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„Hoffnung glaubwürdig bezeugen“ – Männertag in Oberkirch setzt Impulse für gelebten Glauben
Domkapitular i. R. Wolfgang Sauer referierte beim Männertag in Oberkirch, zu dem von der Schönstatt-Männerbewegung und dem katholischen Männerwerk der Erzdiözese Freiburg gemeinsam eingeladen wurde (Foto: M. Schemel)
Michael Dafferner/Hbre. Unter dem Leitwort „Zeugnis geben von der Hoffnung, die uns erfüllt“ stand der 46. Männertag im Schönstattzentrum Marienfried in Oberkirch. Zahlreiche Teilnehmer aus der Region und darüber hinaus folgten am Sonntag, 22. März 2026, der Einladung der Schönstatt-Männerliga und des katholischen Männerwerks der Erzdiözese Freiburg. Im Mittelpunkt standen Impulse zur Frage, wie Hoffnung aus dem Glauben konkret im Alltag Gestalt gewinnen kann.
Der aufbrechende Frühling, vor dem Schönstatt-Heiligtum des Zentrums Marienfried, Oberkirch, gut sichtbar, gab dem Männertag einen hoffnungsvollen Rahmen (Foto: M. Schemel)
Hoffnung als Auftrag im Alltag
Den inhaltlichen Schwerpunkt bildeten zwei Impulsreferate von Domkapitular i. R. Wolfgang Sauer. Ausgehend vom biblischen Wort „Gebt jedem Rechenschaft von der Hoffnung, die euch erfüllt“ (1 Petr 3,15) ermutigte er dazu, den Glauben nicht im Privaten zu belassen, sondern im persönlichen Umfeld sichtbar werden zu lassen.
Sauer griff dabei auf eigene Erfahrungen mit der Bibel und sein Engagement in der Weltkirche zurück. Hoffnung zeige sich nicht in abstrakten Überzeugungen, sondern im konkreten Handeln in Familie, Beruf und Gesellschaft. Die Bereitschaft, dem eigenen Glauben eine Stimme zu geben, sei entscheidend.
Verantwortung für den Menschen
In seinem zweiten Vortrag nahm der Referent den Gedanken einer „Ökologie des Menschen“ auf. In Anlehnung an eine Rede von Papst Benedikt XVI. erinnerte er an die Verantwortung des Menschen für sich selbst und für andere.
Die Frage nach dem Zusammenhalt stelle sich angesichts knapper werdender Ressourcen neu. Gleichzeitig verwies er auf die Perspektive einer Kirche, die sich wandelt: kleiner, bescheidener, dafür aber persönlicher und glaubwürdiger. Daraus erwachse der Auftrag, aus innerer Überzeugung heraus Verantwortung zu übernehmen und Orientierung zu geben.
Manfred Schemel, Domkapitular i. R. Wolfgang Sauer und Pfr. Michael Dafferner (v.l.n.r.) (Foto: M. Schemel)
Besinnung und Begegnung
Neben den Vorträgen prägten geistliche Angebote den Tag. Möglichkeiten zum Beichtgespräch, Gebet und zur Anbetung eröffneten Räume für persönliche Reflexion und innere Erneuerung.
Bereits zu Beginn hatte der diözesanverantwortliche der Schönstatt-Männerbewegung im Erzbistum Freiburg, Manfred Schemel, die Ausrichtung des Tages skizziert, während Johannes Hauger vom Männerwerk der Erzdiözese die Bedeutung solcher Begegnungstage betonte: Orte des Austauschs seien gerade in einer unübersichtlichen Zeit unverzichtbar.
Hoffnung sichtbar machen
Im Rahmen des abschließenden Gottesdienstes wurden die Impulse des Tages noch einmal aufgegriffen und ins Gebet gebracht. In der Reflexion zum Männertag wurde deutlich: Der Wunsch nach Orientierung, nach Gemeinschaft unter Gleichgesinnten und nach Austausch und Anteilnahme am gelebtem Glauben sind lebendig. Hoffnung wird dort glaubwürdig, wo sie im Alltag sichtbar wird, besondern im persönlichen Zeugnis jedes Einzelnen.
Abschluss des Männertages mit einem Gottesdienst am Schönstatt-Heiligtum "Victoria Patris" (Sieg des Vaters) in Oberkirch (Foto: M. Schemel)
Mehr Informationen
- Internetseite des Schönstatt-Zentrums: schoenstatt-oberkirch.de
- Internetseite des Katholischen Männerwerkes der Erzdiözese Freiburg: kmw-freiburg.de
