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„Europa Gott anvertrauen“ – Neuntagegebet führt zum Europatag hin
Neun-Tagegebet für Europa vom Netzwerk "Miteinander für Europa" (Foto: KI-generiert ChatGPT)
Hbre. Mit einer Gebetsinitiative lädt das ökumenische Netzwerk „Miteinander für Europa“, zu dem auch die Schönstatt-Bewegung zählt, dazu ein, sich auf den 9. Mai, den Europatag, vorzubereiten. Die von Sr. Nicole Grochowina, Christusbruderschaft Selbitz, und Matthias Buehlmann, Vineyard, verfasste Novene versteht sich als ein geistlicher Weg, um den Kontinent Gott anzuvertrauen und gleichzeitig das Engagement für Frieden, Einheit und Versöhnung über Ländergrenzen hinweg zu erneuern.
Beten als gemeinsamer Weg
Die Novene greift eine der ältesten Formen christlicher Tradition auf und führt über neun Tage hinweg Schritt für Schritt zu einem vertieften geistlichen Blick auf Europa. In einer Zeit, die von Zersplitterung und Konflikten geprägt ist, will sie Raum schaffen, um innezuhalten und dem Wirken des Heiligen Geistes neu Aufmerksamkeit zu schenken. Dieser Gebetsweg möchte zu einem Weg werden, auf dem Hoffnung wachsen kann.
Im Zentrum des Gebetes steht eine täglich wiederkehrende Anrufung: die Bitte um sehende Augen, hörende Ohren, offene Herzen, gehende Füße, handelnde Hände und mutige Worte. Dieses Gebet entfaltet sich Tag für Tag in unterschiedlichen Perspektiven des christlichen Zeugnisses, vom Blick für das Gute über das aufrichtige Zuhören bis hin zum konkreten Handeln und zur Verkündigung der Hoffnung.
Europa braucht eine Seele
Die Gebets-Initiative des ökumenischen Netzwerkes „Miteinander für Europa“ versteht sich als Ausdruck einer gemeinsamen Sendung verschiedener christlicher Gemeinschaften und Bewegungen. Trotz aller Unterschiede verbindet die Mitglieder der verschiedenen Gemeinschaften, Bewegungen und Werke die Überzeugung, dass Europa eine geistliche Mitte braucht, eine „Seele“, die aus dem Evangelium lebt und Einheit in Vielfalt ermöglicht. Die Novene will dazu ermutigen, diese Haltung nicht nur im Gebet, sondern auch im Alltag konkret werden zu lassen.
Deshalb will die Novene nicht bei einem geistlichen Impuls stehen bleiben. Sie lädt dazu ein, das eigene „Ja“ zum Gebot der Liebe zu erneuern und daraus konkrete Schritte im persönlichen und gesellschaftlichen Leben zu gehen. Aus dieser Haltung kann eine Hoffnung wachsen, die Europa neu prägt und ihm ein menschliches und glaubwürdiges Gesicht gibt.
