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20. Juni 2026 | Zwischenruf | 

Ende einer Ära - Sakristei muss in Container umziehen


Container direkt am Urheiligtum - Sakristei muss aus dem Alten Haus in Container umziehen (Foto: Brehm)

Container direkt am Urheiligtum - Sakristei muss aus dem Alten Haus in Container umziehen (Foto: Brehm)

20.06.2026

Harald M. Knes - Kommentar eines Schönstätters. Eine Ära von ca. 100 Jahren geht zu Ende, nämlich die bisherige organische Einheit von Urheiligtum und Sakristei im „Alten Haus“ (St. Marien). Es scheint, als hätten die Pallottiner ungewollt den Schwestern (und über sie allen Schönstättern) zum 100. Gründungsjubiläum ein bitteres Geschenk ins Nest gelegt, das viele Schönstätter kopfschüttelnd zurück lässt. Was kann nach 100 Jahren, wo auch die Pallottiner an Mitgliedern weniger werden, so wichtig sein, dass sie diesen Raum der Sakristei jetzt unbedingt brauchen?

Diese Frage stellen sich viele Schönstätter. Eine Antwort bekommen sie erst im Laufe der nächsten Jahre, wenn sichtbar wird, was die Pallottiner mit dem „Alten Haus“ (Sankt Marien) vorhaben. Da hilft nur abwarten und sich überraschen lassen.

Jetzt wird es ernst

Am Freitag, 19. Juni, wurde es ernst. Mehrmals ist die Deadline des Auszugs auf Bitte der Schönstätter für einen Monat nach hinten verschoben worden. Aber jetzt ist es doch so weit. Drei große Lkws fuhren am Morgen die drei Container ans Urheiligtum und stellten sie während der 8-Uhr-Messe auf. Die drei Container wurden auf Steinplatten gestellt und miteinander verbunden, so dass sie eine ungefähr quadratische Fläche ergeben. Die neue Sakristei.

Alle anwesenden Schönstätter beobachten mit schwerem Herzen den Vorgang, filmen ihn mit Handys oder machen Fotos. Die Konzentration auf den Gottesdienst fällt an diesem Tag den meisten schwer. Ihnen ist bewusst, dass eine 100-jährige Verbundenheit von Urheiligtum und Sakristei zu Ende geht.

Container nur eine Übergangslösung

Auch klar ist, dass die Container nur eine Übergangslösung sind. Maximal 2 Jahre – so die Stadt – können sie als Lösung herhalten. Danach soll ein Sakristei-Neubau in unmittelbarer Nähe zum jetzigen Container-Standort die provisorische Lösung ersetzen.

Auch darüber kann man nur den Kopf schütteln. Der Ort Urheiligtum und seine parkähnliche Umgebung (vorher einige hundert Jahre die Totenkapelle mit Friedhof des mittelalterlichen Klosters) verträgt ästhetisch und aus dem geschichtlichen Kontext heraus weder eine Container-Lösung, aber auch keinen Neubau!

Ein Zwischenruf von Harald M. Knes 

Container am Urheiligtum (Fotos: Knes)

Container am Urheiligtum (Fotos: Knes)


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