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„Wir wollen uns immer noch gefallen“ – Candlelight-Dinner im Rahmen der Marriage-Week in der Diözese Münster stärken Paarbeziehungen
Die Veranstalter der Candlelight-Dinner im Bistum Münster stehen bereit, die Paare, die einen schönen Abend gemeinsam erleben möchten, zu empfangen.(Foto: Peitz/Wanschura)
Peitz/Wanschura. Im Rahmen der Marriage Week 2026 haben in der Schönstatt-Au Borken und im Schönstattzentrum Haus Mariengrund, Münster, besondere „Candlelight Dinner mit Mehrwert“ stattgefunden. 22 Paare nutzten die Abende, um sich bewusst Zeit füreinander zu nehmen. Zwischen den Gängen eines festlichen Menüs standen nicht nur Genuss, sondern vor allem Gespräche als Paar und neue Impulse für die eigene Beziehung im Mittelpunkt.
Ein Spiegeltisch visualisierte einen Impuls des Abends: „Wir wollen uns immer noch gefallen“ (Foto: Peitz/Wanschura)
Mehr als ein gemeinsames Essen
Schon beim Ankommen wurde deutlich, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Restaurantbesuch handelt. Die Atmosphäre war geprägt von Aufmerksamkeit und persönlicher Ansprache. Zwischen den einzelnen Gängen wurden die Paare durch Gesprächsimpulse eingeladen, über ihre Beziehung ins Gespräch zu kommen.
Ein Einstieg, der bewusst an Alltagssituationen anknüpfte, führte direkt ins Thema: die Frage nach dem eigenen Auftreten und dem Wunsch, dem anderen zu gefallen. Inspiriert durch ein Interview mit Schauspieler Josef Liefers und seiner Frau Anna Loos, stand ein Satz im Zentrum des Abends: „Wir wollen uns immer noch gefallen.“ Diese Haltung, so die Erfahrung vieler Paare, trägt wesentlich zur Lebendigkeit einer Beziehung bei.
Den „Zauber des Anfangs“ neu entdecken
Ein Referentenpaar machte deutlich, dass Partnerschaft aus mehr besteht als gemeinsamen Gewohnheiten: „Wir sind davon überzeugt, dass Gott uns füreinander bestimmt hat, weil er gemeinsam mit uns etwas vorhat.“ Vor diesem Hintergrund wurden die Teilnehmenden eingeladen, sich an die Anfänge ihrer Beziehung zu erinnern und den „Zauber des Anfangs“ neu wahrzunehmen.
Die Impulse zielten darauf, die sogenannte „Wir-Identität“ zu stärken, also das Bewusstsein, als Paar gemeinsam unterwegs zu sein und die Beziehung aktiv zu gestalten.
Wertschätzung konkret werden lassen
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der gegenseitigen Wertschätzung. Die Paare erhielten die Aufgabe, Eigenschaften ihres Partners bewusst zu benennen und diese mit konkreten Alltagserfahrungen zu verbinden. Drei ausgewählte Eigenschaften sollten nicht nur gedanklich festgehalten, sondern auch im Gespräch miteinander vertieft werden. Dieser Perspektivwechsel, vom Selbstverständlichen hin zum bewusst Wahrgenommenen, eröffnete vielen Paaren neue Zugänge zueinander. Das Aussprechen von Anerkennung und Dankbarkeit wurde so zu einem zentralen Moment des Abends.
Getragen von Zusage und Vertrauen
Ein dritter Impuls führte die Paare zu einer geistlichen Vertiefung. Ausgehend vom biblischen Wort „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden“ wurden die Teilnehmenden eingeladen, diese Zusage persönlich anzunehmen und sie zugleich im Blick auf die eigene Partnerschaft zu deuten. Die Frage nach den eigenen Kraftquellen rückte dabei in den Mittelpunkt: Was schenkt Geborgenheit? Was lässt Liebe wachsen? Und wie kann diese Erfahrung im Alltag lebendig bleiben?
Nicht nur die Seele, sondern auch der Leib wurden gestärkt. (Foto: Peitz/Wanschura)
Ein Abend, der nachwirkt
Den Abschluss des Abends bildete eine Zeit in der Schönstatt-Kapelle, in der die Paare ihre Beziehung bewusst Gott anvertrauen konnten. Viele nutzten diese Gelegenheit als ruhigen Ausklang eines intensiven Abends. Die Rückmeldungen zeigten, wie nachhaltig die Impulse wirkten: „Wir sind an Leib und Seele gestärkt“, sagte ein Paar. Andere hätten sich noch mehr Zeit gewünscht, um die Anregungen weiter zu vertiefen: „Nun bräuchten wir noch mindestens zwei Stunden, um über all die Impulse zu sprechen.“
Das Organisationsteam der Candlelight-Dinner der Schönstatt-Familienbewegung in der Diözese Münster zieht ein entsprechend positives Fazit. Die Candlelight-Dinner seien nicht nur ein gelungenes Angebot im Rahmen der Marriage Week gewesen, sondern hätten vielen Paaren eine wertvolle Auszeit ermöglicht, verbunden mit konkreten Impulsen für eine lebendige und tragfähige Beziehung in ihrem Alltag.
