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14. Juli 2026 | Deutschland | 

Ein Leben im Dienst des Mütterbundes und der internationalen Schönstattfamilie: Schwester M. Luciane Machens verstorben


Schwester M. Luciane Machens ist gestorben. Als langjährige Bundesleiterin des Schönstatt-Mütterbundes prägte sie das Leben der Gemeinschaft und setzte sich besonders für deren internationale Entwicklung ein (Foto: Brehm)

Schwester M. Luciane Machens ist gestorben. Als langjährige Bundesleiterin des Schönstatt-Mütterbundes prägte sie das Leben der Gemeinschaft und setzte sich besonders für deren internationale Entwicklung ein (Foto: Brehm)

Schwester M. Anke Rechtien. Die Schönstätter Marienschwester Schwester M. Luciane Machens ist am Sonntag, 12. Juli 2026, wenige Monate vor ihrem 80. Geburtstag unerwartet verstorben. Die langjährige Bundesleiterin des Schönstatt-Mütterbundes prägte über Jahrzehnte das Leben der Gemeinschaft und setzte sich besonders für deren internationale Entwicklung sowie für zentrale Projekte der Schönstatt-Bewegung ein.

Engagement für Frauen, Mütter und den Mütterbund

Schwester M. Luciane Machens wurde am 18. September 1946 in Borsum im Bistum Hildesheim geboren. 1969 trat sie in die Gemeinschaft der Schönstätter Marienschwestern ein und wurde am 1. März 1970 in Schönstatt eingekleidet. Nach ihrer Tätigkeit als Erzieherin sowie der Mitarbeit in der Mädchenjugend der Diözesen Fulda und Mainz wirkte sie ab 1982 in der Dynamischen Provinz. Dort engagierte sie sich zunächst in der Schönstattbewegung Frauen und Mütter in den Diözesen Fulda, Limburg und Hildesheim sowie in der Schönstatt-Frauenliga der Diözese Limburg.

Am 1. Mai 2001 wählte das Kapitel des Schönstatt-Mütterbundes sie zur Bundesleiterin. Dieses Amt hatte sie bis November 2022 inne.

Beim internationalen Pfingstkongress im Mai 2015 trägt Schwester M. Luciane Machens das Bild der Dreimal Wunderbaren Mutter und Königin von Schönstatt in den Versammlungsraum im Pater-Kentenich-Haus auf Berg Schönstatt, Vallendar (Foto: Brehm)

Beim internationalen Pfingstkongress im Mai 2015 trägt Schwester M. Luciane Machens das Bild der Dreimal Wunderbaren Mutter und Königin von Schönstatt in den Versammlungsraum im Pater-Kentenich-Haus auf Berg Schönstatt, Vallendar (Foto: Brehm)

Internationale Verantwortung mit Weitblick

Ein besonderes Anliegen von Schwester M. Luciane war die internationale Entwicklung des Mütterbundes. Mit großem persönlichen Einsatz förderte sie dessen weltweiten Zusammenschluss und pflegte durch zahlreiche Reisen den Kontakt zu den Gemeinschaften des Schönstatt-Mütterbundes anderer Länder.

Kathleen Colunga, Leiterin des Internationalen Mütterbundes, würdigt ihr Wirken mit den Worten: „Schwester M. Luciane war ein wegweisendes Werkzeug und hat sich über 21 Jahre hinweg in herausragender Weise für den Mütterbund eingesetzt. Sie war eine treibende Kraft dafür, dass die einzelnen Länder entsprechend dem Auftrag unseres Vaters eigenständig wurden und der Mütterbund einen internationalen Zusammenschluss erreichte.“

Einsatz für Weltjugendtag und Jubiläum

Ihre Verbundenheit mit der internationalen Schönstattfamilie zeigte sich auch beim Weltjugendtag 2005. Sie unterstützte und koordinierte das Projekt des Mütterbundes, Volontären aus der Schönstatt-Jugend über mehr als ein Jahr hinweg täglich ein Mittagessen in der Gemeinschaftswohnung im Tagungszentrum Marienland anzubieten – häufig für mehr als 20 Personen. Viele der damaligen Volontäre seien diesem selbstlosen und großzügigen Dienst bis heute dankbar.

Durch ihr Amt gehörte Schwester M. Luciane über viele Jahre dem Generalpräsidium des internationalen Schönstattwerkes sowie dem Landespräsidium der Schönstatt-Bewegung Deutschland an. Im Blick auf den 50. Todestag des Gründers regte sie im Landespräsidium an, für die Gründerkapelle ein „Pfingstfenster“ zu gestalten.

Nach der Planungstagung 2009 wurde sie Mitglied des zentralen Leitungsteams für das Jubiläum 2014. Während der intensiven Vorbereitungen setzte sie sich mit großem Engagement ein und trug dazu bei, im Bundesheim eine Atmosphäre der Beheimatung für Mitarbeitende und Volontäre aus vielen Ländern zu schaffen. Ein Echo aus dieser Zeit lautet: „Ich bewahre schöne Erinnerungen an Schwester M. Luciane, die Wärme, Würde und Gelassenheit ausstrahlte.“ Gleichzeitig kümmerte sie sich um die Ausstattung und Gestaltung der Räume, sodass das Bundesheim zur Schaltstelle des Jubiläums wurde.

Dank für ein stilles und überzeugendes Wirken

Ein Vertreter des Landespräsidiums erinnert nach ihrem Tod an ihr vielfältiges Engagement: „Schwester M. Luciane wird in Erinnerung bleiben als eine Marienschwester, die selbstlos und überzeugend Schönstatt gedient hat. Wenn ich an 2014 oder an ihr Wirken im Mütterbund denke, dann ist manches von diesem Wirken sichtbar geworden, aber viel mehr noch ist im Stillen passiert, in den Begegnungen und sicherlich auch im Gebet, das sie stellvertretend für viele der MTA anvertraut hat.

Auch die Dynamische Provinz der Schönstätter Marienschwestern würdigt das Lebenswerk der Verstorbenen. Mit ihren geistigen und künstlerischen Fähigkeiten habe sie das Provinzleben über viele Jahre bereichert und immer wieder Impulse gegeben, die weiterführten. In ihrer stillen und zugleich präsenten Art werde sie fehlen. „Als Schwestern der Dynamischen Provinz schenken wir das Leben von Schwester M. Luciane mit großer Dankbarkeit im 100. Jubiläumsjahr unserer Gemeinschaft dem Dreifaltigen Gott zurück“, schreibt Provinzoberin Schwester M. Anke Rechtien im Namen all ihrer Mitschwestern, die für die Schönstatt-Bewegung in Deutschland arbeiten.

Requiem und Beerdigung

  • Die Beerdigung findet am Freitag, 17. Juli 2026, in Schönstatt, Vallendar, statt.
  • Das Requiem beginnt um 15:00 Uhr in der Anbetungskirche auf Berg Schönstatt, Vallendar.
  • Anschließend ist die Beisetzung auf dem Friedhof der Gemeinschaft der Schönstätter Marienschwestern auf Berg Schönstatt.
  • Kondolenzadresse: Schönstätter Marienschwestern, Dynamische Provinz
    Berg Schönstatt 9
    56179 Vallendar
    Mail: dynprov@s-ms.org

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