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Europäische Schönstattfamilien tauschen sich in Ungarn über Ehe- und Familienpastoral aus
Aus verschiedenen Ländern Europas trafen sich im Juni im ungarischen Schönstatt-Zentrum in Obudavar 31 Personen zum Europäischen Familienforum der Schönstatt-Familienbewegungen Europas (Foto: Danielová)
Jaroslava Danielová. Familien aus verschiedenen europäischen Ländern kamen im Juni 2026 zum Europaforum der Schönstattfamilien im ungarischen Schönstatt-Zentrum in Óbudavár zusammen. Im Mittelpunkt standen Begegnung, der Austausch über die Arbeit mit Familien sowie die Vorbereitung des geplanten Familienkongresses 2028 in Pozuelo bei Madrid. Gleichzeitig erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Entwicklung der Schönstattbewegung in Ungarn.
Ein Ort, der von Familien getragen wird
Der kleine Ort unweit des Plattensees überraschte viele Gäste. Rund um das Heiligtum prägen Lavendel, Blumen und der „Mariengarten“ das Zentrum. Ehepaar Soós und Schwester Gertrud Maria Erhard stellten die Geschichte der Schönstatt-Bewegung in Ungarn vor. Sie begann vor über 40 Jahren und wächst seither „von Haus zu Haus, von Familie zu Familie, von Herz zu Herz“. Seit der Inbetriebnahme des Zentrums im Jahr 2008 entstehen dort kontinuierlich neue Gebäude.
Das Schönstatt-Heiligtum bildet den Mittelpunkt des Zentrums. Die geistlichen Mittelpunktsorte im Zuhause der Familien, wo diese Gottes Nähe im Alltag bewusst erleben, die „Hausheiligtümer“, werden als Ausgangspunkt der Neuevangelisierung verstanden. Fehlt in einer Pfarrei ein Priester, versammeln sich Pfarrgruppen oder Familien im Hausheiligtum einer Schönstattfamilie.
Beeindruckt waren die Familien von der Lebendigkeit des Schönstatt-Zentrums in Obudavar (Foto: Danielová)
Ehe und Familie als gelebter Glaube
Mehrere Familien berichteten von ihren Erfahrungen. Eine Familie schilderte, wie befreiend es gewesen sei, die Gottesmutter in das eigene Zuhause einzuladen. Der „Krug“, der in Schönstatt für das Sammeln von Beiträgen zum sogenannten Gnadenkapital steht, habe ihnen Zuversicht geschenkt. Besonders nach dem Tod ihres Sohnes Viktor habe das Netzwerk der Hausheiligtümer sie getragen.
Aus dem Internationalen Eucharistischen Kongress vor fünf Jahren entstand in Ungarn der Eucharistische Eheweg. Er verbindet das Sakrament der Ehe mit der Eucharistie und versteht den Weg der Ehepaare als Weg der Liebe, der Hingabe und des Opfers.
Lebendige Initiativen für Familien
Zum Programm gehörte auch das gemeinsame Lesen und Besprechen von Texten aus dem in Ungarn zusammengestellten Kentenich-Lesebuch für Familien. Darüber hinaus wurden bei einer Führung durch das Zentrum wichtige Schwerpunkte der ungarischen Schönstatt-Bewegung wie das Heiligtum der „Ineinandergeschriebenen Herzen“, der „Mariengarten“ und der in Ungarn entstandene Eheweg vorgestellt, der inzwischen weltweit Verbreitung gefunden hat.
Vorgestellt wurden außerdem vielfältige Angebote für Familien: z.B. die „Wochenenden zum Hausheiligtum“, bei denen Themen wie Partnerschaft, Sakrament der Ehe, Sexualität, Kindererziehung und die Sendung der Familie behandelt werden. Oder regelmäßig angebotene Familienwochenenden zum Eheweg sowie monatliche Gottesdienste für Familien mit kleinen Kindern. Viele Eltern erlebten dort Kirche als einen Ort, an dem sie willkommen sind.
Das Zentrum in Óbudavár sei inzwischen so lebendig, dass die vorhandenen Kapazitäten kaum noch ausreichten und weitere Häuser gebaut würden.
Intensiv wurde mit den Vorbereitungen für den Europäischen Familienkongress der Schönstatt-Familienbewegung, der vom 28. April bis 1. Mai 2028 in Pozuelo bei Madrid stattfinden wird, begonnen (Foto: Danielová)
Blick auf den Familienkongress 2028
Schließlich ging es beim Europaforum noch um die Vorbereitungen für den Europäischen Familienkongress der Schönstatt-Familienbewegungen, der vom 28. April bis 1. Mai 2028 in Pozuelo bei Madrid stattfinden wird. Die Delegierten tauschten sich über die erwartete Teilnehmerzahl, die Bedürfnisse der Familien sowie über Inhalte und Methoden der für dort geplanten gemeinsamen Arbeit aus.
Den Abschluss des Europaforums bildete ein internationales Begegnungsprogramm, bei dem jede Familie ein typisches Gericht ihres Landes mitbrachte. Sketche, Gesang und persönliche Begegnungen prägten die gemeinsame Zeit. Nach einer Heiligen Messe am Sonntag reisten die Teilnehmenden gestärkt und mit neuer Entschlossenheit in ihre Heimatländer zurück. Dankbar blickten sie auf die Gastfreundschaft der ungarischen Schönstattfamilie und die gemeinsamen Tage in Óbudavár zurück.
