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18. Juni 2026 | Rund ums Urheiligtum | 

Urheiligtum und internationaler Gnadenort vor neuen Herausforderungen


Aufgrund der Kündigung der Sakristeiräume des Urheiligtums durch die Pallottiner sind Arbeiten am und rund um das Urheiligtum in Schönstatt, Vallendar, notwendig geworden (Foto: Brehm)

Aufgrund der Kündigung der Sakristeiräume des Urheiligtums durch die Pallottiner sind Arbeiten am und rund um das Urheiligtum in Schönstatt, Vallendar, notwendig geworden (Foto: Brehm)

Hbre. Der internationale Gnadenort Schönstatt in Vallendar steht vor weitreichenden Veränderungen. Bisher konnte die Schönstatt-Bewegung gemietete Räume im sogenannten „Alten Haus“ als Sakristei und Begegnungsort unmittelbar beim Urheiligtum nutzen. Nach der Kündigung dieser Räume endet zum 1. Juli 2026 eine Phase, in der das historische Ensemble von Haus und Urheiligtum gemeinsam genutzt werden konnte. Für Alternativen stehen die Verantwortlichen vor Herausforderungen, die mit technischen, baulichen und kommunalen Anforderungen zusammenhängen.

Eine Zäsur für den Gründungsraum Schönstatts

Seit der Schenkung des Urheiligtums durch die Pallottiner im Jahr 2013 sowie die Möglichkeit der Miete von Räumen für die Sakristei im „Alten Haus“ konnte die Schönstatt-Bewegung wieder mit dem Ursprungsensemble von Haus und Heiligtum arbeiten. Unterstützt von einer 24/7 Übertragung aus dem Urheiligtum ins Internet war es in den vergangenen Jahren möglich, Schönstatt als internationalen Gnadenort von seinem Mittelpunkt aus weltweit zu erleben. Mit der Kündigung der Miete dieser Räume durch die Pallottiner, deren Nachnutzung bisher offiziell nicht kommuniziert wurde, wird der „Gründungsraum Schönstatts von Altem Haus und Urheiligtum“ aufgelöst und das Erlebnis des Ortes erschwert. Eine Zäsur, die die weitere Entwicklung der internationalen Bewegung sicher mitprägen wird. Verantwortliche der Bewegung sprechen davon, dass es notwendig sein wird, in einer vorsehungsgläubigen Haltung Räume und Formate zu schaffen, in denen die enge Verbindung zwischen Urheiligtum und Altem Haus als Ort der Gründung der Bewegung neu ins Bewusstsein kommt und in seiner Relevanz für die Zukunft der Bewegung tiefer verstanden wird.

Für das wiederholte Entgegenkommen der Pallottiner in den Gesprächen über den genauen Zeitpunkt der Beendigung des Mietverhältnisses in den vergangenen Monaten spricht die Schönstatt-Bewegung ausdrücklich ihren Dank aus.

Zahlreiche technische Einrichtungen müssen neu organisiert werden, darunter Stromversorgung, Übertragungstechnik, Webcam, Beschallung und Beleuchtung. (Foto: Brehm)

Zahlreiche technische Einrichtungen müssen neu organisiert werden, darunter Stromversorgung, Übertragungstechnik, Webcam, Beschallung und Beleuchtung. (Foto: Brehm)

Das Urheiligtum organisatorisch neu aufstellen

Die mit der Kündigung der Sakristeiräume verbundenen Folgen für das Urheiligtum und seinen ‚Heiligen Bezirk‘ sind gravierend. Offensichtlich ist, dass hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unmittelbarer Nähe zum Heiligtum geeignete Räume benötigen, um Besucher zu empfangen und die Funktionsfähigkeit des internationalen Gnadenortes sicherzustellen.

Zudem müssen zahlreiche technische Einrichtungen neu organisiert werden, darunter Stromversorgung, Übertragungstechnik, Webcam, Beschallung und Beleuchtung. Für die Übergangszeit wurden bereits erste technische Lösungen, wie zum Beispiel die Installation einer Mobilfunk-Antenne auf dem Dach des Heiligtums, geschaffen.

Am Glockenturm des Urheiligtums wurde bereits eine Mobilfunk-Antenne installiert, über die zukünftig die Internetanbindung des Heiligtums zur Übertragung der Gottesdienste sichergestellt werden wird (Foto: Brehm)

Am Glockenturm des Urheiligtums wurde bereits eine Mobilfunk-Antenne installiert, über die zukünftig die Internetanbindung des Heiligtums zur Übertragung der Gottesdienste sichergestellt werden wird (Foto: Brehm)

Nach einem Konsultationsprozess im Generalpräsidium soll nun auch der Bau einer neuen Sakristei verwirklicht werden. Die Bauantragsunterlagen wurden am 19. Mai 2026 bei den zuständigen Behörden eingereicht. Als Übergangslösung ist ab Freitag, 19. Juni 2026, die Aufstellung von Baucontainern auf dem Pilgerplatz beim Urheiligtum als vorläufigem Sakristei-Ersatz vorgesehen.

Pastorale Perspektiven für die Zukunft

Die Entwicklungen um das Urheiligtum fallen zusammen mit bereits laufenden Überlegungen zur pastoralen Neuaufstellung am internationalen Gnadenort. Zusammen mit Schwester M. Anika Lämmle wird Pater Stefan Strecker ISch, ab 15. August für drei Jahre erstmals im Zweier-Team die Verantwortung für den internationalen Gnadenort übernehmen. Im engeren „Zusammenwirken der ‚Trägerkreise‘ von Urheiligtum, Pilgerkirche, Wallfahrt und internationaler Pilgerkoordination sind hoffnungsvolle Ansätze zu beobachten, auf deren Grundlage derzeit eine „Pastoral des internationalen Gnadenortes“ erarbeitet wird. Im Herbst soll auf Initiative der neuen Wallfahrtsleitung eine pastorale Planungskonferenz für das Jahr 2027 stattfinden.

 


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