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8. März 2026 | Schönstattkonferenz | 

„Maria, Licht unserer Hoffnung“ – Begegnungsabend im Mutterhaus der Marienschwestern


Eine Musikgruppe der Schönstätter Marienschwestern gestaltete den Abend der Begegnung im Mutterhaus der Schwestern mit (Foto: Brehm)

Eine Musikgruppe der Schönstätter Marienschwestern gestaltete den Abend der Begegnung im Mutterhaus der Schwestern mit (Foto: Brehm)

Cbre/Hbre. Im Rahmen der Schönstattkonferenz erlebten die Teilnehmenden am Samstagabend, 7. März 2026, einen besonderen Abend im Mutterhaus der Schönstätter Marienschwestern. Die Begegnung stand im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums der Gemeinschaft. Ein vielfältiges Programm, persönliche Begegnungen mit Schwestern aus unterschiedlichen Aufgabenfeldern sowie eindrückliche Einblicke in Geschichte und Charisma der Gemeinschaft prägten den Abend.

Die Generaloberin der Schönstätter Marienschwestern, Schwester M. Joanna Buckley, begrüßte die Besucher aus der deutschen Schönstatt-Bewegung sehr herzlich (Foto: Brehm)

Die Generaloberin der Schönstätter Marienschwestern, Schwester M. Joanna Buckley, begrüßte die Besucher aus der deutschen Schönstatt-Bewegung sehr herzlich (Foto: Brehm)

Maria wird uns sicher in die Zukunft führen

Den Auftakt der Begegnung bildete ein gedichtetes Liederpotpourri, das gemeinsam gesungen wurde und in knappen Bildern durch die Geschichte der Gemeinschaft führte. Schwester M. Joanna Buckley, Generaloberin der Schönstätter Marienschwestern, begrüßte die Gäste herzlich. Für die Schwesternfamilie sei es ein großes Geschenk, dass die Teilnehmenden der Schönstattkonferenz an diesem Abend zu Besuch kämen. Das Jubiläum stehe unter dem schlichten Motto „Maria, Licht unserer Hoffnung“. Dabei gehe es bewusst nicht um die Gemeinschaft selbst, sondern um die Gottesmutter: „Ohne sie hätten wir nichts anfangen können. Doch sie wird uns sicher in die Zukunft führen“, betonte die Generaloberin. Mit einem Augenzwinkern fügte sie hinzu: „Wir hoffen, dass wir nicht wieder 100 Jahre warten müssen auf unsere nächste Begegnung.“

Schwester M. Anke Rechtien, Provinzoberin der sogenannten "Dynamishen Provinz" (diese umfasst die Schwestern, die direkt für die deutsche Schönstatt-Bewegung eingesetzt sind) stellte den Teilnehmenden die möglichen Programmpunkte des Abends vor  (Foto: Brehm)

Schwester M. Anke Rechtien, Provinzoberin der sogenannten "Dynamishen Provinz" (diese umfasst die Schwestern, die direkt für die deutsche Schönstatt-Bewegung eingesetzt sind) stellte den Teilnehmenden die möglichen Programmpunkte des Abends vor  (Foto: Brehm)

Lebensbilder prägender Schwestern

Ein reichhaltiges Programm führte die Gäste anschließend durch verschiedene Räume des Mutterhauses. Im Kapitelsaal konnten großformatige Lebensbilder von Marienschwestern der ersten Stunde entdeckt werden, die die Geschichte der Gemeinschaft entscheidend mitgeprägt haben. So wird etwa von Schwester Toni-Maria erzählt, die als „Bleistift des Heiligen Geistes“ bezeichnet wurde, weil sie unermüdlich die Vorträge Pater Kentenichs mitschrieb. Als Anbetungsschwester brannte sie dafür, gleichsam einen „bodenlosen Krug“ zu füllen, damit die empfangenen Gnaden in die Welt weiterfließen konnten.

Auch Schwester Josefine wird vorgestellt, die mit großer Akribie und Gewissenhaftigkeit das erste Archiv der Gemeinschaft aufbaute. Pater Kentenich sei eine sachliche, kritische und wahrheitsgetreue Berichterstattung immer ein großes Anliegen gewesen.

Von Schwester Annette wiederum wird berichtet, sie habe in besonderer Weise das Charisma der Erziehung gelebt. Mit großer Ehrfurcht vor der Freiheit jedes Menschen habe sie andere begleitet und es verstanden, sie zu innerer Freiheit und Hochherzigkeit zu führen, ohne viele äußere Vorgaben.

Gespräche und persönliche Begegnungen

An verschiedenen Stehtischen hatten die Besucher Gelegenheit, mit Schwestern aus unterschiedlichen Verantwortungsbereichen ins Gespräch zu kommen: mit der Generaloberin, der Generalökonomin, der Hauswirtschafterin des Mutterhauses, einer Schulseelsorgerin oder auch einer Richterin.

Vier Schwestern standen zudem als Zeitzeuginnen zur Verfügung, die Pater Kentenich noch persönlich erlebt hatten. Sie erzählten kleine, oft sehr persönliche Erinnerungen an den Gründer Pater Kerntenich, von seinem Umgang mit Menschen, seinem rheinischen Humor und seiner tiefen, ausstrahlenden Verwurzelung in Gott.

Auftakt im Flur vor dem Kapitelsaal, in dem sich eine Ausstellung zum Jubiläum befindet (Foto: Brehm)

Auftakt im Flur vor dem Kapitelsaal, in dem sich eine Ausstellung zum Jubiläum befindet (Foto: Brehm)

Einblicke in Geschichte und geistliche Orte

Per Video konnten die Besucher außerdem Schwestern aus den ersten Generationen hören, die von ihren Begegnungen mit Pater Kentenich berichteten. Auch ein Besuch in der Wohnung, die im Mutterhaus für Pater Kentenich eingerichtet worden ist, war möglich, eine Wohnung, in der er 1968 häufiger die Beichte hörte, in der er jedoch nie übernachtet hatte. Zum einen wollte er gern weiterhin in seiner kleinen Wohnung im Schulungsheim wohnen bleiben, zum anderen starb er am 15. September 1968.

Raum für Stille und Begegnung

In der Hauskapelle fanden manche der Teilnehmenden Zeiten der Stille oder beteiligten sich an Anbetungsliedern. Andere nutzten den Raum der Begegnung im Speisesaal der Schwestern, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Kleine Ecken mit Getränken, Süßigkeiten und Salzgebäck luden überall im Haus zum Verweilen ein.

Mit dem gemeinsamen Abendsegen aller anwesenden Priester am leise plätschernden Brunnen im Foyer ging der offizielle Teil des Abends zu Ende. „Es sind diese Momente der spürbaren Einheit und Familienhaftigkeit“, meinte ein Teilnehmer auf dem Weg zu seinem Übernachtungsquartier, „die mir in dieser unsicher gewordenen, wirren Welt die Hoffnung geben, dass es sich lohnt, sich weiter einzusetzen und weiterzumachen.

Pater Felix Geyer fasste sein Erlebnis des Abends dankbar so zusammen: „Wir waren hineingezogen ins Herz der Marienschwestern, die uns mit hinein nahmen in ihre Geschichte und uns die Schatzkammern ihrer Erfahrungen aufmachten.“


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