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Studientagung der Schönstatt-Institute auf Berg Moriah – Die integrierende Kraft der Gottesmutter im Blick
Knapp 30 leitende Personen aus den Schönstatt-Instituten trafen sich Ende Februar 2026 zur 9. gemeinsamen Studientagung (Foto: Knes)
Maria und Dr. Ulrich Wolff /Hbre. Zur 9. Studientagung der Schönstatt-Institute, auch „Verbände“ genannt, trafen sich vom 20. bis 22. Februar 2026 insgesamt 28 Leitungspersonen und Multiplikatoren aller sechs Schönstatt-Institute auf Berg Moriah. Aula, Hauskapelle, Speisesaal und Kaminzimmer boten Raum für Austausch, gemeinsames Gebet und die Begegnung als „Familie“. Inhaltlich stand die Frage im Mittelpunkt, welche Rolle das Liebesbündnis mit Maria für Leben und Sendung der Verbände heute spielt.
Einige Impressionen von der Tagung (Foto: Knes)
(Foto: Knes)
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Einordnung in den gemeinsamen Weg
Zum Auftakt stellten Maria und Dr. Ulrich Wolff den Weg der bisherigen Studientagungen vor und ordneten das diesjährige Treffen in diese Entwicklung ein. In der Schönstattfamilie sei im vergangenen Jahr eine erneuernde Vertiefung des Liebesbündnisses aufgebrochen. Auch die Schönstatt-Institute stehen mitten in dieser Lebensströmung und fragen nach ihrem Beitrag.
Persönliches Ideal im Fokus
Bereits bei der vorherigen Tagung stand die Frage im Raum, wie Institute im technischen Zeitalter geistlich und integer leben können. Immer wieder führe dies zur Gestalt der innerlich freien Persönlichkeit und zu einem ganzheitlich entfalteten Leben von innen her. Daraus rückten das Persönliche Ideal und das Gemeinschaftsideal stärker in den Blick. Vor diesem Hintergrund stand die Tagung unter dem Thema: „Die integrierende Kraft der Gottesmutter in unseren Verbänden.“
Erfahrungen aus dem gelebten Liebesbündnis
Der Samstag begann mit einer thematischen Vertiefung, an der sich auch Teilnehmer per Zoom beteiligten. Zwei Referentinnen berichteten aus der Lebensströmung „Lebendige Krone“, die aus der weiblichen Schönstattjugend (MJF) hervorgegangen ist und im vergangenen Jahr ihr Jubiläum „25 Jahre lebendige Krone“ beging. Susanne Leibrecht sprach über „Momente einer nachhaltigen Erfahrung“, Sr. M. Felisia Leibrecht über Beobachtungen zum Lebensvorgang „Krönung“ und „Lebendige Krone“.
Ergänzt wurde dies durch den Erfahrungsbericht von Domkapitular Martin Emge über sein konkretes Leben mit der Gottesmutter. Die Beiträge machten deutlich, wie sehr ein gelebtes Bündnis mit Maria den Alltag prägt und der Persönlichkeit Tiefe und Glaubensausstrahlung verleiht.
Integration statt Funktionsgemeinschaft
Im anschließenden Vortrag griff P. Felix Geyer, Leiter der Schönstatt-Bewegung Deutschland, die Frage nach der integrierenden Kraft der Gottesmutter in den Verbänden auf. Gegenüber der Gefahr einer bloßen Funktionsgemeinschaft betonte er die Integration des alltäglichen Lebens in den Glauben an das Bündnis mit Maria und damit an den Gott des Lebens. Dieser Weg sei keine Rückkehr zu einem ursprünglichen Zustand, sondern ein Voranschreiten auf das von Christus neu Begonnene hin.
Dienst der Verbände für die Bewegung
Die Verbände seien gerufen, die durch ihre intensivere Bindungsform gewonnene geistige und geistliche Verdichtung der Bewegung in einer Haltung des Dienstes zur Verfügung zu stellen. Dabei gelte es, Spannungen auszubalancieren zwischen Elitebewusstsein, Selbstgenügsamkeit und Verwässerung. Das je Originelle der Gemeinschaften könne so zu einem lebendigen Familienklima beitragen.
Zeugnisse und Ausblick
Gesprächskreise und ein gemeinsamer Familienabend vertieften die Impulse. Jede Gemeinschaft stellte eine bereits verstorbene Persönlichkeit aus ihren Reihen vor, in deren Leben die Gestaltungskraft des Liebesbündnisses besonders sichtbar geworden war.
Den Abschluss bildete ein Vortrag von Sr. Dr. M. Aloisia Levermann über „Die Bindung an Maria als integrative Kraft“. Ausgehend von der Person Pater Kentenichs zeigte sie, wie dessen konkrete Beziehung zur Gottesmutter Menschen hineinführen wollte in ein lebendiges Leben mit dem dreifaltigen Gott.
Gebetszeiten, Gottesdienste und Gespräche ließen die Teilnehmer erneut erfahren, was den Stil dieser Studientagungen prägt: gemeinsam auf Gottes Führung in der Zeit zu hören und daraus Impulse für die Sendung in Schönstatt und Kirche zu gewinnen. Im kommenden Jahr kann die Studientagung der Verbände ihr zehnjähriges Bestehen feiern.
