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„Eine Stunde vor dem Herrn“ – Gebetsverbundenheit reicht vom Bamberger Schönstattzentrum Marienberg bis nach Rom
Die „Stunde vor dem Herrn“ im Schönstattzentrum Marienberg, Scheßlitz verband sich mit dem Friedensgebet des Papstes auf dem Petersplatz (Foto: Sr. M. Carolina)
Renate Siebenkäs/Hbre. Am Samstag, 11. April 2026, fand auf dem Marienberg eine Anbetungsstunde unter dem Titel „Eine Stunde vor dem Herrn“ statt. Zeitgleich fand nach einem Aufruf von Papst Leo XIV. zum weltweiten Gebet ein Friedensgebet im Petersdom in Rom statt, in die sich die Teilnehmenden in Scheßlitz einschalteten. So entstand eine besondere geistliche Verbundenheit, die über das Schönstatt-Heiligtum der Erzdiözese Bamberg hinaus internationale Dimensionen annahm.
Gebet für den Frieden in weltweiter Einheit
Bereits am Ostersonntag hatte der Papst angesichts der anhaltenden Konflikte weltweit zu einem gemeinsamen Gebet für den Frieden eingeladen. Auf dem Marienberg wurde dieser Impuls aufgegriffen: Der erste Teil der Anbetung war bewusst dem Friedensgebet gewidmet. Die zeitgleiche Ausrichtung verlieh der Stunde eine besondere Tiefe, eine „gebetete Verbundenheit“, die über Orte und Ländergrenzen hinausreichte.
An der Kinderkatechese nahmen rund 60 Kinder und Erwachsene teil (Foto: Sr. M. Carolina)
Stilles Gebet und Nähe zu Jesus Christus
Im Zentrum der Anbetung stand die stille Begegnung mit Christus im ausgesetzten Allerheiligsten. Schlichte Gebetstexte und die musikalische Begleitung durch Mitglieder der Gemeinschaft Emmanuel halfen, zur Ruhe zu kommen. Die Teilnehmenden konnten ihre Sorgen und Belastungen vor Gott tragen, Kerzen entzünden und sich bewusst in seine Nähe stellen.
Eine Teilnehmerin formulierte: „Es tut mir sehr gut, in der Stille meinen Gedanken nachgehen zu können, die Probleme von einer anderen Perspektive anzuschauen, alles Schwere loszulassen, einfach da zu sein.“ Ein weiterer Teilnehmer ergänzte: „In dieser Anbetungszeit kann ich mich fallen lassen in die Nähe Gottes, um dann neu gestärkt in meinen Alltag heimzugehen.“
Schwester M. Carolina Ehrensberger, die Initiatorin der Stunde vor dem Herrn, betonte besonders die internationale Verbindung: „Ich habe mich richtig gefreut, heute Abend mit unserer Anbetungszeit die Verbundenheit mit dem Heiligen Vater zu zeigen. Seine Anliegen sind auch unsere Anliegen!“
Die Kinder läuteten voller Freude die "Osterglocken" (Foto: Sr. M. Carolina)
Kinderkatechese und österliche Begegnung
Bereits am Nachmittag hatte eine Kinderkatechese zahlreiche Familien auf den Marienberg geführt. Rund 60 Gäste, darunter viele Kinder, nahmen teil. Mit einfachen Impulsen wurde das Ostergeschehen erschlossen, zur Freude nicht nur der Kinder, sondern auch der Eltern. Anschließend sorgten spielerische Elemente für eine lebendige Atmosphäre: Highlights für die Kinder war es eine Glocke läuten zu können und die Hasen „Hoppel“ und „Mümmel“ spazieren führen zu dürfen.
Ausblick
Das Erlebnis dieses Tages war die Verbindung von Gebet, Gemeinschaft und gemeinsam erlebter Osterfreude, die die Teilnehmenden in ihren Alltag gerne mitnehmen wollten.
- Die nächste Anbetungsstunde „Eine Stunde vor dem Herrn“ ist für den 6. Juni 2026 geplant.
