Zusammen mit vielen anderen Menschen haben die Schönstätter Marienschwestern Gott für 100 Jahre Bestehen gedankt (Foto: Schwester M. Annjetta Hirscher)
Marienschwestern sollen die Muttergottes in der heutigen Zeit verkörpern
In einem gelungenen Auftakt wurden die Festgäste mit hineingenommen in die segensreiche Geschichte der Gemeinschaft, in ihr Werden und Wachsen und den Beitrag der Schwestern für die Gesellschaft in ganz unterschiedlichen Berufen. „Nicht die Aufgaben beschreiben das Charisma der Gemeinschaft, sondern das, was wir Schwestern sein wollen: eine Verkörperung der Mutter Jesu in der heutigen Zeit. Wir wollen in den unterschiedlichsten Diensten Maria in unserer Gesellschaft erfahrbar machen. Sie, die auf Jesus verweist“, so die Moderatorin. Ihre Kraftquelle sei das Schönstattheiligtum, das sich inzwischen auf der ganzen Welt über 200 Mal befindet.
Ein Höhepunkt beim Jubiläumsfest war der Gottesdienst mit Domkapitular Prof. Dr. Josef Kreiml aus Regensburg und weiteren zehn Zelebranten. Er hob hervor, dass die Schönstätter Marienschwestern vor einhundert Jahren als erstes Säkularinstitut in Deutschland gegründet wurden und ihren Auftrag in vorbildlicher Weise erfüllten. Es war eine besondere Jubiläums-Atmosphäre auf dem festlich geschmückten Pilgerplatz wahrnehmbar, unterstützt durch den Projektchor.
Der Regensburger Domkapitular Prof. Dr. Josef Kreiml teilt die Freude der Marienschwestern aus Schönstatt und dankte ihnen für ihr fruchtbares Wirken in Kösching/Kasing (Foto: Schwester M. Annjetta Hirscher)
Ein vielfältiges Programm ließ hinter die Kulissen schauen: Ein Jubiläumsweg und ein Familienparcours beantworteten viele interessante Fragen, ein Glücksrad verhieß tolle Preise, unterstützte aber auch die Projekte der Schwestern in verschiedenen Ländern.
„Gesichter und Geschichten“ lautete ein Programmpunkt. Dahinter verbargen sich persönliche Berufungsgeschichten von Schwestern. Zudem gab es den neuen Dokumentarfilm mit dem Titel „Von innen her – wo Liebe Verantwortung wird“. Auch Erlebnisse mit Pater Josef Kentenich, dem Gründer der Schönstatt-Bewegung, waren zu hören und begeisterten. Der Einzelsegen in der Hauskapelle gab neue Kraft für den Alltag.
Im Mittelpunkt des Tages stand der Dank der Marienschwestern – Dank für die Führung Gottes und Dank für alle Gäste und Mitfeiernde. Es kam auch den Schwestern viel Dank entgegen, sowohl für ihr Wirken in den vergangenen 100 Jahren und den 47 Jahren vom Schönstattland aus als auch für den Jubiläumsnachmittag. „Danke für den so wunderbaren Jubiläumstag mit den vielen tollen Begegnungen.“ Aller Dank mündete in ein großes Marienlob beim Schönstatt-Heiligtum.
In einer Prozession kommen die Marienschwestern mit ihrem Dank für die Dreimal wunderbare Mutter zum Heiligtum in Kösching/Kasing (Foto: Schwester M. Annjetta Hirscher)
Im Jubiläumsjahr besuchen die Marienschwestern ihre Einsatzorte
2026 werden die Schönstätter Marienschwestern 100 Jahre alt. Anlass für die Aktion „100 Orte für 100 Jahre“: Möglichst viele dieser ehemaligen Einsatzorte sollen 2026 von einer kleinen Gruppe Schönstätter Marienschwestern besucht werden, um den Menschen an den unterschiedlichsten Orten neu zu begegnen. „Wir möchten danken für die offenen Türen und Herzen, die den Einsatz unserer Schwestern in diesen 100 Jahren begleitet und unterstützt haben.“ – so das Aktionsteam aus der Schwesterngemeinschaft. Und: „In unserem Jubiläumsjahr soll die Gottesmutter durch uns noch einmal zu den Menschen an diesen Orten gehen, in denen unsere Schwestern gelebt und gearbeitet haben: in Städten und Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten, Krankenhäusern und vielem mehr.“
