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28. April 2026 | Deutschland | 

Seminar zum „Persönlichen Ideal“ – Schönstatt-Campus hat Arbeit aufgenommen


Auf dem Weg zum Persönlichen Ideal: Findung, Umsetzung und konkrete Methoden (Foto: KI-generiert)

Auf dem Weg zum Persönlichen Ideal: Findung, Umsetzung und konkrete Methoden (Foto: KI-generiert)

Hbre. Am 24. und 25. April 2026 fand im Haus der Bewegung, dem Tagungszentrum Marienau, Schönstatt, Vallendar, das erste Seminarwochenende des neu geschaffenen Schönstatt-Campus „leiten & bewegen“ statt. Das 1,5-tägige Modul zum Thema „Persönliches Ideal – Findung, Umsetzung und konkrete Methoden“ richtete sich an Begleiterinnen und Begleiter von Einzel- und Gruppenprozessen sowie an alle, die in der Bewegungsarbeit mit dem Persönlichen Ideal arbeiten. Maßgeblich mitverantwortet wurde das Modul von Pfr. Peter Göttke, P. Hans-Martin Samietz und Dr. Tobias Hofmann.

Vom Konzept zur gelebten Praxis

Im Mittelpunkt stand das Persönliche Ideal als „einzigartiger Gedanke Gottes, der deinen Namen trägt“. Das Seminar verstand dies nicht nur als theoretisches Konzept, sondern als Haltung und dynamische Lebenskonstante. Ziel war es, die Brücke von theologischer Grundlage zur konkreten Praxis zu schlagen damit das Persönliche Ideal als Motivationsquelle im Alltag fruchtbar werden kann. Ein abwechslungsreiches Programm vermittelte dazu praxisnahes „Handwerkszeug“, um Prozesse der Idealfindung und Umsetzung in Gruppen und bei Einzelnen zu begleiten.

Lernen aus Erfahrung und Vielfalt

Die Teilnehmenden berichteten zum Abschluss des Modulkurses von einem vertieften Verständnis des Persönlichen Ideals als lebendige Einheit, insbesondere im Zusammenspiel mit GTO, PE und geistlicher Begleitung. Die Rolle der Hauptleidenschaften (Eroberungsdrang, Hingabedrang, Freiheitsdrang, Gestaltungsdrang, Leistungsdrang) wurde dabei neu erschlossen. Für Einzelne veränderte sich dadurch der Blick grundlegend: Das Persönliche Ideal wurde vor diesem Hintergrund als „Lebensatem“ erfahren, der die vielen bestehenden Konzepte belebt und Leistungsdruck entgegenwirkt.

Als besonders bereichernd wurde die Sammlung konkreter Methoden und Ideen wahrgenommen, die künftig weiter vertieft und angewendet werden sollen. Zugleich trug die Vielfalt der Perspektiven dazu bei, neue Zugänge zu eröffnen und Denkprozesse zu weiten.

Ein Raum für Zukunftsfragen

Deutlich wurde auch der Bedarf an solchen Lern-Formaten innerhalb der Bewegung. Der Schönstatt-Campus wurde als Experimentierfeld und Ort gemeinsamen Wachstums beschrieben, der über Gliederungsgrenzen hinweg ein Miteinander als „Schönstatt-Familie“ stärkt. Gerade angesichts von Personalmangel und zukünftiger Leitungsverantwortung wurden offene Denk- und Entwicklungsräume als notwendig hervorgehoben. Die Motivation zur weiteren Vernetzung und zur Fortführung des Campus-Konzepts ist entsprechend hoch.

Mehr Informationen

  • Ein zweites Modul mit dem Schwerpunkt Begleitung von Einzel- und Gruppenprozessen mit Hilfe des Konzeptes Persönliches Ideal ist innerhalb des nächsten halben Jahres geplant.
  • Weitere Module am Schönstatt-Campus sind in der Planung
  • Kontakt zum Schönstatt-Campus: goettke@schoenstatt.de oder hsamietz@googlemail.com

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