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Ich und Du, Wind und Sturm und ein Floß für Eltern und Kinder – Ehe- und Familientag in Borken
Eltern und Kinder bastelten beim Familientag in der Schönstatt-Au Borken ein Floß, das das Jahresmotto der Familienarbeit „dem Wind trauen- im Sturm glauben“ veranschaulicht (Foto: Imwalle)
Imwalle. Zu einem Tag für Familien mit Kindern und Ehepaare hatte die Schönstatt-Familienbewegung im Bistum Münster am vierten Fastensonntag, den 15. März 2026, in die Schönstatt-Au Borken eingeladen. Acht Familien und Paare nutzten den Tag, um dem Jahresmotto „dem Wind trauen- im Sturm glauben“ ein persönliches Gesicht zu geben.
An Bord gehen
In maritimer Atmosphäre wurden die Paare und die Kinder durch die Leitungsfamilie, Marigrete und Ansgar Imwalle, zu einer ganz besonderen Seefahrt begrüßt. Dazu musste zunächst die Liste der Passagiere mit den tatsächlich an Bord Befindlichen abgeglichen werden. Gemäß dem alten Volkslied „Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön…“ hieß es dann bei der Vorstellung jeder Familien: „Ein Familientag ist lustig, ein Familientag ist schön! Ja, da kann man neue Leute und Familie NN sehn. Hollahi…“
Pater Werner M. Kuller sprach den anwesenden Familien im Abschlussgottesdienst einen persönlichen Segen zu (Foto: Imwalle)
Kraft schenken lassen, Innenraum pflegen
Gleich danach verabschiedeten sich die Kinder in die Betreuung, sodass die Erwachsenen Zeit hatten, dem Impuls von Sr. M. Anastasia Brand zum Jahresmotto zu folgen. Der Wind mit seiner Kraft bringe das Schiff voran, stellte sie fest. So sollte es auch sein mit dem Eheschiff, das jedoch durch Wind und Sturm des Alltags hin und her geworfen werde. Wo finden wir im Alltag Kraft für uns zwei, für unsere Aufgaben? Da brauche es eine Unterbrechung, einen neuen Anfang, den man sich schenken lassen könne. Ostern sei das Fest, sich neue Kraft schenken zu lassen. Das Gefühl, erlöst zu sein, machte die ersten Christen so überzeugend. Von diesem Realismus, befreit und erlöst zu sein, bräuchten Paare manchmal mehr.
Sr. Anastasia rief die Paare zum Innenraum-Training auf: „Was mache unsere Ehe stark?“ Identität, Intimität und Exklusivität seien die wichtigen Merkmale für ein gutes und fruchtbares Miteinander. Es brauche immer wieder einen Innenraum, wo jeder selbst und das Paar für sich zu sich finde, um sich gegen das Überflutet-Werden und gegen eine zu starke Außensteuerung anzugehen. „Sorgen Sie, dass das innere Leben immer stärker ist als das äußere.“, zitierte sie Pater Josef Kentenich. Und gleich einen weiteren Tipp zur Unterscheidung der Geister von einer Mitschwester in der Familienarbeit gab sie den Paaren mit: „Das, was in die Ehe, in die Familie hineinführt, ist von Gott, was herausführt, ist nicht von Gott.“ Und dann das Leben mit einem „Schuss Naivität“ meistern, das wäre genial!
Ehepaar Marigrete und Ansgar Imwalle waren die „Kapitäne“ des Wochenendes (Selfie: Imwalle)
Ein Floß, das trägt und verbindet
Nach einer Paarzeit und einem Austausch in Gruppen begann die Familienzeit: Eine der teilnehmenden Familien hatte ein Floß aus Stöckchen gebastelt und als Prototyp mitgebracht. Eltern und Kinder hatten nun die Chance, ebenso Stöcke mit kleinen Seilen zu einem Floß zu verbinden. Dann wurde das Segel mit dem bemalt, was die Familie verbindet und stark macht, und an den Mast in der Mitte befestigt. Ein Floß, mit dem die Familie dem Wind trauen und dem Sturm trotzen kann.
Der Tag endete mit der Sonntagsmesse in der Kirche der Schönstatt-Au, in der Pater Werner M. Kuller ISch die Gedanken des Tages zusammenfasste, vor Gott brachte und jede Familie mit einem Segen nach Hause entließ.
Weitere Angebote für Ehepaare und Familien:
- 23.-29. Juli 2026: UrlaubPlus, Langeoog
- 23. August 2026: Wir im Liebesbündnis, Münster
- 6. September 2026: Tag für Ehepaare und Familien, Borken
