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10. Juli 2026 | Deutschland | 

Heiligtumsfest in Maria Rast: Wo die Seele Ruhe findet


In seiner Predigt machte Pater Felix Geyer klar, dass Maria hier zwischen Euskirchen und Bad Münstereifel rasten wolle (Foto: Schwester M. Hanna-Lucia Hechinger)

In seiner Predigt machte Pater Felix Geyer klar, dass Maria hier zwischen Euskirchen und Bad Münstereifel rasten wolle (Foto: Schwester M. Hanna-Lucia Hechinger)

Schwester M. Hanna-Lucia Hechinger. Die 16 Marienschwestern aus Maria Rast, zwischen Euskirchen und Bad Münstereifel gelegen, haben am Sonntag, 5. Juli 2026, das 100-jährige Jubiläum ihrer Gemeinschaft mit dem jährlichen Fest der Begegnung, dem Heiligtumsfest, verbunden. Rund 200 Personen haben mitgefeiert. Ein Nachbericht.

"Wenn man die 16 Marienschwestern, die zurzeit in Maria Rast leben, übereinanderstellt, wie viele Meter würden sie in den Himmel ragen?" Diese Schätzfrage des Jubiläums-Preisrätsels beim Fest der Begegnung in Maria Rast ist weder über KI zu ermitteln noch kann man irgendjemanden danach fragen. Auf alle Fälle verursachte sie in der Jubiläums-Meile, wo der Quiz-Stand zu finden ist, viel Freude.

Bewegungsleiter Pater Felix Geyer Isch: "Die Gottesmutter will hier rasten"

Unter den Pavillons, die vor dem Heiligtum zum Open-Air-Gottesdienst aufgebaut waren, stand der Dankgottesdienst ganz unter dem Jubiläumsmotto der Gemeinschaft "Maria, Licht der Hoffnung". Pater Felix Geyer, Bewegungsleiter der Schönstatt-Bewegung Deutschland, der mit zwei weiteren Priestern aus Uganda und Indien dem Festgottesdienst vorstand, verband in seiner Predigt das Jubiläum der Marienschwestern mit der Sendung, die Pater Josef Kentenich bei der Einweihung des Heiligtums 1950 gedeutet hat: Ein Rastplatz für die Seele zu sein. Pater Felix: "Pater Kentenich hat 1950 bei der Grundsteinlegung den Namen Maria Rast gedeutet: Die Gottesmutter will hier rasten! Das meint nicht Rückzug. Es meint: Maria nimmt Wohnung! Maria Rast ist ein Hoffnungsort. Ein Friedensort." Und er fügt hinzu: "Ein Ort, an dem die Gottesmutter Rast hält, damit Menschen nicht rastlos bleiben müssen. Ein Ort, an dem Menschen ihre Wasserkrüge hinstellen dürfen. Ein Ort, an dem Christus verwandeln kann." In Form einer Jubiläumskerze bringen die Schwestern bei der Gabenbereitung ihren Dank zum Ausdruck, verbunden mit einem Danklied an Maria.

Die Marienschwestern von Maria Rast brachten in der Heiligen Messe ihren Dank zum Ausdruck (Foto: Schwester M. Hanna-Lucia Hechinger)

Die Marienschwestern von Maria Rast brachten in der Heiligen Messe ihren Dank zum Ausdruck (Foto: Schwester M. Hanna-Lucia Hechinger)

Eine Jubiläumsmeile zieht Menschen von nah und fern an

Bunt war das Treiben der kommenden Stunden vor dem Heiligtum. Zwischen die Gespräche mischten sich die Töne des Leierkastenmanns, der unermüdlich und mit Charme eine ganz eigene Atmosphäre zauberte – sehr zur Freude der mehr als 100 Gäste. Anziehungspunkt war auch die Jubiläums-Meile mit verschiedenen Ständen, darunter dem Jubiläumsshop, dem Projekt Hoffnung der Kandidatinnen, hausgemachtes Gebäck und Gelee aus Maria Rast und dem Jubiläumsrätsel.

Kandidatinnen der Marienschwestern prägten den Jubiläumstag

Dass hier ein echter Kraftort und Rastplatz für die Seele ist, wurde an diesem Tag besonders erlebbar. Nicht zuletzt in der Äußerung von zwei Teilnehmern, die sagten: "Maria Rast ist der Vorhof des Paradieses" und "Es ist ein Geschenk, solch einen Ort in der Nähe zu haben."

Vor allem sind es zehn Kandidatinnen der Schönstätter Marienschwestern, die dem Jubiläum ein besonderes Gepräge gaben. "Sie haben hier eine Fan-Gemeinde sitzen", meinte eine Teilnehmerin, die in der Talkrunde den jungen Frauen Fragen stellte. Das rege Interesse an dieser Runde zeigte, wie sehr die Besucher fasziniert sind von jungen Menschen, die sich für einen heute nicht gerade üblichen Weg entschieden haben. Lebendig sind auch die Lebenszeugnisse von drei Marienschwestern, die von ihrer Berufung erzählen. Heute konnte auch gefragt werden, was man immer schon mal von den Schwestern und ihrer Gemeinschaft wissen wollte.

Die Schwestern kamen mit den Besucherinnen und Besuchern in Maria Rast ins Gespräch (Foto: Schwester M. Hanna-Lucia Hechinger)

Die Schwestern kamen mit den Besucherinnen und Besuchern in Maria Rast ins Gespräch (Foto: Schwester M. Hanna-Lucia Hechinger)

Mit dem Abschlusssegen "im Alltag konkret werden"

Bei der Abschlussrunde am Heiligtum wurde der Dank zusammengetragen und ins Heiligtum gebracht. Mit dem Abschlusssegen werden alle hinausgesandt, um "im Alltag konkret zu werden", wie es Pater Felix Geyer am Morgen in seiner Festpredigt den Leuten ans Herz gelegt hatte.

Am Ende hat es alle Anwesenden die Auflösung der Jubiläums-Rätselfrage interessiert. Wenn man alle Marienschwestern von Maria Rast übereinanderstellt, ergebe das exakt 26,82 Meter. Es gab eine Person, die das exakt erraten hat. Und der Gewinn: Ein Liegestuhl für den Garten.


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