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Ein Leben für die kroatische Schönstattfamilie – Hedwig Weinzierl, Mitglied im Schönstatt Frauenbund, ist verstorben
Todesanzeige Hedwig Weinzierl
Hbre. Am 5. Juni 2026 ist Hedwig Weinzierl, ein Mitglied der Gemeinschaft des Schönstatt-Frauenbundes, im Herz-Jesu-Krankenhaus in Dernbach verstorben. Die aus München stammende Schönstätterin wurde am 6. August 1934 geboren und gehörte seit dem 6. April 1958, dem Tag ihrer „Aufnahmeweihe“ im Urheiligtum in Schönstatt, Vallendar, dem Schönstatt-Frauenbund an. Zuletzt lebte sie in einer Wohngruppe für hochbetagte Mitglieder der Gemeinschaft in Haus Mariengart.
Mit ganzer Hingabe für Schönstatt in Kroatien
Hedwig Weinzierl setzte sich mit ganzer Kraft für den Aufbau Schönstatts im westlichen Balkan ein. Eine besondere Freude war für sie das Werden der beiden Schönstatt-Heiligtümer in Kroatien (Foto: Privat)
Die kroatische Schönstattfamilie verbindet mit „Schwester Hedwig“ vor allem Dankbarkeit. „Denn vor allem hat sie uns geliebt – jeden Einzelnen von uns und ihre kroatische Schönstattfamilie, für die sie gelebt und sich hingegeben hat“, heißt es in einem Nachruf auf der Homepage der kroatischen Schönstattfamilie.
Schon als junge Frau habe sich Hedwig Weinzierl für die sogenannte „Ost-Sendung“ Schönstatts interessiert. Pater Christoph Horn beschreibt, wie sie Schönstatt Vorträge von Pater Chrysostomus Grill ISch hörte und dadurch den Weg in das damalige Jugoslawien fand. Dort lernte sie zunächst die kroatische Sprache.
Von 1980 bis 2006 wirkte sie als pastorale Mitarbeiterin in der Pfarrei Ruma gemeinsam mit Pfarrer Boško Radielovic. In diese Arbeit berufen wurde sie von Erzbischof Ciril Kos aus Dakovo-Osijek. Hedwig Weinzierl spielte Orgel, leitete den Kirchenchor und gründete Schönstattgemeinschaften in Ruma und weiteren Orten.
Pater Chrysostomus Grill ISch nährte in Hedwig Weinzierl das Feuer für die Sendung Schönstatts im „Osten“ (Foto: privat)
Die „Schönstatt-Fackel“ weitergegeben
Besonders prägend war ihr Einsatz für den Aufbau der kroatischen Schönstattfamilie. Als 1998 die Pilgernde Gottesmutter in die Region kam, half sie maßgeblich bei ihrer Verbreitung im Dekanat Syrmien. Viele Menschen verbanden Schönstatt unmittelbar mit ihrer Person.
Pater Christoph Horn erinnert sich an eine Frau, die „stets offen, hilfsbereit und treu zu Pater Kentenich, zur Schönstatt-Spiritualität und zur kroatischen Schönstattfamilie“ gewesen sei. Der Aufbau der kroatischen Schönstattfamilie und der beiden Heiligtümer sei „ihr Lebenswerk“ gewesen.
Auch die Öffentlichkeitsarbeit habe ihr besonders am Herzen gelegen. Im kroatischen Ruma entstand die Idee zum „Bündnisbrief“, einem Mitteilungsblatt für die damals noch kleine Schönstattfamilie. Über viele Jahre finanzierte Schwester Hedwig das Blatt aus eigenen Mitteln. Zudem finanzierte ihre Gemeinschaft die Altäre des ersten und zweiten kroatischen Schönstatt-Heiligtums. Lidija Molnar schreibt im Nachruf: „Die Schönstatt-Fackel im Herzen unserer Schwester Hedwig wärmte nicht nur – sie entzündete auch viele andere für das Schönstattwerk.“
In der Spur Pater Kentenichs die Gottesmutter zu den Menschen zu bringen, dafür setzte sich Hewig Weinzierl aus ganzem Herzen ein (Foto: privat)
Vertrauen auf die göttliche Vorsehung
Viele Weggefährten erinnern sich an ihre Genauigkeit, Verlässlichkeit und ihren Humor. Ebenso prägte sie ein tiefes Vertrauen auf die göttliche Vorsehung. „Hedwig lebte aus einer Haltung grenzenloser Sorglosigkeit“, so Lidija Molnar weiter. Für Hedwig habe das Wort Pater Josef Kentenichs: „Unsere größte Sorge sollte sein, in jeder Sekunde grenzenlos sorglos zu sein, nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil wir auf Gott vertrauen“ eine große Bedeutung gehabt.
Auch nach ihrer Rückkehr nach Schönstatt blieb die Verbindung zu Kroatien eng. Wegen einer Herzerkrankung musste sie 2009 Kroatien verlassen und zog in das Zentralhaus ihrer Gemeinschaft, Haus Mariengart in Schönstatt, Vallendar, ein. Dennoch nahm sie noch an der Einweihung des ersten Heiligtums in Kroatien am 22. August 2009 in Mala Subotica teil. Gemeinsam mit einer jungen Bundesschwester fuhr sie mit dem Auto von Schönstatt dorthin.
Der Tod von Hedwig Weinzierl fiel auf den „Herz-Jesu-Freitag“ im „Herz-Jesu-Monat“. Zur gleichen Zeit läuteten in Markuševec erstmals seit dem Erdbeben von Zagreb 2020 wieder die Glocken der renovierten Kirche St. Simon und Judas Thaddäus. Mit Hewig Weinzierl verliert nicht nur die kroatische Schönstattfamilie eine Zeugin für das Vertrauen auf Gottes Vatersorge und Vaterliebe.
Mehr Informationen
- Requiem: 26. Juni 2026, 14.00 Uhr, Hauskapelle Haus Mariengart, Schönstatt, Vallendar
- Anschließend Urnenbeisetzung auf dem Friedhof von Haus Mariengart
- Einladung zum Trauerkaffee für alle Trauergäste
- Kondolenzadresse: Schönstatt-Frauenbund, Brigitte Wehle, Am Marienberg 3, 56179 Vallendar, wehlebrigitte@gmail.com
