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26. Februar 2026 | Deutschland | 

„Rein – rum – raus“ – Zukunftsschmiede entwickelt Perspektiven für Schönstatt auf’m Berg


Das Schönstattzentrum Auf'm Berg, Memhölz, liegt in idyllischer Lage, Nicht nur im Winter. Gerade deshalb muss immer neu über die Zukunft des Hauses nachgedacht werden, was bei einer "Memhölzer Zukunftsschmiede" im Februar geschah (Foto: schoenstatt-memhoelz.de)

Das Schönstattzentrum Auf'm Berg, Memhölz, liegt in idyllischer Lage, Nicht nur im Winter. Gerade deshalb muss immer neu über die Zukunft des Hauses nachgedacht werden, was bei einer "Memhölzer Zukunftsschmiede" im Februar geschah (Foto: schoenstatt-memhoelz.de)

Sr. M. Monika März / Hbre. Fast 30 Engagierte aller Generationen trafen sich vom 20. bis 22. Februar 2026 zur „Memhölzer Zukunftsschmiede“ in Schönstatt auf’m Berg, Memhölz. Ziel war es, Perspektiven für die Weiterentwicklung des Schönstattzentrums zu entwerfen, geistlich fundiert, gemeinschaftlich beraten und mit konkreten Ideen für die Zukunft.

Den inneren Kern des Treffens brachte eine junge Frau mit drei Worten auf den Punkt: „Rein – rum – raus“. So beschrieb sie ihre Erfahrung beim Besuch eines Schönstattzentrums: „Rein – ich darf heimkommen, abladen, ausatmen … Rum – ich kann Eindrücke verarbeiten, vieles im Herzen hin und her bewegen, eine neue Sicht bekommen – Wandlung erfahren. Raus – angefüllt mit Liebe, Mut, Begeisterung werde ich wieder ausgesandt in meinen Alltag.“ Ähnlich äußerten sich viele der Teilnehmenden, die den besonderen „Schatz“ des Zentrums betonten.

Die Teilnehmer der Zukunftsschmiede treffen sich in der Hauskapelle des Zentrums (Foto: Immler)

Die Teilnehmer der Zukunftsschmiede treffen sich in der Hauskapelle des Zentrums (Foto: Immler)

Fundament aus dem Geist der Gründung

Bevor konkrete Zukunftsbilder entworfen wurden, stand eine inhaltliche Grundlegung im Mittelpunkt. Moderator Johannes Höfle lenkte den Blick auf einen Text von Pater Josef Kentenich aus den „Montagabend-Vorträgen“, Band 23, vom 18. Dezember 1963. Dort heißt es: „Unser Schönstattzentrum soll eine Bildungsstätte, eine Erholungs-, eine Formungs- und eine Rüstungsstätte sein.

Diese vierfachen Zielbestimmungen bildeten den Maßstab für alle Überlegungen. In Kleingruppen, beim Schreibgespräch, im World-Café, bei Tischrunden und Caféteriaabenden wurde dieser Impuls vertieft und auf die konkrete Situation vor Ort angewandt.

Geistliche Verankerung

Neben aller Strukturarbeit blieb die geistliche Dimension zentral. Am Freitagabend führte eine Lichtchenprozession zur „Vaterstatue“ und ins Heiligtum. Am folgenden Tag nahm sich die Gruppe eine halbe Stunde gemeinsamen Schweigens im Kapellchen. Das gemeinsame Gebet brachte die Ausrichtung auf den Punkt: „Heiliger Geist, öffne unseren Geist und unser Herz, damit wir Gottes Plan für unser Schönstattzentrum entdecken!“ Ein Versuch, Zukunftsplanung mit der Suche nach geistlicher Führung zu verbinden.

Ideenvielfalt von Beschilderung bis Baumchalets

Am Ende des zweiten Tages wurden konkrete Vorschläge auf Papierwolken gesammelt. Die Bandbreite reichte von praktischen Verbesserungen wie einer besseren Beschilderung, Neugestaltung einzelner Räume oder einer Kindergarderobe bis hin zu konzeptionellen Impulsen wie einer Fortbildung in Schönstattpädagogik für junge Erwachsene und pädagogische Berufsgruppen oder einem jährlichen Begegnungstag der Schönstattfamilie.

In großer Runde werden die Ideen gesammelt und Zukunftsvisionen besprochen (Foto: Immler)

In großer Runde werden die Ideen gesammelt und Zukunftsvisionen besprochen (Foto: Immler)

Auch Projekte zur Belebung des Geländes fanden Resonanz: eine Baumpflanzaktion, die Erweiterung des Spielplatzes mit Klimmzugstange, Erwachsenenschaukel und Holzkugelspiel, eine mobile Bar für Innen- und Außenbereiche oder ein „dreifacher“ Memhölzer WhatsApp-Kanal. Zudem wurde die Idee diskutiert, mit Blick auf mögliche weitere Einnahmequellen auf dem Gelände „Baumchalets“ oder „Tiny Houses“ zu errichten.

Verantwortung des Einzelnen

Zum Abschluss stellte das Vorbereitungsteam die offene Frage: „Was können wir tun?“ Beschlüsse oder verbindliche Vorgaben gab es nicht. Stattdessen stand die persönliche Verantwortung im Mittelpunkt: Jede und jeder ist eingeladen zu prüfen, wo eigenes Engagement möglich ist, welche Idee angestoßen und mit Verbündeten weitergeführt werden kann.

Mehr Infos

  • Die nächste „Memhölzer Zukunftsschmiede“ ist bereits terminiert: Sie findet vom 12. bis 14. März 2027 statt.
  • Internetseite des Zentrums in Memhölz: www.schoenstatt-memhoelz.de

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