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8. März 2026 | Schönstattkonferenz | 

Infoblock bei der Schönstattkonferenz 2026 – Ausblick auf Wallfahrt, Katholikentag und Bewegungsakademie


Infoblock am letzten Morgen der Schönstattkonferenz im Filmsaal des Pater-Kentenich-Hauses auf Berg Schönstatt (Foto: Brehm)

Infoblock am letzten Morgen der Schönstattkonferenz im Filmsaal des Pater-Kentenich-Hauses auf Berg Schönstatt (Foto: Brehm)

Cbre/Hbre. Mit einem Informationsblock zum Abschluss der Schönstattkonferenz in Schönstatt, Vallendar, richtete sich der Blick auf kommende Entwicklungen und Projekte der Bewegung. Drei Themen standen dabei im Mittelpunkt: die zukünftige Leitung der internationalen Schönstatt-Wallfahrt und des Urheiligtums, die Beteiligung Schönstatts am Katholikentag 2026 in Würzburg sowie das Projekt einer neuen „Bewegungsakademie“, die Lern-, Begegnungs- und Entwicklungsräume für die Bewegung schaffen soll.

Pater Stefan Strecker ISch und die Marienschwester M. Anika Lämmle werden ab 15. August die Leitung der internationalen Schönstatt-Wallfahrt übernehmen (Foto: Brehm)

Pater Stefan Strecker ISch und die Marienschwester M. Anika Lämmle werden ab 15. August die Leitung der internationalen Schönstatt-Wallfahrt übernehmen (Foto: Brehm)

Neue Wallfahrtsleitung am Urheiligtum

In einem Kurzinterview mit Moderatorin Verena Groß stellten sich Pater Stefan Strecker ISch und Schwester M. Anika Lämmle vor, die ab dem 15. August gemeinsam die internationale Wallfahrtsleitung übernehmen werden. Pater Stefan Strecker wird zugleich Rektor des Urheiligtums.

Schwester Anika betonte ihre Freude darüber, dem Urheiligtum künftig noch näher verbunden sein zu können, gerade in einer Zeit, in der viele Entscheidungen anstünden. Sie hoffe besonders auf neue Chancen der Zusammenarbeit. Zwar arbeiteten die Schwestern bereits im internationalen Wallfahrtsteam eng zusammen, doch suche man weiterhin nach Wegen, wie Organisation, Technik und gelebtes Wallfahrtsleben noch besser ineinandergreifen könnten.

Eine praktische Herausforderung sei etwa der Wunsch vieler Pilger, sowohl das Urheiligtum im Tal als auch das Grab Pater Kentenichs in der sogenannten „Gründerkapelle“ in der Dreifaltigkeitskirche auf Berg Schönstatt besuchen zu können. Man könne z.B. über einen Shuttleverkehr zwischen beiden Orten nachdenken.

Pater Stefan Strecker verwies auf seine internationalen Erfahrungen. Prägend sei für ihn besonders das Jahr 2005 gewesen, als Jugendliche aus aller Welt auf dem Weg zum Weltjugendtag die Schönstatt-Kapelle im Tal Schönstatt „einfach überfluteten“. Damals habe er begriffen, wie wichtig das Urheiligtum und seine Botschaft für Menschen in vielen Ländern der Welt seien.

Schwester M. Vernita Weiß lädt die Bewegung zur Teilnahme am Katholikentag in Würzburg ein (Foto: Brehm)

Schwester M. Vernita Weiß lädt die Bewegung zur Teilnahme am Katholikentag in Würzburg ein (Foto: Brehm)

Schönstatt beim Katholikentag 2026 in Würzburg

Schwester M. Vernita Weiß, Oberkirch, stellte die Beteiligung der Schönstatt-Bewegung beim kommenden Katholikentag vom 13. bis 17. Mai 2026 in Würzburg vor und motivierte zur Teilnahme. Unter dem Leitwort des Katholikentages „Hab Mut! Steh auf!“ sieht die Marienschwester eine große Chance für die Schönstatt-Bewegung, sich mit ihren apostolischen Initiativen in Kirche und Gesellschaft einzubringen.

Zusammen mit dem Katholikentags-Team der Bewegung plane die Schönstattfamilie Würzburg einen Stand auf der Katholikentagsmeile, der bewusst als Ort der Begegnung gestaltet werden soll: mit Kaffee, selbstgebackenem Kuchen, einem kleinen Bühnenprogramm mit Musik und Interviews sowie Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen einladen. Ziel ist es, einen offenen Treffpunkt zu schaffen, der Atmosphäre von Beheimatung vermittelt.

Darüber hinaus wurden zwei Anträge beim Katholikentagskomitee eingereicht: eine ökumenische Marienfeier, die als Pilgerweg zwischen einer evangelischen und einer katholischen Kirche gestaltet wird und an der sich Bischof Michael Gerber, Fulda, und die Pröpstin des Sprengels Hanau-Hersfeld, Sabine Kropf-Brandau, beteiligen werden. Außerdem gehört ein von der Schönstatt-Bewegung gestalteter Familiengottesdienst zum offiziellen Katholikentags-Programm, bei dem ebenfalls Bischof Michael Gerber mitwirken wird.

Pfarrer Peter Göttke stellt erste Überlegungen zu einem "Laboratorium Bewegungsakademie" vor (Foto: Brehm)

Pfarrer Peter Göttke stellt erste Überlegungen zu einem "Laboratorium Bewegungsakademie" vor (Foto: Brehm)

„Bewegungsakademie“ als Lern- und Begegnungsraum

Einen weiteren Info-Block gab es zum geplanten „Laboratorium Bewegungsakademie“. Die Akademie soll im ursprünglichen Sinn des Wortes entstehen, als Ort des Lernens, der Begegnung und des gemeinsamen Tuns. Hintergrund ist die Situation, dass die Zahl der hauptamtlichen Mitarbeiter zurückgeht, zugleich aber viele Menschen bereit sind, Verantwortung in der Bewegung zu übernehmen. Die Akademie möchte diese Potenziale bündeln und fördern. Drei Schwerpunkte sind vorgesehen: Ausbildung und Befähigung von Mitarbeitenden, die Schaffung von Begegnungsräumen sowie Forschungsinitiativen, die bisher ungehobene Schätze aus der Geschichte Schönstatts erschließen.

Pfarrer Peter Göttke, der von seinem Bischof mit einer halben Stelle für dieses Projekt freigestellt wurde, wird sich künftig darum kümmern. Er bringt Erfahrungen aus der Jugendarbeit mit, unter anderem aus einem in Würzburg aufgebauten Ausbildungskurs für „geistliche Leitung“ innerhalb der Schönstatt-Mannesjugend. Für seine neue Aufgabe wünsche er sich vor allem „Brunnengespräche“ und Begegnungen: Orte, an denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen, sich informieren, ihr Engagement vertiefen und auch neue Chancen nutzen, etwa durch die Möglichkeiten der neuen Schönstatt-App.


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