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„Viele Hände – viele Füße – viele Kuchen“ – Schönstattzelt wird auf dem Katholikentag zum Ort der Begegnung
Die Zelte der Kirchenmeile in Würzburg entlang des Mainufers (Foto: Harald Knes)
Wolfgang Fella. Mitten auf der stark frequentierten „Kirchenmeilen-Autobahn“ des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg war das Zelt der Schönstatt-Bewegung über vier Tage hinweg ein viel besuchter Treffpunkt. Das Café im Schönstattzelt bot nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch Begegnung, Gespräche und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Zeitweise sei das Zelt „knapp an der Überfüllung“ gewesen, berichten die Verantwortlichen.
Eigentlich habe oft schon der Hinweis auf „leckere Kuchen und frisch gebrühten Kaffee“ genügt, damit Besucherinnen und Besucher im gemütlichen Cafébereich eine Pause einlegten. Dazu kam ein täglich wechselndes Programm mit Gästen aus Politik, Kirche und Kultur. Mit dabei waren unter anderem die frühere Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff sowie Bischof Dr. Michael Gerber. Auch musikalisch setzte das Zelt Akzente – etwa mit Liedermacher Wilfried Röhrig oder Gertraud Wackerbauer & Friends.
Das Schönstatt-Zelt stand öfters kurz vor der Überfüllung durch den großen Andrang (Foto: Fella)
Vielfalt an Talenten
Dass das Schönstattzelt zu einem so lebendigen Begegnungsort werden konnte, sei dem Einsatz vieler Helferinnen und Helfer zu verdanken gewesen. „Viele fleißige und engagierte Menschen“ hätten „Hand in Hand zusammen gearbeitet“. Unterstützt wurde das Projekt sowohl vom erfahrenen Katholikentags-Team der deutschen Schönstatt-Bewegung als auch von Schönstättern aus Würzburg und Waldstetten.
Besonders sichtbar geworden sei dabei die große Vielfalt an Talenten und Aufgaben: Organisation und Logistik, Auf- und Abbau, Dekoration, Kuchenspenden, Service hinter der Theke, Spüldienst und Gästebetreuung. „Ohne die vielen Kuchenproduzenten wäre unser kulinarisches Angebot schwach ausgefallen“, heißt es im Rückblick. Ebenso habe das Dekoteam dazu beigetragen, dass das Zelt eine einladende Atmosphäre ausstrahlte.
Engagiert hält Christine Lieberknecht ihren Vortrag (Foto: Fella)
Zusammenspiel der Gliederungen
Der Zuspruch sei während des gesamten Katholikentags groß gewesen. „Haben wir 100 Kuchen verteilt und haben wir 1.000 Gespräche geführt?“, fragt der Autor augenzwinkernd. Deutlich geworden sei jedenfalls, dass die Schönstatt-Bewegung auf dem Katholikentag präsent und wahrnehmbar gewesen sei – nicht nur für langjährige Mitglieder, sondern auch für viele Menschen, die erstmals mit der Bewegung in Berührung kamen.
Karin und Kuno Leibold stellen im Gespräch mit Pater Hans-Martin Samietz ISch das Projekt Eheweg im Zelt vor (Foto: Fella)
Besonders hervorgehoben wird das gute Miteinander der unterschiedlichen Gliederungen und Generationen. „Mitglieder aus der männlichen und weiblichen Jugend (MJF und SMJ), Frauen und Männer, Schwestern, Diakone und Patres – alles ein großes Team.“ Gerade dieses Zusammenspiel habe das Zelt zu einem „echten Gemeinschaftserlebnis“ gemacht.
„Hab Mut, steh auf!“
Unter dem Leitwort des Katholikentags „Hab Mut, steh auf!“ wurde das Schönstattzelt für viele Besucherinnen und Besucher zu einem Ort der Stärkung, der Begegnung, des Austausches und des Wiedersehens mitten im Trubel der Kirchenmeile.
Großes Treiben herrschte auf den Straßen der Innenstadt Würzburgs - alles überragt vom "Mutmach-Dom", vor dem sich häufig lange Schlangen von Wartenden bilden (Foto: Harald Knes)
