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Einheit in Vielfalt: Internationaler Begegnungstag im Schönstattzentrum Berlin-Frohnau
Zum internationalen Begegnungstag 2026 im Schönstattzentrum Berlin-Frohnau kamen rund 200 Personen aus 18 Nationen. Gemeinsam wurde der Glauben gefeiert und Freude und Freundschaft waren fast schon mit Händen zu greifen (Foto: Neumann)
Natascha Neumann, Schwester M. Alena Engelhardt. Zum Fest der Begegnung sind am Samstag, 4. Juli, rund 200 Menschen zum Schönstattzentrum Berlin-Frohnau gekommen. Bereits zum vierten Mal hat die Schönstattfamilie Berlin Menschen aller Nationen, die mit dem Victoria-Patris-Heiligtum verbunden sind, dazu eingeladen.
„Ich war total begeistert und überrascht von der Vielfalt der Internationalität, von dem guten Miteinander. Die Liebe zur Gottesmutter und zum Kapellchen ist einfach übergesprungen“, so das Echo einer Frau beim internationalen Begegnungstag im Schönstattzentrum Berlin-Frohnau.
Rund 200 Menschen feiern gemeinsam den Glauben
Rund 200 Personen aus ca. 18 Nationen, die in Berlin und Brandenburg leben, kamen zum Heiligtum der Gottesmutter, um miteinander den Glauben zu feiern, einander zu begegnen und die internationale Gemeinschaft Schönstatts erlebbar werden zu lassen. Bereits beim Ankommen war die besondere Atmosphäre spürbar: Herzlichkeit, Offenheit und Freude über das Wiedersehen mit Freunden. Ein besonderer Moment vor Beginn des Festgottesdienstes: Jede Nation durfte durch einen Vertreter und eine Vertreterin ihr Land durch das Bringen der Landesfahne repräsentieren.
Durch eigens einstudierte Tänze wurde der Begegnungstag zu einem Fest, bei dem Vielfalt und Freude spürbar waren (Foto: Neumann)
Portugiesischsprachige Gemeinde gestaltet die Heilige Messe musikalisch
„Ich war innerlich sehr bewegt, als ich die Fahne meines Landes zur Gottesmutter bringen durfte. Sie soll mein Land, meine Heimat und meine Familie beschützen“, sagte eine Frau aus Chile. Einen besonderen Akzent setzte die portugiesischsprachige Gemeinde, die durch die musikalische Gestaltung der Heiligen Messe und mit ihren kulturellen Beiträgen am Nachmittag alle beschenkte. Zusammen mit ihrem Pfarrer Padre Júlio Ferreira SCJ und Dr. Padre Cleber Sanches SCJ waren Gemeindemitglieder unter anderem aus
- Brasilien,
- Kap Verde,
- der Elfenbeinküste,
- Mosambik und Guinea-Bissau
gekommen. Die beiden Herz-Jesu-Priester zelebrierten zusammen mit Pater Arkadiusz Sosna, der eigens für dieses Fest aus Schönstatt angereist war, und Pfarrer Witold Wójcik aus Berlin die Heilige Messe. Letzterer ist seit vielen Jahren mit dem Schönstatt-Heiligtum verbunden.
Ein großes Netzwerk in Berlin – dank Maria
Viele, die zum Heiligtum gekommen waren, kamen nicht allein. Sie brachten die pilgernde Gottesmutter mit, die in der Großstadt Berlin von Jahr zu Jahr ein immer größeres Netz der Verbundenheit knüpft. Die meisten Pilgerheiligtümer wandern in den Gemeinden der polnischen Mission, andere bei den Philippinen, in der spanischsprachigen Mission und in einigen deutschen Gemeinden in Berlin und Brandenburg. Seit dem vergangenen Jahr gibt es 20 Pilgerkreise in der portugiesischsprachigen Gemeinde, sowie drei eigene Pilgerheiligtumskreise für Kinder.

Die Heilige Messe am Heiligtum wurde von der portugiesischsprachigen Gemeinde musikalisch gestaltet. Pater Arkadiusz Sosna stand ihr mit zwei Herz-Jesu-Priestern und Pfarrer Witold Wójcik vor (Foto: Neumann)
Teilnehmer erneuern ihr Liebesbündnis in mehreren Sprachen
Für die Festteilnehmer war es ein wichtiger und feierlicher Moment, wenn alle nach dem Gottesdienst mit ihren Pilgerheiligtümern, den Landesfahnen und dem großen Pilgerbild der polnischen Mission zum Heiligtum der Gottesmutter zogen. Hier wurde das internationale Lob auf die Gottesmutter angestimmt und das Liebesbündnis in allen Sprachen erneuert.
Eine Frau sagte dazu: „Die ausländischen Gruppen können uns so viel geben an Glauben und Herzlichkeit. Ich bin total begeistert. Als die portugiesischsprechende Gruppe ihre Rosen zur Gottesmutter brachte und dazu ihre schönen Lieder sang, hat das mein Herz sehr berührt. Wir können so viel von ihnen lernen.“
„Kindermissionare“ lassen sich vom Heiligtum aussenden
Besonders die drei „Kindermissionare“ im durchschnittlichen Alter von etwa zwölf Jahren hatten es vielen angetan. Spontan erklang Applaus, als sie sich mit ihren Pilgerheiligtümern neu aussenden ließen. Mit ihnen wurden alle Pilgerheiligtümer und alle, denen die Gottesmutter mit ihrem Sohn in diesem Zeichen begegnen will, gesegnet.
Voll Freude setzte sich das Fest fort, zunächst bei einem internationalen Buffet. Die zahlreichen landestypischen Spezialitäten waren ebenso bunt wie die Gemeinschaft selbst. An den Tischen wurde erzählt, gelacht und über Länder- und Sprachgrenzen hinweg Freundschaft gelebt. Die große Freude am Miteinander war überall spürbar, vor allem auch bei den internationalen Tänzen, die aufgeführt wurden und viele zum Mittanzen animierten.
Das reich geschmückte Bild der Dreimal wunderbaren Mutter. Die Fahnen der verschiedenen Länder repräsentieren die vielen Menschen, die zu Maria kommen und der Gottesmutter ihr Leben übergeben (Foto: Neumann)
Vielfalt der Weltkirche ist spürbar
Dieser Tag, so kann gesagt werden, war geprägt von der Freude aneinander und den vielen neuen Begegnungen untereinander. Unterschiedliche Sprachen, Kulturen und Traditionen wurden nicht als trennend erlebt, sondern als Ausdruck des Reichtums der weltweiten Kirche. Was bleibt, ist die Erfahrung, dass Einheit nicht Gleichförmigkeit bedeutet, sondern dort wächst, wo Menschen ihre Vielfalt einbringen und sich im Glauben an Christus und im Liebesbündnis mit Maria verbunden wissen.
Ein junger Mann sagte: „So etwas habe ich noch nicht erlebt in der Kirche. Diese Begeisterung hat mich berührt. Es war einfach ansteckend, und plötzlich war der Glaube so leicht und froh. Die tolle Gemeinschaft, das internationale Miteinander und die schönen Lieder. Das nächste Mal bin ich auf jeden Fall wieder dabei.“
Der nächste internationale Begegnungstag findet am Samstag, 26. Juni 2027, im Schönstattzentrum Berlin-Frohnau statt.
Weitere Informationen dazu gibt es unter https://www.schoenstatt-berlin.com/.
