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„Der doppelte Schlüssel zur Sturmtänzerin“ – Frauenfrühstück auf dem Marienberg
Domkapitular Martin J. Emge hielt den Impuls beim Frauenfrühstück am 20. Mai im Schönstattzentrum Marienberg, Scheßlitz (Foto: Vroni Freitag)
Renate Siebenkäss/Hbre. Rund 75 Frauen waren am 20. Mai der Einladung zum Frauenfrühstück ins Schönstattzentrum Marienberg, Scheßlitz, Erzbistum Bamberg, gefolgt. Nach der Begrüßung durch Erika Wagner und einem gemeinsamen Tischgebet genossen die Teilnehmerinnen ein reichhaltiges Frühstücksbüfett, das von einem ehrenamtlichen Team vorbereitet worden war. Im Mittelpunkt des Vormittags stand anschließend der Vortrag von Domkapitular Martin Emge unter dem Titel „Der doppelte Schlüssel zur Sturmtänzerin“.
Ausgangspunkt seiner Gedanken war das Bild einer Tänzerin, die leicht und frei im Sturm tanzt. Martin Emge verband dieses Motiv mit der Frage, wie Menschen – besonders Frauen – in einer von Unsicherheit, Krisen und Konflikten geprägten Zeit innerlich frei bleiben können. Dabei verwies er auf Frauen in Kriegs- und Krisengebieten, die trotz schwerer Belastungen Stärke und Widerstandskraft zeigen.
Erika Wagner begrüßt die Teilnehmenden sowie den Referenten der Veranstaltung (Foto: Vroni Freitag)
Maria – Frau mit Unsicherheitskompetenz
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Gestalt Marias. Emge beschrieb sie als Frau mit „Unsicherheitskompetenz“, die seit der Verkündigung im Vertrauen auf Gott gelebt habe. Von dort aus führte er zur zentralen Frage des Vormittags: Wie kann ein Mensch heute selbst zur „Sturmtänzerin“ werden?
Der Schatz des Persönlichen Ideals
Als Antwort stellte der Referent den „doppelten Schlüssel“ vor: das Persönliche Ideal und die gelebte Verbundenheit. Das Persönliche Ideal beschrieb er als den „kostbaren Schatz“, den Gott jedem Menschen ins Herz gelegt habe. Es gehe darum, die eigene Berufung und Lebensaufgabe zu entdecken. An Maria verdeutlichte er diesen Gedanken mit ihrem Wort: „Siehe, ich bin eine Dienerin des Herrn.“
Der Referent setzte eine interessante Präsentation zu seinem Thema "Der doppelte Schlüssel zur Sturmtänzerin – Persönliches Ideal und Verbundenheit" ein (Foto: Vroni Freitag)
Verbundenheit trägt durch Krisen
Zugleich hob Emge die Bedeutung von Verbundenheit hervor: tragfähige Beziehungen, Gesprächsfähigkeit und die Bindung an Gott seien entscheidend, um Krisen bestehen zu können. Besonders das Liebesbündnis mit Maria verstehe die Schönstattbewegung als Zusage: „Du kannst immer mit mir rechnen.“
Tägliches Gebet gibt Halt und Orientierung
Breiten Raum nahm auch die Bedeutung des Gebets ein. Christen seien „Vollzeitchristen – nicht Teilzeitchristen nur sonntags beim Gottesdienst“. Das tägliche Gebet gebe Halt und helfe, in den „Stürmen des Lebens“ nicht die Orientierung zu verlieren.
Zum Abschluss griff Martin Emge das Leitmotiv des Erzbistums Bamberg „Du bewegst die Welt“ auf und ermutigte dazu, über persönliche Glaubenserfahrungen ins Gespräch zu kommen. Viele Teilnehmerinnen zeigten sich beeindruckt von der Verbindung lebensnaher Beispiele mit spirituellen Impulsen. Eine Teilnehmerin sagte: „Ich werde mir Gedanken darüber machen, welchen Schatz mir Gott ins Herz gelegt hat!“
