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Vom „Bleiben“ – mitten im Sturm? – Absolventenkongress der Akademie für Ehe und Familie tagte in Schönstatt
Absolventenkongress der Akademie für Ehe und Familie, Mainz, im Tagungszentrum Marienland, Schönstatt, Vallendar (Foto: Bernd Haas)
H. Brantzen. Vom 27. bis 29. März 2026 kamen Absolventen-Ehepaare der Akademie für Ehe und Familie, Mainz, im Tagungszentrum Marienland in Schönstatt, Vallendar, zu ihrem jährlichen -Kongress zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie das Jahresmotto „Dem Wind trauen – im Sturm glauben“ konkret im Alltag gelebt werden kann.
Impuls von Mirjam und István Bechtold (Foto: Bernd Haas)
Moderator Christoph Götz (Foto: Bernd Haas)
Künstlerin Meike Borchers führt in die kreative Arbeit ein (Foto: Bernd Haas)
„Gallery Walk“ durch die Kunstwerke der Teilnehmer(Foto: Bernd Haas)
Begegnung über Generationen hinweg
Dieses Mal etwas anders beginnend: mit einem „Speed-Dating“. Da auch neue Absolventenpaare aus dem 20. Ausbildungskurs der Akademie eingeladen waren – dieser Kurs ging im November in Oberkirch zu Ende – war gegenseitiges Kennenlernen angesagt. Im 8-Minuten-Takt wechselten die Paare die Tische, um sich über die Tagungs-Mischung aus allen Generationen zu erfreuen.
Stürme verstehen – und ihnen begegnen
Pater Hans-Martin Samietz ISch führte am Samstag, nicht zuletzt durch imposante Malskizzen, in die Thematik ein. Aus eigener Segel-Erfahrung konnte er berichten, wie man Winde auf dem Boot und im Leben in den Griff bekommen kann und wie in einem heftigen Sturm der Glaube nicht nur überleben, sondern gestärkt werden kann.
Mirjam und István Bechtold – István ebenfalls nach frisch bestandener Segelprüfung – berichteten, wie aufgrund der Stärkung der Resilienz Einzelne und Paare auch Stürmen trotzen können. In Paargesprächen waren alle angeregt, sich mit den eigenen Erfahrungen von Sicherheit, Unsicherheit und Unberechenbarkeit des Lebens auseinanderzusetzen.
„Bleiben“ als innere Kraft im Sturm
Besonders einprägsam waren die Gedanken zu der Fähigkeit, in Stürmen standhalten und „bleiben“ zu können. Dann, wenn äußerlich die Wellen über Bord schlagen und es nur noch gilt, sich am Mast festzuhalten, ist dieses „Bleiben“ gefragt, das zu einer äußerst aktiven, inneren Kraftanstrengung werden kann. Jenes „Bleiben“ ist zugleich ein Akt des Glaubens, in dem das Vertrauen auf das Handeln und Wirken Gottes zum rettenden Anker werden kann.
Innere Bilder sichtbar machen
Kreativ wurde das Thema am Sonntag von Meike Borchers, Mainz, abgerundet, indem die Künstlerin die Teilnehmenden auf eine Reise auf hohe See mitnahm. Sie erzählte meditativ von eine Bootsfahrt hinaus auf das offene Meer, auf dem ein heftiger Sturm tobt – was die Paare in Bilder umsetzten. Innere Erfahrungen nahmen Formen an und gossen sich in Farben. Eine „Ausstellung“ der Kunstwerke entzückte die Betrachter und strafte jenes Vorurteil so mancher Lügen, man könne nicht malen.
Ausblick und Einladung
Schließlich warf der Katholikentag von Würzburg (13. - 17. Mai 2026) sein Licht voraus. Die Akademie wird wieder auf der Katholikentagsmeile durch einen Stand präsent sein. Was vorbeiwandernde Paare erwartet, wurde von den Kongressmitgliedern experimentiert. Doch um was es gehen wird, wird noch nicht verraten. Alle Leserinnen und Leser sind eingeladen, vorbeizukommen und sich überraschen zu lassen.
Palmsonntagsgottesdienst mit Pater Stefan Strecker ISch (Foto: Carmen Binsteiner)
Glauben gestalten – auf dem Weg nach Ostern
Der Palmsonntagsgottesdienst mit Pater Stefan Strecker ISch entließ die Paare und Familien in die Heilige Woche. Auf einem „Weg nach Ostern“ legten die Kinder ihre kunstvoll gebastelten Palmsträuße. In einem Krug-Ritual schrieben die Erwachsenen ihre Gedanken und Bitten, um diese zu Beginn der Karwoche in das Karfreitagsopfer Christi hineinzugeben.
Mehr Informationen
- Der nächste Kongress: 19. bis 21. März 2027.
- Internetseite der Akademie für Ehe und Familie, Mainz: akademie-ehe-familie.de
Einige der Kunstwerke der Teilnehmenden (Foto: Bernd Haas)
