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25. Februar 2026 | Deutschland | 

„Gott keine Bitte abschlagen“ – Sr. M. Anneluzia Heuberger verstorben


Todesanzeige Sr. M. Anneluzia Heuberger (Foto: Anbetungsschwestern, Berg Schönstatt)

Hbre. Am 22. Februar 2026 starb in der Pflegeeinrichtung der Schönstätter Marienschwestern in Borken Sr. M. Anneluzia Heuberger (29.12.1932–22.2.2026). Über Jahrzehnte war sie als Sakristanin in der Anbetungskirche auf Berg Schönstatt eine prägende Gestalt: Ansprechpartnerin für Pilger, treue Dienerin am Heiligtum und Zeugin der letzten Lebensstunde Pater Kentenichs. Mit wacher Aufmerksamkeit, innerer Hingabe und der Bereitschaft, „Gott keine Bitte abzuschlagen“, stand sie Tag und Nacht im Dienst. In einem Nachruf schreibt Schwester M. Ludmilla Cigankova von den Schönstätter Anbetungsschwestern:

Ein Nachruf

Wer kannte sie nicht, Sr. M. Anneluzia Heuberger, die Sakristanin in der Anbetungskirche auf Berg Schönstatt? Sie war dort für alle Besucher und Pilger eine willkommene Anlaufstelle und hatte für jeden ein offenes Ohr. Tag und Nacht war sie zur Stelle.

Sr. Anneluzia - Jahrzehnte im Einsatz als Sakristanin der Dreifaltigkeitskirche, Berg Schönstatt, Vallendar (Foto: Anbetungsschwestern)

Sr. Anneluzia - Jahrzehnte im Einsatz als Sakristanin der Dreifaltigkeitskirche, Berg Schönstatt, Vallendar (Foto: Anbetungsschwestern)

Sie war Zeugin des Todes von Pater Josef Kentenich, der nach seiner ersten heiligen Messe in der Anbetungskirche in der ehemaligen Sakristei dort zusammengebrochen und verstorben ist, wo heute ein roter Teppich mit der Aufschrift "Heimwärts zum Vater geht unser Weg" liegt (Foto: Anbetungsschwestern)

Sie war Zeugin des Todes von Pater Josef Kentenich, der nach seiner ersten heiligen Messe in der Anbetungskirche in der ehemaligen Sakristei dort zusammengebrochen und verstorben ist, wo heute ein roter Teppich mit der Aufschrift "Heimwärts zum Vater geht unser Weg" liegt (Foto: Anbetungsschwestern)

Vielen Gruppen gab sie ein Zeugnis von der letzten Lebensstunde Pater Kentenichs. Sie durfte ihm als Sakristanin am Morgen des 15. September 1968 die liturgischen Gewänder anlegen und schob ihm noch einen Beutel mit Rosenkränzen hin, dass er sie segne. Sein kurzer Dialog mit ihr habe ihr bewusst gemacht, dass er sie kannte und schätzte.

Sie war es auch, die für Pater Kentenich ein Kissen aus dem Beichtstuhl holte, nachdem man ihn nach der Feier seiner ersten heiligen Messe in der Anbetungskirche nach seinem Herzversagen auf den Steinboden der Sakristei gelegt hatte, an die Stelle, an der heute der Teppich „Heimwärts zum Vater geht unser Weg“ liegt.

Bereit, ihr Kreuz zu tragen 

Sr. M. Anneluzia war in ihrem Leben bereit, Gott keine Bitte abzuschlagen und jedes Kreuz anzunehmen. Ab dem Jahr 1968 war sie 30 Jahre lang in der Sakristei und Aula der Anbetungskirche im Dienst. Als sie im Mai 2016 innerhalb weniger Wochen völlig erblindete, sagte sie tapfer ihr Ja zu diesem Kreuz, wie auch zur Versetzung aus dem Kreis der Anbetungsschwestern einige Jahre später.

Die Schwesternprovinz in Borken/Westfalen nahm sie in ihr Pflegeheim auf, wo sie nun fast fünf Jahre liebevoll betreut wurde. Nun ist sie zur „Jubiläumsgabe“ im 100. Jahr der Schönstätter Marienschwestern geworden. Sie darf nun den schauen, an den sie geglaubt und den sie angebetet hat. Sie lebe in Gottes Frieden.

Schwester M. Ludmilla Cigankova
Anbetungsschwestern, Berg Schönstatt


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