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18. März 2026 | Deutschland | 

Eine „starke Gnade“ für alle Teilnehmenden – Jubiläums-Aktion „100 Orte für 100 Jahre“ in Wiesbaden


Seit nunmehr 100 Jahren sehen es die Mitglieder der Gemeinschaft der Schönstätter Marienschwestern als ihre Aufgabe an, die Gottesmutter Maria als Zeichen der Hoffnung zu den Menschen zu tragen (Foto: Sr. Birgitt Rosam)

Seit nunmehr 100 Jahren sehen es die Mitglieder der Gemeinschaft der Schönstätter Marienschwestern als ihre Aufgabe an, die Gottesmutter Maria als Zeichen der Hoffnung zu den Menschen zu tragen (Foto: Sr. Birgitt Rosam)

Sr. Johanna-Maria Helmich. „100 Orte für 100 Jahre“ – die Jubiläums-Aktion der Schönstätter Marienschwestern will Dankbarkeit, Freude und Hoffnung an die Orte und zu den Menschen bringen, wo Marienschwestern früher einmal gewirkt haben. So soll sich der starke Segensstrom des Jubiläumsjahres (100 Jahre Schönstätter Marienschwestern) wieder mit den Orten verbinden, die über viele Jahre den Lebensstrom der Gemeinschaft mitgetragen und bereichert haben. Am 21. Februar war so ein Verbindungsmoment am Schönstatt-Heiligtum in Wiesbaden-Freudenberg – umrahmt von einem deutsch-polnischen Treffen.

Eine kleine Frau mit großem Herzen – und ein Roller zur Beschleunigung

Im Blick auf das Schönstatt-Zentrum der Diözese Limburg ist nicht von einer Niederlassung mehrerer Marienschwestern zu sprechen, die alle dort gewirkt hätten. Nein: 27 Jahre lang hat eine einzige Marienschwester ihr Herzblut dort für das Zentrum, fürs Heiligtum und vor allem für die Menschen geschenkt: Sr. Rosemarie Oswald (1936-2022). 2012 musste sie aus Gesundheitsgründen ihre Zelte dort abbrechen – hatte aber schon vorher lange und intensiv für eine gute Nachfolgerin gebetet und geopfert. Sehr erfolgreich! Zum Abschied schenkte die Schönstattfamilie damals der an Zentimetern recht kleinen Schwester (149 cm), die ein großes Herz bewiesen hatte, einen kleinen Roller, um die langen Flure in den Schwesternhäusern leichter bewältigen zu können … Ein originelles Geschenk als Frucht einer originellen Beziehung, die in den gemeinsamen Jahren gewachsen war.

Besonders geehrt wurde Sr. M. Rosemarie Oswald für ihre außergewöhnliche Leistungen für das Schönstatt-Zentrum (Foto: Sr. M. Antonia Stanek)

Besonders geehrt wurde Sr. M. Rosemarie Oswald für ihre außergewöhnliche Leistungen für das Schönstatt-Zentrum (Foto: Sr. M. Antonia Stanek)

Geöffnete Türen und Herzen

Noch heute ist die von Sr. Rosemarie „erbetete“ Nachfolgerin, Cordula-Maria Weidtmann, in Wiesbaden verantwortlich und war sofort bereit, die Jubiläums-Aktion „100 Orte für 100 Jahre“ in Wiesbaden zu unterstützen. Als geeigneter Rahmen diente dafür ein Treffen vom Projekt Pilgerheiligtum / polnische Mission, zu dem auch deutsche Interessierte ringsum eingeladen waren. Es wurden die Türen des Zentrums geöffnet, aber noch mehr standen die Herzen offen für die Begegnung mit den dafür aus Schönstatt und Dietershausen gekommenen Marienschwestern.

Ein persönliches Jubiläums-Erlebnis

Sr. M. Brigitt Rosam, selbst aus der Diözese Limburg stammend und persönlich mit dem Wiesbadener Heiligtum verbunden, hat die Begegnung als große Bereicherung erlebt – ja, als einen richtigen Jubiläums-Moment. Sie und die drei polnischen Mitschwestern aus Schönstatt, die gekommen waren, um andere zu beschenken, waren selbst die Beschenkten: „Es war wirklich schön und überraschend zugleich, noch vor dem Schönstatt-Heiligtum mit einer weißen Rose begrüßt und beschenkt zu werden!“ Diese Überraschung war der Auftakt zu einem Dankgottesdienst im Heiligtum, bei dem aller Menschen gedacht wurde, die sich investiert haben und noch investieren für das Schönstatt-Zentrum. Besonders wurde für Sr. Rosemarie gedankt, die dort vertreten war durch ein aufgestelltes Foto.

Blumenstrauß und Jubiläumskerze

Sr. M. Antonia Stanek, die das Treffen initiiert hatte, brachte in einem von Herzen kommenden Gebet den Dank zum Ausdruck. Darin hieß es unter anderem:Maria! Nimm diesen Blumenstrauß entgegen. Er ist Ausdruck unserer Dankbarkeit für das Geschenk deiner Gegenwart in unserem Leben. Wir danken dir für deine mütterliche Liebe und Sorge. Wir danken für alle, die der liebe Gott auf unseren Lebensweg gestellt hat, wir danken für alle, die gern hierher ins Heiligtum der Vatertreue kommen.“ Zusätzlich zu dem Blumenstrauß wurde noch eine Jubiläumskerze „Maria, Licht unserer Hoffnung“ nach vorn gebracht – sprechende Zeichen für Dankbarkeit und Zuversicht.

Die Schwestern M. Antonia Antonia und M. Malgorzata geben mit ihren persönlichen Zeugnissen ein eindrucksvolles Beispiel für ein Leben mir Gott (Foto: Sr. Birgitt Rosam)

Die Schwestern M. Antonia Antonia und M. Malgorzata geben mit ihren persönlichen Zeugnissen ein eindrucksvolles Beispiel für ein Leben mir Gott (Foto: Sr. Birgitt Rosam)

Weiterfeiern mit wunderbarem Büffet und wunderbaren Führungen Gottes

Nach der Heiligen Messe lud Ehepaar Weidtmann alle zur Begegnung und zum Weiterfeiern ins Pater-Kentenich-Haus ein. Dort war schon ein wunderbares Jubiläums-Büffet aufgebaut, das von den Teilnehmern der polnischen Mission liebevoll vorbereitet worden war. Als echtes Highlight im inhaltlichen Programm wurden die persönlichen Zeugnisse von Sr. M. Antonia und Sr. M. Ma?gorzata empfunden: eindrucksvolle Beispiele dafür, dass Gott jeden Weg mit Geduld und Liebe begleitet.

Ob es 100 Orte werden?

Ganz egal, wie viele Orte am Ende der Jubiläums-Aktion aufgelistet werden können: Jeder einzelne Ort zählt! Das hat sich auch in Wiesbaden gezeigt und spiegelt sich in den berührenden Worten einer Dankes-Email, die im Nachklang des Treffens bei Sr. M. Antonia eintraf: „Besonders danken wir Ihnen, dass Sie gekommen sind und uns allen diesen schönen Tag geschenkt haben. Es war eine starke Gnade für alle Teilnehmer!“ Möge auch der abschließende Wunsch der Email im Himmel und auf Erden Gehör finden: „Gott segne Sie und bereite Ihnen auch an anderen Orten offene Türen ... und neue Berufungen."


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