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10. April 2026 | Deutschland | 

Familie im Wandel – Ein Wochenende für Eltern erwachsener Kinder eröffnet neue Perspektiven


Impuls beim Wochenende „Familie im Wandel“: Wir als (künftige) Schwiegereltern – von Manula & Peter Miller (Foto: Wittmann)

Impuls beim Wochenende „Familie im Wandel“: Wir als (künftige) Schwiegereltern – von Manula & Peter Miller (Foto: Wittmann)

Anneliese und Klaus Wittmann. Beim  vom 27. bis 29. März 2026 in Memhölz setzten sich Eltern erwachsener Kinder intensiv mit ihrer neuen Rolle auseinander. Impulse und der Austausch untereinander eröffneten neue Perspektiven im Umgang mit Schwiegerkindern, dem Loslassen und der eigenen Partnerschaft. Viele Teilnehmende erlebten die Tage als stärkend und klärend für ihr familiäres Miteinander.

Annahme als Schlüssel für Beziehungen

Gleich zu Beginn wurde deutlich: Es geht nicht um schnelle Lösungen, sondern um ehrliches Hinschauen. In einer offenen Atmosphäre teilten die Teilnehmenden persönliche Erfahrungen. Besonders prägend war die Einsicht, dass die Annahme des Schwiegerkindes entscheidend für die Beziehung zum eigenen Kind ist. „Nimm dein künftiges Schwiegerkind an – egal, ob es dir gefällt oder nicht“, fasste es eine Teilnehmerin für sich zusammen.

Perspektivwechsel aus eigener Erfahrung

Ein Impuls von Manuela und Peter Miller lud dazu ein, sich an die eigene Zeit als Schwiegerkind zu erinnern. Dabei wurde sichtbar, wie prägend frühere eigene Erfahrungen für das heutige Verhalten sind. Daraus erwuchs die Frage: „Wie wollen wir selbst als Schwiegereltern sein?“ Themen wie Nähe und Distanz, Unterstützung ohne Einmischung oder der Umgang mit Krisen wurden offen angesprochen und gemeinsam reflektiert.

Workshop: Wie drücken sich meine/unsere Werte gegenüber meinen (künftigen Schwieger)Kindern aus? (Foto: Wittmann)

Workshop: Wie drücken sich meine/unsere Werte gegenüber meinen (künftigen Schwieger)Kindern aus? (Foto: Wittmann)

Die eigenen Werte klären und dadurch Orientierung gewinnen

Im Workshop von Anneliese und Klaus Wittmann rückten persönliche Werte in den Mittelpunkt. In Einzelarbeit, im Paargespräch und im Austausch wurde deutlich, wie sehr Werte das eigene Handeln prägen. „Als ob sich der Nebel lichtet“, beschrieb ein Paar diese Erfahrung. Die bewusste Auseinandersetzung mit den eigenen Haltungen führte bei vielen zu mehr Klarheit und Gelassenheit im Umgang mit familiären Spannungen.

Loslassen als Weg des Vertrauens

Am Samstagabend vertiefte Pater Elmar Busse das Thema Loslassen aus geistlicher Perspektive. Ausgehend vom biblischen Wort wurde deutlich: Loslassen bedeutet Vertrauen: vertrauen in das eigene Kind und vertrauen in Gottes Begleitung. Symbolisch wurde dies durch die Übergabe kleiner Holzkreuze im Schönstatt-Heiligtum zum Erlebnis. Die Erfahrung, Kinder nicht „ins Leere“, sondern in Gottes Hand zu übergeben, wurde von Teilnehmenden als entlastend beschrieben.

Impuls: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen – von Pater E. Busse (Foto: Wittmann)

Impuls: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen – von Pater E. Busse (Foto: Wittmann)

Neue Chancen für die Partnerschaft

Der Blick richtete sich am Sonntag nach vorne: Wenn Kinder eigene Wege gehen, entsteht für Eltern ein neuer Freiraum. Die Frage „Wann haben wir das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?“ regte dazu an, die eigene Ehe neu zu gestalten und bewusst zu leben.

Gemeinschaft, die trägt

Neben der inhaltlichen und thematischen Arbeit war das Erlebnis von Gemeinschaft untereinander ein prägender Faktor. Der Austausch mit anderen Eltern in ähnlichen Lebensphasen wurde so als stärkend erlebt. „Es war wie eine liebevolle Selbsthilfegruppe“, sagte ein Teilnehmer. Viele nahmen neue Zuversicht und gewachsene Wertschätzung für ihre Kinder und Schwiegerkinder mit nach Hause.

Mehr Informationen

  • Das nächste Wochenende zum Thema „Gelungene Beziehungen in unserer Familie“ findet vom 19. bis 21. März 2027 im Schönstattzentrum Memhölz statt
  • Zielgruppe sind Eltern erwachsener Kinder

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