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Osterweg auf Berg Schönstatt hat das Ostergeschehen ergehbar und anschaulich gemacht
Der Osterweg auf Berg Schönstatt mit seinen vielen attraktiven Mitmachstationen zog viele Familien und Einzelpersonen an (Foto: Brehm)
Hbre. Der Osterweg zwischen dem Tagungszentrum Marienland und dem Pater-Kentenich-Haus auf Berg Schönstatt, Vallendar, der in diesem Jahr erstmals im Pater-Kentenich-Haus endete, hat in diesem Jahr eine große Zahl von Familien und Einzelpersonen angezogen. In der Eingangshalle zur Ausstellung über Leben und Wirken des Schönstattgründers waren die biblischen Szenen des Ostergeschehens mit Egli-Figuren dargestellt. Die Besucher konnten sich an verschiedenen Stationen des Osterweges nicht nur zum Ostergeschehen informieren, sondern dieses aktiv nachempfinden, etwa indem sie einen Kreuzesbalken anheben konnten, der in etwa dem Balken entsprach, den Jesus auf seinem Weg zur Kreuzigung zu tragen hatte.
Schwester M. Natalie Stewart hat sich besonders für die Weiterentwicklung des Osterweges auf Berg Schönstatt eingesetzt (Foto: Videoausschnitte)
Einen einfachen Zugang zum Glauben zu eröffnen
„Unser Osterweg ist über die Jahre gewachsen und verfolgt das Anliegen, das Geschehen von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu anschaulich und zugänglich zu machen“, so beschreibt Schwester M. Natalie Stewart die Initiative, die ursprünglich klein begann und von Jahr zu Jahr erweitert wurde. Ziel sei es, durch Stationen im Freien, durch Bilder, Texte und Mitmachangebote einen einfachen Zugang zum Glauben zu eröffnen. „Wir möchten den Menschen ermöglichen die zentrale Botschaft des Osterfestes, ‚der Herr ist wahrhaft auferstanden!‘ zu erfahren und in ihren Alltag mitzunehmen.“
Anschauliche Zugänge zum Ostergeschehen
Schwester Gisela-Maria Mues, Leiterin des Pater-Kentenich-Hauses auf Berg Schönstatt, freut sich, dass in den zwei Wochen rund um Ostern das Haus, das als Ausstellungsgebäude in erster Linie dem Leben des Schönstattgründers Pater Josef Kentenich gewidmet ist, zahlreiche Besucher empfangen konnte. „Besonders junge Familien mit Kindern nutzen das Angebot, in der Eingangshalle die mit „Egli-Figuren“ gestellten biblischen Szenen des Ostergeschehens, zu betrachten.“
Bereits am Karfreitag seien erste Familien, die über ein Plakat in ihrer Kita aufmerksam geworden sind, ins Foyer der Ausstellung gekommen, so die Marienschwester und in den folgenden Tagen sei die Besucherzahl kontinuierlich angestiegen: „Mehrere Personen haben ihre handgemachten Egli-Figuren für die Darstellung der biblischen Szenen zur Verfügung gestellt. Viele Kinder kennen diese Darstellungsform bereits aus Kindergarten, Grundschule oder Kinderkirche und finden sich schnell in den Szenen zurecht.“ Eine Familie berichtet im Anschluss, dass ihre Kinder die Darstellungen sofort wiedererkennen und „von Tisch zu Tisch gehen und ganz lebendig die einzelnen Szenen kommentiert haben“.
„In ruhigeren Momenten“, so Schwester Gisela-Maria, „sind einzelne Besucher still von Szene zu Szene gegangen.“ „Es ist großartig, was hier zu sehen ist. Mir ist das Ostergeschehen nochmals ganz nahegekommen. Vielen Dank“, so eine Rückmeldung einer Besucherin.
Im Foyer des Pater-Kentenich-Hauses waren viele biblische Szenen der Kar- und Ostertage mit "Egli"-Figuren nachgestellt. Im Bild: Jesu auf einem Esel reitend bei seinem Einzug in Jerusalem (Foto: Schw. Gisela-Maria Mues)
Neue Zugänge für Erstbesucher des Pater-Kentenich-Hauses
Für manche Besucher sei es der erste Aufenthalt im Pater-Kentenich-Haus gewesen. Daher hätten Fragen nach der Funktion des Gebäudes zu einem vertieften Interesse geführt. Der kreuzförmige Grundriss des Gebäudes habe Neugier auf die Entstehung und Bedeutung des Hauses geweckt. „Viele nutzen auch die Gelegenheit, den Ausstellungsbereich zum Leben und Wirken Pater Kentenichs zu besuchen und manche haben den Wunsch nach Führungen und weiteren Angeboten geäußert“, so die Leiterin des Ausstellungsgebäudes.
Erlebnis Osterweg und Ruhe verbinden
Die Stationen des Osterweges zwischen Pater-Kentenich-Haus und dem Tagungsentrum Marienland haben zum aktiven Mitmachen eingeladen: Kreiden zum Bemalen der Wege, ein Esel aus Holz zum „Reiten“, ein Kreuzesbalken zum Tragen sowie Spiele wie Ostermemory oder Wurfspiele. In der Schönstattkapelle beim Tagungszentrum konnten Besucher eine Ostergeschichte hören, Osterwasser mitnehmen und persönliche Anliegen in eine Gebetsmauer einbringen. An einer Tücherstation wurden Bänder mit Namen von Menschen angebracht, für die gebetet wird. „Familien, die zuvor den Osterparcours mit Spielen und Aktivitäten im Außenbereich durchlaufen haben, nutzten die Ausstellung als ruhigen Abschluss“, do Schwester Gisela-Maria. „In einer Mal- und Spielecke konnten die Kinder Ostereier oder Ausmalbilder zur Auferstehung gestalten. So konnte der Osterweg Bewegung und Besinnung verbinden.“
Bleibende Eindrücke
Der Osterweg und die Ausstellung im Pater-Kentenich-Haus haben bei vielen Besuchern bleibende Eindrücke hinterlassen und auch den Wunsch geweckt, wiederzukommen. Und der abschließende Besuch auf dem Spielplatz des Tagungszentrums oder eine Tasse Kaffee in der Caféteria rundet den Aufenthalt für viele Familien ab.
