Nachrichten
Tabor-Fest 2026: Ein Mann - ein Wort - ein Motto - ein Fest
Entspannte Stimmung nahe des Hauses Tabor in Schönstatt: Rund 70 Personen waren zum Tabor-Fest der Marienbrüder gekommen. Das Tabor-Fest rund um das Fest der Verklärung des Herrn ist inzwischen zur Tradition geworden (Foto: Harald M. Knes)
Harald M. Knes. Zum Tabor-Fest am Donnerstag, 6. August 2026, haben sich rund 70 Personen auf den Weg zum Tabor-Heiligtum in Schönstatt gemacht. Dazu eingeladen hatten die Schönstätter Marienbrüder. Nach einer Zeit der Anbetung und einer heiligen Messe gab es ausreichend Zeit für Begegnung und Austausch. Welcher Mann federführend verantwortlich ist und wie er auf das Motto des Tabor-Festes kam:
Ein Mann – ein Fest: Markus Amrein
Letztlich ist die Verantwortung für die Vorbereitung des Tabor-Festes mit dem Namen eines Mannes untrennbar verbunden: Markus M. Amrein. Er verwaltet das Haus Tabor und das Tabor-Heiligtum. Er ist ein Freund der Stille und der Eucharistischen Anbetung, aber das eine schließt das andere nicht aus.
Niemand muss sich anmelden, jeder kann spontan einfach vorbeikommen, ohne etwas mitzubringen. In einem großen Topf werden Würstchen im Wasser heißgemacht, einige bringen Salate und anderes mit, fertig. Diese lockere und spontane Atmosphäre macht das Fest aus. Dazu komme laut Harald M. Knes das Internationale: „Für mich ist es ein Rätsel und immer wieder spannend, wen man alles auf dem Fest treffen und ins Gespräch kommen kann: Deutsch, Spanisch, Englisch, Französisch …“
Die heilige Messe im Tabor-Heiligtum war ebenso ein Schwerpunkt des Tabor-Festes wie die mehrsprachige Begegnung. Die Schönstätter Marienbrüder hatten zum Tabor-Fest eingeladen (Foto: Harald M. Knes)
Ein Mann – ein Motto und sieben Stunden Anbetung
Der Ausdruck „Tabor“ ist das Motto des Festes, das immer rund um das Fest der Aufklärung des Herrn am 6. August gefeiert wird. Seit der frühesten Kirchengeschichte wird das Geschehen, bei dem Jesus nur drei Jünger auf den hohen Berg mitnimmt, auf den Berg Tabor verortet. Jesus und seine Kleidung sehen die Jünger plötzlich lichtdurchflutet im hellsten Weiß, aus der Wolke hören sie eine Stimme, die Jesus als seinen geliebten Sohn ausweist, und plötzlich sind Mose und Elia unter ihnen. Die Herrlichkeit des Herrn sorgt für eine einzigartige Stimmung, mit der die drei Jünger vor Glückseligkeit, Ehrfurcht und eigenem Kleinsein überfordert sind. (vgl. Mt 17, 1–9)
„Tabor“ ist dann schlicht und einfach das Motto für das Fest: sieben Stunden Eucharistische Anbetung, Eucharistiefeier und gemeinsames Feiern, Essen und Gespräche. Dabei steht in gewisser Weise der verklärte Jesus im Mittelpunkt und färbt auf die Besucherinnen und Besucher ab.
Seit Jahrzehnten begehen die Schönstätter Marienbrüder im Haus Tabor und dem nahegelegenen Heiligtum das Tabor-Fest. In diesem Jahr sind rund 70 Personen gekommen (Foto: Harald M. Knes)
Ein Mann – ein Wort
Durch diese deutsche Redensart soll zum Ausdruck gebracht werden, dass ein gegebenes Versprechen absolut zuverlässig ist. Das gilt für das Tabor-Fest in besonderer Weise. Seit vielen Jahrzehnten findet es statt, und zwar immer am 6. August, wenn die Kirche die Verklärung Jesu feiert und die oben erwähnte Schriftlesung gelesen wird. Da braucht man nicht nachfragen, da braucht man sich nicht informieren, es ist so. Jeder kann einfach vorbeikommen und in die Tabor-Atmosphäre eintauchen.
