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„Wiedersehen – weitergehen“: Ehepaare der Generation 60+ trafen sich im Schönstattzentrum Würzburg
Die neue Fluchttreppe des Zentrums muss doch mal ausprobiert werden - Ehepaare der Generation 60+ bei einer Tagung im Schönstattzentrum Würzburg (Foto: VeyBraehler/Filbig)
Elmar Busse/Hbre. Vom 17. bis 20. März trafen sich zehn Ehepaare der Generation 60+ aus den Diözesen Fulda, Würzburg und Speyer im Schönstattzentrum Würzburg. Das Treffen verband Wiedersehen und inhaltliche Vertiefung: Im Mittelpunkt standen Impulse zum Jahresmotto der Schönstatt-Bewegung sowie zur Spiritualität des Liebesbündnisses. Tragend war in den Tagen ein spürbares Gemeinschaftsgefühl.
Gemeinschaft, die trägt
Viele der Teilnehmenden kannten sich bereits aus früheren Treffen. Entsprechend prägte ein vertrautes Miteinander die Tage. Die gewachsene Wertegemeinschaft ließ die Zeit der Distanz rasch vergessen und stärkte das „Wir-Gefühl“. Gespräche bei Mahlzeiten, in Pausen und in moderierten Austauschrunden vertieften die Beziehungen und knüpften das Netzwerk untereinander enger.
Impulse zum Jahresmotto und zum Liebesbündnis
Pater Elmar Busse griff in seinem Vortrag das Jahresmotto „dem Wind trauen – im Sturm glauben“ auf und erschloss dessen Bedeutung für die Lebensphase im Alter. Ergänzt wurde dies durch persönliche Einblicke in seine Zeit in der DDR. Seine Schilderungen zeigten, wie die Schönstatt-Spiritualität Christen half, auch unter schwierigen Bedingungen innere Standfestigkeit zu entwickeln.
Schwester M. Brigitt Rosam widmete sich den fünf Grundvollzügen des Liebesbündnisses. Mit vielen persönlichen Erfahrungen veranschaulichte sie, wie diese Haltung im Alltag gelebt werden kann und gerade dem Älterwerden neue Tiefe vermitteln kann.
Liebesbündnisfeier im Schönstatt-Heiligtum Würzburg (Foto: VeyBraehler/Filbig)
Spiritualität im gelebten Alltag
Ein besonderer Akzent lag auf der Bündniskultur: Da der Bündnistag, der 18. des Monats, in die Tagungszeit fiel, erneuerten die Teilnehmenden gemeinsam das Liebesbündnis. Dieser geistliche Schritt wurde mit der Einbeziehung konkreter Lebenserfahrungen verbunden, auch und gerade mit den Grenzen und Herausforderungen des Älterwerdens – eine eindrückliche Erfahrung für die Teilnehmenden.
In den Rückmeldungen wurde deutlich, dass gerade darin eine neue Perspektive liegt: Einschränkungen und Belastungen können einen Sinn erhalten und als Beitrag zum so genannten „Gnadenkapital“ verstanden werden. Ein Wort von Josef Engling brachte diese Haltung auf den Punkt: „Schenk’s der Gottesmutter! Dann macht sie was Großes daraus.“
Das Tagungsprogramm bot auch Raum für gemeinsame Unternehmungen (Foto: VeyBraehler/Filbig)
Lebensmut im Alter
Neben den inhaltlichen Impulsen bot das Programm auch Raum für gemeinsame Unternehmungen, etwa eine Altstadt-Rundfahrt und die Besichtigung der Würzburger Residenz. Am Ende des Treffens stand eine klare Erfahrung: „Lebensmutig 60+“ ist keine Überforderung, sondern gelebte Wirklichkeit.
Viele Teilnehmende blicken bereits auf ein weiteres Treffen im März 2027 in Friedrichroda – als Fortsetzung des bisherigen gemeinschaftlichen und spirituellen Weges.
