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9. Juli 2026 | International | 

"Einzigartig und echt" als Jahresparole


Die Delegierten vor dem 1955 eingeweihten Heiligtum im schweizerischen Quarten (Foto: Schnyder)

Die Delegierten vor dem 1955 eingeweihten Schönstatt-Heiligtum im schweizerischen Quarten (Foto: Schnyder)

Ruth Bee. Zu ihrem Delegiertentreffen kamen am 13. und 14. Juni 41 Frauen und Männer der Gliederungen im Zentrum Neu-Schönstatt im schweizerischen Quarten im Kanton St. Gallen zusammen. Eine Nachprimiz und die Vorstellung der Jahresparole standen auf dem Programm. Das Ehepaar Rita und Franz Schuler standen dem Treffen als Bewegungsleiter vor.

In diesem Jahr verbanden sich zwei schöne Ereignisse mit der Delegiertenversammlung in Quarten: Zum einen die Nachprimiz von Sandro Koch. Er wurde am 6. Juni 2026 zum Priester geweiht und ließ die Anwesenden teilhaben an seinem Lebens- und Berufungsweg. Der Blick auf den Berg Gonzen hat Sandro Koch geprägt. Dieses Bild hat sogar den Weg auf seine persönliche Stola geschafft.
"Berge, so werden sie uns in der Bibel immer wieder dargestellt, sind bevorzugte Orte der Begegnung mit Gott. Vielleicht einfach auch deshalb, weil der Mensch in seiner Vorstellung dem Himmel einfach geografisch näher ist", sagte der Neupriester in seiner Predigt. "Wir", so fährt er fort, "die wir hier in den Bergen aufgewachsen und zu Hause sind, wissen, dass da noch mehr ist, dass einen auf so einem Berggipfel noch mehr bewegt." Vielleicht sei es das Ausgesetztsein der Naturgewalten, vielleicht aber auch das Bewusstwerden der eigenen Kleinheit und Zerbrechlichkeit an einem so imposanten und großen Ort.

"Der Gonzen auf der Rückseite meiner Stola, aber auch die Gebirgslandschaft hier auf der Vorderseite, sie sollen mich daran erinnern, dass solche Bergmomente, solche bevorzugten Orte der Begegnung mit Gott nicht nur auf Berggipfeln stattfinden, sondern, dass Gott mir immer wieder auch in meinem Alltag begegnen möchte."

Eine heilige Messe bildete den Mittelpunkt des Delegiertentreffens, bei dem sich die Frauen und Männer auf eine neue Jahresparole einigen konnten (Foto: Schnyder)

Eine heilige Messe bildete den Mittelpunkt des Delegiertentreffens, bei dem sich die Frauen und Männer auf eine neue Jahresparole einigen konnten (Foto: Schnyder)

Am Samstag setzten sich die Delegierten mit den Marienschwestern zusammen, um ihnen für ihre langjährige, treue Anleitung und Unterstützung der einzelnen Gliederungen zu danken. Als Zeichen erhielt jede Schwester eine Blume. Am Schluss stand ein farbiger, großer Blumenstrauß vor dem Marienbild im Bühnensaal, passend zu ihrem 100-jährigen Jubiläum als Mariennachfolgerinnen. Wie in jedem Jahr überlegten die Frauen und Männer Inhalt und Worte für eine Jahresparole. Diese gleicht dem Jahresmotto, wie es die Schönstatt-Bewegung in Deutschland definiert. Auf drei Worte einigten sich die Beteiligten: "Einzigartig und echt". Der Weg zur Jahresparole sei ein Prozess über mehrere Stufen. "Wir versuchen die Zeitenstimmen zu hören, machen uns Gedanken was bewegt die Menschen und wo könnten wir als Schönstattbewegung eine Antwort geben", sagen Rita und Franz Schuler. Welche Impulse sich dahinter verbergen, werden die Gläubigen nach und nach erfahren.

Die Schönstatt-Kapelle in Quarten, Schweiz, trägt den Namen und die Sendung "Immaculata-Heiligtum" und ist am 20. November 1955 eingeweiht worden.


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